close

  • Meinem Vaterland, der Republik Polen, treu sein

     

  • 2010

  • Feierliche Verleihung des Wissenschaftlichen Förderpreises des Botschafters der Republik Polen

    Am 7. Dezember 2010 in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena fand die feierliche Verleihung des Wissenschaftlichen Förderpreises des Botschafters der Republik Polen für die beste Dissertation und die beste Abschlussarbeit 2010 statt, während der Prof. Dr. Etienne François den Festvortrag „Die Revolution: ein europäischer Erinnerungsort?" hielt.

    Gesandte A. Walter-Drop überreichte die Förderpreise:

    1. in der Kategorie Dissertation:

    Wissenschaftlicher Förderpreis 2010

    Daniel Logemann, „Das polnische Fenster. Deutsch-polnische Kontakte im staatssozialistischen Alltag Leipzigs 1972-1989"

    Auszeichnung: Jutta Faehndrich, „Eine endliche Geschichte. Die Heimatbücher der deutschen Vertriebenen"

    2. in der Kategorie Abschlussarbeit:

    Wissenschaftlicher Förderpreis 2010: Remigiusz Stachowiak, „Kirchenkarrieren von Thorner Bürgersöhnen im Spätmittelalter"

    Sonderpreis der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit: Benjamin Voelkel, „Poetik und Strategie der Übersetzung von Bruno Schulz` Die Zimtläden - Eine vergleichende Analyse der Übersetzungen von Josef Hahn und Doreen Daume"

    Auszeichnung: Jonas Grygier, „Die deutsche Minderheit in Polen aus administrativer Sicht. Eine Fallstudie zum Landkreis Neutomischel (Nowy Tomyśl) 1919-1939"

    Auszeichnung: Andreas Kieseler „Der slawische Burgwall von Kleinitz (Niederschlesien) - Die Altgrabung von 1936"

        

    Besuch des Bundespräsidenten Ch. Wulff in Polen

    Am 7. Dezember 2010 kam der Bundespräsident Ch. Wulff nach Warschau, um an das 40. Jubiläum des Kniefalls von Bundeskanzler W. Brandt am Denkmal für die Helden des Warschauer Ghettos zu erinnern.

    Am Denkmal für den Warschauer Aufstand und am Denkmal für die Helden des Warschauer Ghettos legten beide Präsidenten Kränze nieder. Danach diskutierten sie mit den deutschen und polnischen Schüler über die Bedeutung der Geschichte für die Gestaltung der Zukunft zwischen Polen und Deutschen. Sie nahmen auch an der Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung über den Einfluss des Kniefalls von W. Brandt auf das deutsch-polnische Verhältnis teil.

       

    Deutsch-polnische Regierungskonsultationen in Berlin

    Am 6. Dezember 2010 in Berlin fanden die deutsch-polnische Regierungskonsultationen unter der Leitung der Bundeskanzlerin A. Merkel und des Ministerpräsidenten D. Tusk statt. Die Vertreter von acht Ministerien besprachen die aktuellen bilateralen Themen.

    Während der Konsultationen besprach man auch die Vorbereitungen der Feierlichkeiten anlässlich des 20. Jubiläums der Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags sowie der polnischen EU-Ratspräsidentschaft.

       

     Deutsch-polnisches Geschichtsbuch

    Am 1. Dezember 2010 in Warszawa wurden die Empfehlungen für die Erarbeitung eines gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichtsbuchs entgegengenommen.

    Ziel ist die Erarbeitung eine Schulbuchreihe, die im deutschen und polnischen Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I in identischer Form, lediglich in unterschiedlichen Sprachfassungen, eingesetzt werden soll. Dabei wird es sich um ein reguläres Schulbuch für das Fach Geschichte handeln, das den Lehrplänen beider Länder entspricht. Der erste Band wird voraussichtlich im Jahr 2012 erscheinen.

    Deutsch-polnisches Geschichtsbuch

    Am 1. Dezember 2010 in Warszawa wurden die Empfehlungen für die Erarbeitung eines gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichtsbuchs entgegengenommen.

    Ziel ist die Erarbeitung eine Schulbuchreihe, die im deutschen und polnischen Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I in identischer Form, lediglich in unterschiedlichen Sprachfassungen, eingesetzt werden soll. Dabei wird es sich um ein reguläres Schulbuch für das Fach Geschichte handeln, das den Lehrplänen beider Länder entspricht. Der erste Band wird voraussichtlich im Jahr 2012 erscheinen.

    Konzert von Rafał Blechacz zum Abschluss des Chopin-Jahres 2010 in Deutschland

    Am 30. November 2010 in der Berliner Philharmonie fand ein Konzert von Rafał Blechacz statt, das zu den Hauptveranstaltungen zum Abschluss des Chopin-Jahres 2010 in Deutschland gehörte.

    Während des Konzerts spielte R. Blechacz die Balladen, Walzer, Polonaisen und Mazurkas von F. Chopin.

        

        

        

    Preis des Botschafters der Republik Polen für die deutsch-polnische regionale Zusammenarbeit

    Am 29. November 2010 in den Räumlichkeiten der Botschaft fand die feierliche Verleihung des Preises des Botschafters der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-polnische regionale Zusammenarbeit. Diesjähriger Preisträger ist die Städtepartnerschaft Gdynia und Kiel.

    Die Zusammenarbeit beider Städte dauert 25 Jahre und wird sowohl in der Verwaltung, als auch im sozialen Bereich. Gdynia und Kiel realisieren viele gemeinsame Projekte im Bereich Verwaltung, Theater, Sport und Jugendaustausch. Im Namen des Oberbürgermeisters von Kiel nahm die Stadtpräsidentin C. Kietzer den Preis entgegen und im Namen des Präsidenten von Gdynia - die Vertreterin seines Büros M. Pawlińska.

