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  • NACHRICHTEN

  • 31 Oktober 2018

    Am 22. und 23. Oktober 2018 stattete Präsident Andrzej Duda mit seiner Gattin Agata Kornhauser-Duda der Bundesrepublik Deutschland einen offiziellen Besuch ab. Der Besuch hatte eine politische, aber auch eine wirtschaftliche Dimension und stand mit den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit durch Polen im Zusammenhang.

     

     

    Während seines Besuches traf der polnische Präsident mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier sowie der Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen und beteiligte sich am Deutsch-Polnischen Forum. Am Abend des 23. Oktober nahmen die beiden Präsidenten und ihre Gattinnen an dem feierlichen Konzert zum 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit durch Polen teil.

     

    Den Auftakt zu dem reichhaltigen Programm des Besuches von Präsident Duda in Deutschland bildete bereits am Montag, dem 22. Oktober, eine Begegnung mit dynamischen polnischen Unternehmern in Brandenburg. In Biesenthal bei Berlin besichtigte der Präsident das Auslandsbüro des Thorner Herstellers von Verbandstoffen TZMO, eines der ausgezeichneten Unternehmen bei dem Wirtschaftspreis des polnischen Präsidenten in der Kategorie „Verantwortlichkeit im Handel“. Andrzej Duda wolle auf diese Art und Weise einen wichtigen Aspekt unterstreichen, sagte Krzysztof Szczerski, Leiter des Präsidentenbüros: Nicht nur deutsche Firmen würden in Polen investieren, sondern es gebe auch immer mehr polnische Investoren in Deutschland.

     

    Am nächsten Tag wurde der Präsident mit seiner Gattin mit vollen militärischen Ehren durch den Bundespräsidenten samt Gemahlin im Schloss Bellevue empfangen.

     

    Im Gespräch mit dem Bundespräsidenten bedankte sich Präsident Duda für die Möglichkeit, auch in Berlin den 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit durch Polen zu feiern. Er betonte, dass man in Deutschland und in Polen jeweils unterschiedliche Assoziationen mit dem Jahr 1918 habe. Desto größeren Dank verdiene ausgerechnet hier das Herausstellen dieses für die Geschichte Polens so fundamentalen Ereignisses, versicherte Andrzej Duda.

     

    Die beiden Präsidenten sprachen außerdem aktuelle deutsch-polnische Beziehungen, Fragen der Energiesicherheit sowie der europäischen Politik wie auch Themen an, die in den heutigen bilateralen Beziehungen strittig sind. In der Pressekonferenz hob Präsident Duda die Bedeutung der deutsch-polnischen Freundschaft und die intensivere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern hervor, er erwähnte aber auch die Meinungsunterschiede um den Bau der Nord Stream 2-Pipeline.

     

    Präsident Duda nahm darüber hinaus am Deutsch-Polnischen Forum teil, bei dem er zum zweiten Mal den Bundespräsidenten sprach. In einer offenen Debatte wurden Fragen der Reformen des polnischen Obersten Gerichts sowie die Stellung und die Rolle Polens in der EU diskutiert.

     

    In einem Gespräch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel vertiefte er die Thematik der aktuellen deutsch-polnischen Beziehungen und der Lage der EU sowie transatlantische Themen, die Situation in der Ukraine und die Klimapolitik. Auf Wunsch der Bundeskanzlerin fand das Gespräch unter vier Augen statt. Wie Minister Szczerski von der Kanzlei des Präsidenten später mitteilte, wurden außerdem die Erfolge der Partei PiS bei den Kommunalwahlen und ihre Folgen thematisiert. Präsident Duda bezeichnete das Gespräch als „sehr gut“.

     

    Die Präsidentengattin Agata Kornhauser-Duda absolvierte während des Berliner Besuches ein separates Programm in Begleitung von Elke Büdenbender, Gattin des Bundespräsidenten.

     

    Zum Abschluss ihres Besuches nahmen Präsident Duda mit Gattin an einem feierlichen Konzert zum 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit durch Polen teil. Das vom Orchester der Posener Philharmonie gespielte und von Marek Pijarowski dirigierte Konzert wurde von der Botschaft der Republik Polen in dem beeindruckenden Großen Saal des Berliner Konzerthauses veranstaltet.

     

    Das Konzert eröffneten die beiden Präsidenten mit ihren Reden. Zu den vom Botschafter Andrzej Przyłębski und seiner Gattin Julia Przyłębska, Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes der Republik Polen, geladenen Ehrengästen gehörten die Gattinnen der beiden Präsidenten sowie der frühere Bundespräsident Joachim Gauck mit Lebensgefährtin Daniela Schadt.

     

    Bei ihrem Besuch in der Bundesrepublik Deutschland wurden der polnische Präsident und seine Gattin von Andrzej Przyłębski, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, begleitet. Der polnischen Delegation gehörten Minister von der Kanzlei des Präsidenten – Krzysztof Szczerski, Adam Kwiatkowski und Błażej Spychalski – sowie der stellvertretende polnische Außenminister Szymon Szynkowski vel Sęk an.

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