        

        

        

     

    Teilnahme des Staatspräsideten B. Komorowski an der Festveranstaltung anlässlich des 30. Jubiläums des Deutschen Polen-Institut in Darmstadt

    Am 17. November 2010 nahm der Staatspräsident B. Komorowski zusammen mit dem Bundespräsidenten Ch. Wulff an der Festveranstaltung anlässlich des 30. Jubiläums des Deutschen Polen-Institut in Darmstadt teil. Beide Präsidenten ergriffen das Wort .

    Danach traf sich der Staatspräsident Komorowski und seine Delegation mit den Vertretern der Auslandspolen.

     

     

    Dank für die Helfer/Innen

    Am 5. November 2010 im Holiday Inn Hotel in Schönefeld organisierte die Botschaft der Republik Polen in Kooperation mit der Landesregierung Brandenburg und dem Landkreis Dahme-Spreewald eine Dankveranstaltung für die Helfer/Innen, die am 26. September 2010 an der Rettungsaktion nach dem Busunglück am Schönefelder Kreuz teilnahmen.

    Zur Dankveranstaltung waren alle 477 Helfer/Innen eingeladen: Feuerwehrleute, Polizisten, Katastrophenschutzkoordinatoren, Ärzte und Notfallseelsorgern. Der Botschafter M. Prawda dankte allen für die Hilfe und den Professionalismus. An der Veranstaltung nahmen auch die Vertreter des Forstamtes Złocieniec teil.

    Teilnahme der Aussenminister Polens und Deutschlands an der Konferrenz "Oder-Neisse-Grenze: Vom Trennenden zum Verbundenden" an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/O.

    Am 3. November 2010 nahmen die Aussenminister Polens und Deutschlands, R. Sikorski und G. Westerwelle, an der Konferrenz "Oder-Neisse-Grenze: Vom Trennenden zum Verbundenden" teil, die von der Europa-Universität Viadrina anlässlich des 20. Jubileüms des deutsch-polnischen Grenzvertrages, des 40. Jubileüms des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Volksrepublik Polen sowie des 60. Jubileüms des Görlitzer Vertrages in Frankfurt/O. organisiert wird.

    Zuvor besuchten beide Minister Collegium Polonicum, trafen sich mit den Bürgermeistern von Görlitz und Zgorzelec sowie mit den Studenten der Hochschulen in Frankfurt/O. und Slubice. Die Konferrenz wurde von den Aussenministern a. D.W. Bartoszewski und H.-D. Genscher eröffnet.

    Ansprache des Aussenministers der Republik Polen Radosław Sikorski bei der Abschlussveranstaltung der Konferenz am 3. November 2010

    „Oder-Neiße-Grenze: Vom Trennenden zum Verbindenden"

    Universität Viadrina, Frankfurt an der Oder, 3.11.2010

    Magnifizenz, Herr Rektor,
    Sehr geehrter Herr Minister,
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vor 30 Jahren entstand in Polen die größte europäische gesellschaftliche Bewegung, die Solidarność, und vor genau 20 Jahren kam es zur deutschen Vereinigung. Was verbindet diese Ereignisse, deren Jahrestage wir gerade begehen?

    Die Solidarność war der Anfang einer Lawine, die die schmerzliche Spaltung Europas, symbolisiert durch die Berliner Mauer, wegwischte. Sie setzte einen Prozess in Gang, der im Frühjahr 1989 den polnischen kommunistischen Machthabern endgültig auch nur den Schein der Legitimität nahm. Das geschah auf „untypische" Art und Weise, denn an Stelle einer Guillotine kam ein Runder Tisch zum Einsatz. Dabei wissen wir aus der Geschichte, dass sich radikale Systemwechsel in der Regel auf den Barrikaden von Revolutionen und im Schlachtengetümmel vollziehen.

    Auch Deutschland hat sich „untypisch", da ohne Kriege, vereinigt. Und es war ein Prozess, der sich gegen niemanden richtete. Deutschland vereinigte sich nicht gegen Europa, sondern zusammen mit Europa, indem es sich an der Überwindung von dessen Spaltung beteiligte. Das lag im offenkundigen Interesse Polens: Der bisherige Grundsatz, wonach der Sieg einer Nation immer auch die Niederlage des Nachbarn bedeuten musste, galt nicht mehr. Deutsche und Polen hatten verstanden, dass es allein auf europäischer Grundlage möglich sein würde, diesen historischen Fatalismus zurückzudrängen.

    Heute dürfen wir zu Recht sagen, dass Deutsche und Polen - auf verschiedenen Wegen - irreversible Veränderungen in Europa zustande gebracht haben. Doch wir sollten auch den Mut haben zu fragen, ob sich daraus nicht für uns eine spezifische europäische Verantwortung ergibt. Was können Deutsche und Polen, ungeachtet der offensichtlichen Diskrepanz ihrer Potentiale, Europa gemeinsam geben? Das ist, denke ich, heute die Schlüsselfrage.

    Die jüngste Antwort auf diese Frage haben wir erst gestern gegeben, als mein deutscher Kollege und ich gemeinsam die weißrussische Hauptstadt Minsk besucht haben. Wir sind der Ansicht, dass unsere Ländern besonders dazu berufen sind, neuen Trennlinien in Europa vorzubeugen, eine sichere, stabile und demokratische Nachbarschaft im Osten zu stärken und die Aussicht auf eine Übernahme der europäischen Standards des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens durch weitere Millionen von Europäern zu erhalten. Das ist nur das erstbeste Beispiel für ein gemeinsames Verständnis „europäischer" Verpflichtungen. Es gibt deren mehr.

    Ich freue mich, dass wir darüber an der Universität Viadrina sprechen können, die zur Avantgarde der deutsch-polnischen Annäherung geworden ist, zu einem Laboratorium für den Austausch von Perspektiven und die Überwindung von Barrieren der Fremdheit. Nicht zufällig hat gerade hier die feierliche Überreichung der Preise im zum dritten Mal ausgetragenen Wettbewerb um die besten Magister- und Doktorarbeiten in der Bundesrepublik über Polen oder das deutsch-polnische Verhältnis stattgefunden. Unser Außenministerium, der Sponsor des Preises, möchte auf diese Art den Markt der Ideen und Aktivitäten in den deutsch-polnischen Beziehungen entwickeln. Wer ein Thema aus diesem Bereich wählt, soll das Gefühl haben, sich nicht die Karriere zu „ruinieren", sondern etwas Sinnvolles für sich selbst und das eigene Land zu tun. Etwas, das gebraucht, wahrgenommen und ausgezeichnet wird und das die Chancen für die eigene beruflichen Entwicklung vergrößert. Die Universität Viadrina wird heute zu einem Zentrum der wissenschaftlichen Reflexion über die Ostpolitik der Europäischen Union und das Weimarer Dreieck. Wir rechnen sehr mit Ihrer Unterstützung, Ihren Ideen und einem kritischen Gespräch.

    Meine Damen und Herren,

    wir erinnern uns heute an den historischen Vertrag über die Bestätigung der deutsch-polnischen Grenze, der am 14. November von unseren damaligen Außenministern, Krzysztof Skubiszewski und Hans-Dietrich Genscher, unterzeichnet wurde. Mit diesem Vertrag wurde die schwierige, von Misstrauen gekennzeichnete Nachkriegsetappe der deutsch-polnischen Beziehungen abgeschlossen. Zugleich wurde er zu einem Symbol für den Abschied von einer Epoche demütigender Spaltungen in ein Europa der Besseren und der Schlechteren, von einer Epoche unsinniger Vorschriften und freudig geschürten Hasses. Unser Bedarf an Mauern, Grenzen, Verboten, Klassenunterschiede und Stacheldraht wurde im Kommunismus hinreichend gedeckt! Skubiszewski und Genscher haben eine Epoche eröffnet, die von einer völlig anderen Logik regiert werden sollte, die die Vektoren umkehrte und unsere bisherige Welt auf den Kopf stellte. Was ein Synonym für geopolitisches Pech gewesen war - die Lage zwischen Deutschland und Russland -, wurde zu einem wichtigen Trumpf, die deutsch-polnische „Negativbindung" verwandelte sich schrittweise in eine Interessengemeinschaft.

    Doch der Weg zur Unterzeichnung des Vertrages war weit und voller Schlaglöcher. Bestimmt haben die heutigen Referenten darüber gesprochen, darunter Mitwirkende an den Vertragsarbeiten, deren Leistung wir heute mit Respekt und Dankbarkeit gedenken. Ich erinnere nur daran, dass nach den ersten, teilweise freien Wahlen am 4. Juni 1989 Politiker aus dem Lager der Solidarność immer vernehmlicher von Deutschlands Recht auf Vereinigung sprachen. Das ergab sich aus der einfachen Schlussfolgerung, dass es ohne ein vereintes Deutschland kein souveränes Polen geben kann. Damals bezichtigte man sie, auch in Deutschland, „typisch polnischer politischer Phantasterei". Ein halbes Jahr später dagegen, als der Vereinigungsprozess Tempo aufnahm und die Polen um eine Bestätigung des endgültigen Charakters der Oder-Neiße-Grenze baten, sah ein Teil der deutschen Medien und Politiker darin ein Symptom für „typisch polnisches Misstrauen" und beschwerte sich über Mazowieckis unverständliche Sturheit. Fragt man sie heute nach einer Beurteilung des Standpunkts der Regierung von Ministerpräsident Mazowiecki in jener Zeit, dann sagen sie, er sei „mehr als verständlich" gewesen. Nur habe damals die deutsche Regierung bestimmte innenpolitische Realitäten berücksichtigen müssen. Nach 20 Jahren erleben wir nun also Verständnis für unsere Haltung! Mein Traum ist, dass sich der Zeitraum bis zur Anerkennung der Stichhaltigkeit des polnischen Standpunkts in diversen Fragen schrittweise verkürzt.

    Da Guido und ich generell wenig Zeit haben, haben wir beschlossen, uns gleich zu verstehen und zu verständigen. Die Reise nach Weißrussland beispielsweise haben wir innerhalb weniger Tage verabredet. Und das ist das Maß für den echten Fortschritt, der sich im deutsch-polnischen Verhältnis vollzogen hat!

    Meine Damen und Herren,

    Tadeusz Mazowiecki, der Ministerpräsident der ersten nichtkommunistischen Regierung der Republik Polen, wurde im vergangenen Jahr mit dem Preis der Universität Viadrina ausgezeichnet, der für herausragende Verdienste um die deutsch-polnische Annäherung verliehen wird. Damals erinnerte er an diesem Ort daran, dass Polen und Deutsche nicht nur eine Interessen-, sondern auch eine Schicksalsgemeinschaft miteinander verbindet - ein gutes Schicksal. Er bezog sich auf die fast 6.000 Flüchtlinge aus der DDR, die im Spätsommer und Herbst 1989 versuchten, über Polen in die Bundesrepublik zu gelangen. Sie wurden in Erholungsheimen der Solidarność untergebracht, wo sie auf einen Transfer warteten. Die Regierung Mazowiecki, die gerade erst im Entstehen begriffen war, half ihnen und gab ihnen jedwede Garantien, obwohl sie selbst vor einem nicht geringen Dilemma stand. Ost-Berlin verlangte, dass die „illegalen Einwanderer" zurückgeschickt werden, und beschuldigte uns täglich des Vertragsbruchs sowie der Einmischung in innere Angelegenheiten. Der rumänische Diktator schlug vor, militärische „brüderliche Hilfe" zu leisten, um den Kommunismus zu retten. Die Öffentlichkeit im Westen beobachtete mit angehaltenem Atem das polnische Experiment des Abschieds vom Kommunismus. Britische Boulevardblätter, für ihre besonders vorsichtige Wortwahl bekannt, schrieben, die Polen als notorische Unruhestifter haben sich wieder einmal zu schnell daran gemacht, den Kommunismus zu zerschlagen, und werden wohl bald sich selbst und halb Europa in die Luft sprengen. In dieser „idyllischen" Atmosphäre konnte sich Mazowiecki nicht den geringsten Fehler erlauben. Man durfte auch Gorbatschow, den Führer des sowjetischen Imperiums, aber mutigen Reformer nicht in innenpolitische Schwierigkeiten bringen. Die Erhaltung einer historischen Chance für die gesamte Region stand auf dem Spiel. Heute wissen wir, dass alles gut ausgegangen ist, es hätte aber auch anders kommen können.

    Warschau hat die DDR-Flüchtlinge als Menschen in Erinnerung behalten, die von einem Leben in einem freien Land träumten. Ihr Traum war Teil des unsrigen. Und es ist uns gelungen, diesen Traum gemeinsam zu verwirklichen, was in der Vergangenheit keine alltägliche deutsch-polnische Erfahrung gewesen ist. In diesen Jahren zahlreicher mit dem Wechsel des politischen Systems verbundener Jahrestage haben Deutsche und Polen auch eine gemeinsame, optimistische Geschichte zu erzählen, darüber, dass die Mauer nicht von alleine gefallen ist und dass sich die Einführung des Kriegszustandes Ende 1981 in eine große Welle der Solidarität mit den Polen verwandelte. Dass die Millionen Pakete, die wir von den Nachbarn erhielten, nicht nur eine praktische, sondern auch eine zutiefst psychologische Dimension hatten. Dass es in Deutschland viele Menschen gab, die ein Risiko eingingen, um der „Solidarność" zu helfen, wofür wir ihnen heute unsere Dankbarkeitsmedaillen verleihen. Mazowiecki hat Recht, wenn er sagt, dass uns erheblich mehr verbindet als nur eine politische „Interessengemeinschaft" im engen Sinne.

    Meine Damen und Herren,

    20 Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags stellen wir uns die Frage, ob wir diese Zeit auf beiden Seiten der Grenze gut genutzt haben. Was hat sich in den Regionen verändert? Der Bürgermeister einer deutschen Stadt an der Oder wird uns erzählen, dass dort die Einwohner vor über zwanzig Jahren gegen einen Ansturm der Polen, die in den Geschäften „alles aufkaufen", protestierten. Heute greifen sie den Bürgermeister an, weil er sich zu wenig darum bemühe, polnische Kunden zu gewinnen. Das ist eine sehr symptomatische Veränderung. Unternehmer aus Posen werden über eine Firmenverlagerung nach Mecklenburg-Vorpommern wegen der billigen Arbeitskräfte berichten. Kommunalvertreter werden über viele neue zweisprachige Schulen und Kindergärten informieren. Im Leben von Menschen in Grenzregionen sind Fragen der Sicherheit immer von Bedeutung. Zu einer der Stärken der Nachbarschaft entwickelt sich die Zusammenarbeit der Polizeien, wovon uns jüngst die Innenminister bei einem Treffen in Görlitz überzeugt haben.

    Große Unzufriedenheit empfinden wir dagegen über die Verkehrsinfrastruktur, bei der wir besonders viel nachzuholen hatten und leider noch immer haben. In Polen sind wir nicht stolz auf das Tempo des Autobahnbaus, obwohl es endlich zu einer sichtbaren Beschleunigung gekommen ist: Das letzte, 120 Kilometer lange Teilstück der Autobahn bis zur deutschen Grenze soll nächstes Jahr fertig werden. Doch es kommt vor, wie im Fall der Eisenbahnverbindungen, dass es die deutsche Seite ist, die die Umsetzung ihres Teils der Aufgaben verzögert. Aus diesem Grund kann der mit enormem Einsatz von Eigen- und EU-Mitteln modernisierte Abschnitt von Breslau bis zur deutschen Grenze nicht genutzt werden, und die Reise von Breslau nach Berlin dauert immer noch einige Stunden länger als vor dem Zweiten Weltkrieg. In ähnlicher Weise verschiebt sich die Elektrifizierung des fehlenden 33 Kilometer langen Teilstücks auf der Strecke von Berlin nach Stettin auf die Jahre 2018-20. Hier geht es nicht um fehlende Mittel, sondern um eine fehlende Bereitschaft, diese Verbindungen als wichtig und dringlich genug anzuerkennen. Die Berater der Deutschen Bahn argumentieren unverändert, dass sich ihre Modernisierung „nicht rechnet", dass dies keine einträglichen Strecken werden würden.

    Ich denke, dass das Zusammenwachsen von Ost und West - ob schienen- und straßenverkehrsmäßig oder mental - sich nicht „nicht rechnen" darf! Die europäische Integration ist schließlich ein gutes Geschäft. Den Danziger Werftarbeitern oder den Berliner Demonstranten aus dem Jahre 1989, die ein enormes Risiko eingingen, um die unmenschliche Teilung des Kontinents zu überwinden, haben sicher auch irgendwelche Berater gesagt, das sich das „nicht rechnet". Zum Glück haben sie darauf nicht gehört, weswegen wir heute etwas zu feiern haben.

    Zum Schluss möchte ich gerne an die wichtige Rede meines deutschen Kollegen auf einer Konferenz letzten Freitag in Berlin anknüpfen. Guido Westerwelle hat im deutsch-polnischen Verhältnis nicht nur Potential, sondern auch eine wesentliche Voraussetzung für die Vertiefung der europäischen Integration ausgemacht. Ich verstehe das als eine analytische Bemerkung, aber auch als einen Vertrauensbeweis und als Einladung zu engerer Kooperation auf diesem Gebiet. Der deutsche Außenminister legte im Folgenden seine Sicht der wichtigsten Aufgaben dar, denen Europa gerecht werden müsse, sofern es seine Position und Stärke auch in Zukunft bewahren wolle. Erstens dürften wir keine neuen Trennlinien auf dem Kontinent zulassen. Zweitens bräuchten wir nach den Erfahrungen mit der Krise eine wirtschaftliche und finanzielle Konsolidierung. Drittens müssten wir der Versuchung einer Renationalisierung widerstehen, wobei uns die Bewahrung der ureuropäischen Werte der Toleranz und Weltoffenheit helfen werde.

    Sowohl mit der Diagnose als auch dem Rezept stimme ich überein. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich als eine lehrreiche Erfahrung erwiesen. Wir haben beobachtet, wie Politiker angesichts der Gefahr zunächst das zu tun begannen, was sie am Besten können: sich im nationalen Schneckenhaus zu verschließen, zu Protektionismus Zuflucht zu nehmen und Rezepte von Populisten zu akzeptieren. Doch schnell stellte sich heraus, dass dieser Weg in einer Welt tiefgreifender Interdependenzen nirgendwohin führt, dass nationale Lösungen nicht ausreichen. Wir haben uns davon überzeugt, dass die Instrumente der EU uns wirksam vor dem Schlimmsten schützen können. Daher sollten wir auf „EU-Pathologien" achtgeben und ihnen gemeinsam entgegenwirken.

    Die Schuldenkrise wiederum hat eine weitgehende Übereinstimmung der deutschen und der polnischen Politik zur Wiederherstellung des fiskalischen Gleichgewichts oder allgemeiner - wie Guido Westerwelle es nennt - der „Stabilitätskultur" offenbart. Es hat sich gezeigt, dass Polen seit Jahren recht konsequent einen Weg geht, den Berlin heute dem übrigen Europas empfiehlt. Zum Beispiel hat Polen bereits seit dreizehn Jahren eine Schuldenbremse in der Verfassung verankert und ist damit nicht schlecht gefahren, was nicht zuletzt die letztjährigen Wirtschaftswachstumszahlen, die höchsten in Europa, bestätigt haben.

    Meine Damen und Herren,

    Warschau bemüht sich, „Solidarität", verstanden ausschließlich als Neigung, fremdes Geld auszugeben, und „Solidität" nicht zu verwechseln. Die Aufhellung der wirtschaftlichen Lage haben wir dafür genutzt, uns an den Hilfspaketen für Island, Lettland und Moldau zu beteiligen. Die Rating-Agentur AT Kaerney hat uns in den Jahren 2007-10 von Platz 22 auf Platz 5 der Länder angehoben, in denen sich ein Investment lohnt.

    Das sind Nachrichten, die Professor Krzysztof Skubiszewski, den ersten Chef des Außenamtes im souveränen Polen und Unterzeichner des Grenzvertrags, der schon seit einem Jahr nicht mehr unter uns weilt, sicher freuen würden. Als prinzipientreuer, stolzer, sparsamer und vor allem solider Posener schätzte er die Solidität der Warschauer als etwas geringer ein. Heute ist bereits klar, dass er sich in dieser einen Frage sehr geirrt hat!

    Doch in den übrigen hat er sich nicht geirrt. Zum Beispiel damals, als er gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen Hans-Dietrich Genscher eine neue Epoche im deutsch-polnischen Verhältnis einleitete und prägte. Eine Epoche, in der - anders als in der Vergangenheit - gute Nachrichten für Polen auch gut für Deutschland sein konnten. Und umgekehrt. Er nannte das die deutsch-polnische Interessengemeinschaft. Heute wissen wir, dass dies eine bewegliche Struktur ist, die unserer ständigen Arbeit und Aufmerksamkeit bedarf, die man neu definieren und ausfüllen muss.

    Krzysztof Skubiszewski hat unsere Dankbarkeit und beste Erinnerung verdient. Ihm widme ich meine heutige Rede.

     

     

    Tadeusz Mazowiecki mit dem Brückepreis 2010 geehrt

    Am 22. Oktober 2010 in Görlitz fand die feierliche Verleihung des deutsch-polnischen Brückepreises an Tadeusz Mazowiecki statt. Laudatio hielt Erzbischof A. Nossol.

    T. Mazowiecki wurde für sein Engagement für Freiheit, Verständigung und Aussöhnung der Völker geehrt.

    Treffen der Innenminister Polens und Deutschlands in Zgorzelec/Görlitz

    Am 14. Oktober 2010 in Zgorzelec/Görlitz trafen sich der deutsche und polnische Innenminister - T. de Maiziere und J. Miller, um die Sicherheitslage im Grenzgebiet zu besprechen.

    Die Minister vereinbarten auch, 2011 ein neuer deutsch-polnischer Polizeivertrag zu schließen, der die Zusammenarbeit beider Polizeibehörden neu regeln soll, um die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität zu erleichtern.

    Der Sejmmarschall Grzegorz Schetyna zu Besuch in Berlin

    Am 15. September 2010 besuchte der Sejmmarschall G. Schetyna Berlin. Er traf sich mit dem Präsidenten des Bundestages N. Lammert, mit dem er über die bilaterale Zusammenarbeit sprach.

    Danach in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung nahm G. Schatyna gemeinsam mit N. Lammert sowie mit dem Vorsitzenden der deutsch-französischen Parlamentariergruppe Y. Bur an der Diskussion „20 Jahre deutscher Einheit - unsere Zukunft in Europa" teil.

    Eröffnung des internationalen Symposiums „Arts for Education!"

    Am 13. September 2010 in Essen eröffneten der Kulturminister B. Zdrojewski und der Kulturstaatsminister B. Neumann das internationale Symposium „Arts for Education!".

    Kulturminister B. Zdrojewski hielt eine Eröffnungsrede „Verantwortung der kulturellen Bildung - ein Beispiel Polens". Er besuchte auch die Ausstellung über die Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets im Ruhr Museum auf Zeche Zollverein sowie traf sich mit der Geschäftsführung der Ruhr 2010 GmbH, die für die Organisation der Veranstaltungen im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas 2010 „Essen für das Ruhrgebiet" verantwortlich ist.

    Helmuth Freiherr von Maltzahn ist neuer Honorarkonsul der Republik Polen in Schwerin

    Am 10. September 2010 in den Räumlichkeiten der Botschaft der Republik Polen in Berlin empfing Helmuth Freiherr von Maltzahn die Ernennungsurkunde zum Honorarkonsul Polens sowie die Amtsinsignien. Die territoriale Zuständigkeit des Honorarkonsulats umfasst das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

    Honorarkonsulat der Republik Polen in Schwerin

    Honorarkonsul: Helmuth Freiherr von Maltzahn

    Lindenstr. 1, 19055 Schwerin

    E-Mail 1: Helmuth.v.Maltzahn@polnischeshonorarkonsulat-mv.eu
    E-Mail 2: sekretariat@polnischeshonorarkonsulat-mv.eu

    Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag: 9.00-12.00 Uhr.

    Antrittsbesuch des Staatpräsidenten Bronisław Komorowski in Berlin

    Am 3. September 2010 stattete der Staatspräsident B. Komorowski einen Antrittsbesuch in Berlin ab. Er traf sich mit dem Bundespräsidenten Ch. Wulff, mit der Bundeskanzlerin A. Merkel sowie mit dem Bundestagspräsidenten N. Lammert. Der Staatspräsident überreichte auch die Dankbarkeitsmedaillen an zehn Deutsche, die Solidarność im Kampf um Freiheit unterstützt haben.

    Das Gespräch der Präsidenten Komorowski und Wulff konzentrierte sich auf die deutsch-polnischen Beziehungen, die Rolle beider Länder in der EU sowie ihre weitere Zusammenarbeit. Im Anschluss an das Gespräch fuhren die Präsidenten zu einem Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen. In der Zelle, in der der Oberkommandierende der polnischen Heimatarmee, General S.Grot-Rowecki, 1944 ermordet wurde, legten sie Kränze nieder und gedachten der polnischen Opfer.

    Im Gespräch des Präsidenten Komorowski mit der Bundeskanzlerin Merkel ging es vor allem um die wichtigsten Fragen in dem deutsch-polnischen Verhältnis und die internationalen Beziehungen, u. a. um die Wiederbelebung des Weimarer Dreiecks und die Zusammenarbeit mir Russland und der Ukraine.

    Während des Treffens des Präsidenten Komorowski mit dem Bundestagspräsidenten Lammert fand eine Zeremonie statt, bei der B. Komorowski Dankbarkeitsmedaillen an zehn Deutsche überreichte, die Solidarność im Kampf um Freiheit unterstützt haben.

    Verleihung des Adam-Mickiewicz-Preises 2010 für die deutsch-polnisch-französische Zusammenarbeit

    Am 29. August 2010 in Weimar fand die feierliche Verleihung des Adam-Mickiewicz-Preises 2010 für die deutsch-polnisch-französische Zusammenarbeit statt. Die drei diesjährigen Preisträger sind: die Woiwodschaft Małopolska, der Freistaat Thüringen sowie die Region Picardie, was die wachsende Bedeutung der trilateralen Kooperation auf dem regionalen Niveau betont.

    Der Preis wurde der Thüringischen Ministerpräsidentin Ch. Lieberknecht, dem Marschall der Woiwodschaft Małopolska M. Nawara und dem Präsidenten des Regionalrates der Picardie C. Gewerc übergeben. Die Laudatio hielt die Vorsitzende des Ausschusses für Regionale Entwicklung des Europäischen Parlaments D. Hübner.

    Benefizkonzerte zugunsten der polnischen Flutopfer

    Polnischer Kongress in Deutschland lud zu den drei Benefizkonzerten zugunsten der Flutopfer in Małopolska ein.

    Am 22. August 2010 um 14.00 Uhr am Grill-Platz in Plombieres bei Aachen fand „Polregio"-Konzert statt.

    Am 28. August 2010 um 17.00 Uhr am Marktplatz in Oberhausen beim Restaurant „Gdanska" fand „Gdanski"-Konzert statt.

    Am 4. September 2010 um 17.00 Uhr im Garten des polnischen Generalkonsulats in Köln fand „Konsular"-Konzert statt.

    Polnischer Kongress in Deutschland bittet auch um Spenden - Zweck: „POWÓDŹ" oder „HOCHWASSER", Deutsche Bank, Konto-Nr.: 1507391, BLZ: 39070024.

    Bundespräsident Ch. Wulff zu Antrittsbesuch in Warszawa

    Am 13. Juli 2010 stattete der Bundespräsident Ch. Wulff einen Antrittsbesuch in Warszawa ab.

    Während des Aufenthalts traf er sich mit dem gewählten Präsidenten Polens B. Komorowski sowie mit dem Ministerpräsidenten D. Tusk. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die deutsch-polnischen Beziehungen. Danach besichtigte Ch. Wulff die Altstadt von Warszawa.

    Rock Jazz Chopin u. a. mit Leszek Możdżer, Uwe Kropiński und Anna Serafińska

    Wer hat behauptet, Chopin ließe sich nur auf dem Klavier spielen? Vielleicht hätte der Virtuose, wäre er ein Jahrhundert später geboren, ein ganz anderes Instrument zur Hand genommen. Wie seine Polonaisen, Mazurken und Nocturnes in einer solchen rauschenden Interpretation geklungen haben könnten, erforschen hervorragende Vertreter der polnischen Musikszene, unter ihnen die Sängerin Anna Serafiñska. Ohne sich von den klassischen Wurzeln allzu weit zu entfernen, verpacken sie die Kompositionen des Virtuosen in Rock- und Jazzvariationen und prüfen sie auf Stromtauglichkeit.

    Am 27.06.2010, 19:00 Uhr, Studio im Admiralspalast, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin

    Das Musikprojekt ROCK JAZZ CHOPIN ist ein Hommage an den herausragenden polnischen Komponisten Frederic Chopin und sein Werk. Am Projekt beteiligen sich neben Stars der polnischen Rockmusik auch der Jazz-Pianist L. Możdżer, das Royal Quartet und weitere prominente Musiker sowie die Folies Dance Company unter der Leitung von M. Barcik. Einen Gastauftritt gibt der deutsche Gitarrist Uwe Kropiński, von dem Pat Metheny sagte: „Er hat mich umgehauen! Ich glaube, ich war noch nie von einem Sologitarristen so tief beeindruckt wie von ihm - von seiner Musikalität, seiner innovativen Begabung, seinem tief empfundenen Verhältnis zum Instrument. Er setzt die Gitarre ein, wie ich noch nie jemand habe spielen hören - mit erstaunlicher Variationsbreite, großartigem Klang und einzigartiger Stimme."

    Elektrische Gitarre und Schlagzeug nähern sich den Stücken Chopins zunächst sachte, um dann plötzlich mit der harmonischen Explosion eines neuen spektakulären Klangs zu überraschen, den frühere Interpreten Chopins nicht geahnt hätten. Die Synergie von Rock- und klassischer Musik schafft nicht nur neuen Raum für die Künstler, sondern macht das Projekt auch für Liebhaber anderer Musikgenres interessant. Das Projekt schlägt eine Brücke zwischen den Generationen.

    Benefizkonzert zugunsten der Flutkatastrophenopfer in Polen

    Am 24. Juni 2010 um 19.00 Uhr im Großen Saal des Roten Rathauses in Berlin fand ein Benefizkonzert zugunsten der Flutkatastrophenopfer in Polen statt.

     

     

     

    Besuch des Außenministers Radosław Sikorski in Berlin

    Vom 2. Juni bis zum 3. Juni 2010 stattete der polnische Außenminister einen Besuch in Berlin ab.

    Am 2. Juni nahm der Außenminister Sikorski an dem alljährlichen Treffen der deutschen und amerikanischen Alumni des Arthur F. Burns-Fellowship-Programms teil. Während des Treffens hielt R. Sikorski Rede über die polnische Vision der transatlantischen Beziehungen im Bezug auf die internationalen Herausforderungen.

    Am 3. Juni traf sich R. Sikorski mit dem deutschen Außenminister G. Westerwelle. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen Fragen in den deutsch-polnischen Beziehungen sowie der europäischen Integration.

    Treffen der Parlamentspräsidien Deutschlands, Frankreichs und Polens

    Vom 28. Mai bis zum 29. Mai 2010 fand in Essen ein Treffen der Parlamentspräsidien Deutschlands, Polens und Frankreichs statt. Der Bundestagspräsident N. Lammert, der Sejm-Marschall B. Komorowski und der Präsident der Nationalversammlung B. Accoyer sprachen vor allem über die Vertiefung der Kooperation im Rahmen des Weimarer Dreiecks.

    Die Parlamentschefs besprachen auch die Themen der Wirtschaftskrisenbewältigung, der Stabilisierung des Euro, der EU-Finanzperspektive 2014-2020 und der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie verabschiedeten auch eine gemeinsame Erklärung, in der sie betonten, dass sie sich in der Zukunft regelmäßig treffen werden, um im Lichte der Herausforderungen des Vertrags von Lissabon ein Forum für einen kontinuierlichen und intensiven Meinungsaustausch über die Entwicklung der Europäischen Union und den Beitrag der Parlamente zu schaffen. Die Parlamentschefs wollen auch die Zusammenarbeit der Parlamentsausschüsse stärken, vor allem die Kooperation der Europaausschüsse der drei Parlamente sowie die Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament. N. Lammert, B. Komorowski und B. Accoyer vereinbarten auch, dass das nächste Treffen der Parlamentspräsidien Deutschlands, Polens und Frankreichs in Polen im Jahr 2011 stattfinden wird.

    Polnische Lehrkraft für Berlins Schulen

    Am 26. Mai 2010 im Berliner Rathaus fand die Überreichung der Dokumente über den Einsatz einer polnischen Lehrkraft an Berliner Schulen, die ab dem Schuljahr 2010/2011 in Berlin unterrichten wird.

    Der Polnisch-Lehrer wird von Warschau bezahlt, für die Wohnung und Versicherung wird das Bundesland Berlin bezahlen. Die polnische Lehrkraft wird im Polnisch-Unterricht an der Robert-Jungk-Oberschule (Charlottenburg-Wilmersdorf), der Gabriele-von-Bülow-Oberschule (Reinickendorf) und der Albrecht-Dürer-Oberschule (Neukölln) eingesetzt. Zu ihren Aufgaben werden nicht nur Polnisch-Unterricht, sondern auch Verbreitung der Landeskunde.

     

    Ehrenbürgerschaft der Stadt Gdańsk für Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl

    Am 19. Mai 2010 in Ludwigshafen verlieh Stadtpräsident P. Abramowicz die Ehrenbürgerschaft der Stadt Gdańsk dem Bundeskanzler a.D. H. Kohl. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Stadtrat von Gdańsk, der Geburtsstadt der polnischen Freiheitsbewegung „Solidarność", die herausragenden Verdienste H. Kohls um die europäische Einigung und um die deutsch-polnische Versöhnung.

    H. Kohl erhält die Auszeichnung gemeinsam mit dem ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten Tadeusz Mazowiecki, dem ersten nichtkommunistischen Regierungschef Polens. Neben der Ehrenbürgerschaftsurkunde wurde H. Kohl symbolisch auch ein Ratsstuhl von Gdańsk übergeben. T. Mazowiecki wird die Ehrenbürgerschaft am 21. Juni 2010 in Gdańsk in Anwesenheit des polnischen Ministerpräsidenten entgegennehmen.

    Empfang in memoriam Dr. Tomasz Niewodniczański

    Am 17. Mai 2010 fand in den Räumlichkeiten der Botschaft ein Empfang in memoriam Dr. Tomasz Niewodniczański mit dem Ehrengast, Herrn Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie statt.

    Dr. Tomasz Niewodniczański war ein Kernphysiker, Unternehmer und leidenschaftlicher Sammler bedeutender Zeugnisse der polnischen Kultur und der polnischen historischen Kartographie, der seine Sammlung von unschätzbarem Wert dem Warschauer Schloss vermacht hat.

    Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

    Am 14. Mai 2010 im Collegium Polonicum in Słubice unterzeichneten die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und die Adam-Mickiewiz-Universität Poznań eine Vereinbarung zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Die Vereinbarung unterzeichneten der Präsident der Viadrina-Universität, Dr. Gunter Pleuger und der Rektor der UAM, Prof. Bronisław Marciniak.

    Die Hochschulkooperation ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer weiteren Vertiefung der langjährigen Zusammenarbeit und berücksichtigt die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen in polnischen und brandenburgischen Hochschulgesetzsystemen. Die Universitäten wollen ihre Zusammenarbeit in Lehre weiterführen und die Kooperation in Forschung und Entwicklung intensivieren. Es sollen gemeinsame Forschungsprojekte realisiert, Forschungsabhandlungen geschrieben und Konferenzen durchgeführt werden. Die Zusammenarbeit auf allen Etappen der universitären Ausbildung soll erweitert werden.

    Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen 2010 an den polnischen Ministerpräsidenten D. Tusk

    Am 13. Mai 2010 fand in Aachen die feierliche Verleihung des renommierten Internationalen Karlspreises zu Aachen 2010 an den polnischen Ministerpräsidenten D. Tusk statt. Die Laudatio hielt die Bundeskanzlerin A. Merkel.

    Ministerpräsident Tusk wurde als ein herausragender Streiter für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, der für Verständigung, Zusammenarbeit, Solidarität und ein weltoffenes Polen steht, das fest in Europa verankert ist, mit dem renommierten Preis ausgezeichnet.

    Treffen der Außenminister des Weimarer Dreiecks in Bonn

    Vom 26. bis zum 27. April 2010 in Bonn fand das Treffen der Außenminister des Weimarer Dreiecks statt.

    Im Mittelpunkt der Gespräche der Außenminister Polens, Deutschlands und Frankreichs standen die europapolitische Fragen wie die künftige Ausgestaltung der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU, den Stand der EU-Beziehungen zu Russland und die Östliche Partnerschaft 

      

    Der Staatspräsident Lech Kaczyński, seine Gattin Maria
    und die Begleitdelegation sind tot

    Am 10. April 2010 sind der Staatspräsident Lech Kaczyński, seine Gattin Maria und die Begleitdelegation bei einem Flugzeugabsturz bei Smolensk (Russland) tödlich verunglückt.

    Ein Kondolenzbuch wird am 10. April 2010 von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr sowie vom 11. April bis zum 17. April 2010 von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Botschaft der Republik Polen in Berlin ausliegen.

      

    Am 11. April 2010 trug sich die Bundeskanzlerin A. Merkel und ihr Mann
     in das Kondolenzbuch der polnischen Botschaft ein:
     „In tiefer Trauer und mit großer Anteilnahme mit den Familien der Opfer
     und dem ganzen polnischen Volk. Angela Merkel  Joachim Sauer".
     

     

    Auch am 12. April 2010 trug sich der Bundespräsident Horst Köhler
    samt Gattin in das Kondolenzbuch der Polnischen Botschaft ein:

    „Wir trauern mit dem polnischen Volk"





    Am 12. April 2010 trug sich der Bundesaußenminister Guido Westerwelle
     in das Kondolenzbuch der Botschaft der Republik Polen ein:
    „In tiefer Trauer mit dem polnischen Volk:
    Wir verneigen uns vor einem bedeutenden Staatsmann in Dankbarkeit,
    vor seiner Gattin und vor allen Opfern.
    Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen
    mit der Anteilnahme unserer Herzen."

    Studienprogramm in Berlin für die Abgeordneten der PO

    Vom 23. bis zum 25. März 2010 fand in Berlin ein Studienprogramm für die Abgeordneten der PO statt.

    Das Studienprogramm organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung um die Parlamentarier über Grundlagen, Strukturen, Finanzen und Arbeitsschwerpunkte von politischen Stiftungen in Deutschland am Beispiel der Konrad-Adenauer-Stiftung zu informieren. Die Parlamentarier der PO trafen sich auch mit den Bundestagsabgeordneten und den Vertretern von CDU und CSU.

    Berliner Gedenkfeier für Freya von Moltke

    Am 23. März 2010 in Berlin fand Gedenkfeier für die im Januar 2010 verstorbene Freya von Moltke, die mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und dem Prozess der deutsch-polnischen Versöhnung verbunden war, statt. An der Gedenkfeier nahmen u. a. der Bundespräsident H. Köhler, Vizepräsident des Bundestages W. Thierse, die Mitglieder der Familie von Moltke sowie der Botschafter M. Prawda teil.

    In den gehaltenen Reden erinnerte man an F. von Moltke, ihren Lebenswerk und ihr Engagement für die deutsch-polnische Versöhnung, v. a. in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau. Der Botschafter M. Prawda bezog sich auf die Versöhnungsmesse in Kreisau im November 1989 mit der Teilnahme vom Ministerpräsidenten T. Mazowiecki und Bundeskanzler H. Kohl, die zum Symbol des neuen Kapitels in der deutsch-polnischen Beziehungen wurde. Er unterstrich die Bedeutung des Zusammentreffens beider Gesellschaften und bezog sich auf die Gemeinschaft ihrer Schicksäle und Interessen.
    Die Rede des polnischen Botschafters finden Sie hier.

    Treffen der Vertreter der Stiftung „Barka" mit den Vertretern der karitativen Berliner Organisationen

    Am 22. März 2010 wurde durch die Botschaft der Republik Polen in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Landesverband Berlin-Brandenburg-oberschlesische Lausitz e.V. und der Caritas Erzdiözese Berlin ein Treffen der führenden Vertreter der Stiftung „Barka" und der Vertreter zahlreicher karitativer Berliner Organisationen, die Obdachlosen, auch polnischen, Hilfe gewähren, organisiert.

    Die Vertreter der Stiftung „Barka" stellten Grundzüge ihrer Arbeit und die staatlichen sozialen Einrichtungen in Polen vor, vor allem die, die sich um Obdachlose kümmern, aber auch ihre eigene Aktivität auf dem Gebiet der Rückführung und der Integration von Obdachlosen, die sich im europäischen Ausland, besonders in Großbritannien, aufhalten. Die deutschen Organisationen waren in erster Linie an Fragen der Finanzierung der „Barka" - eigenen Projekte und an einer Zusammenarbeit und einer eventuellen Tätigkeitsaufnahme in Berlin durch die Stiftung „Barka" interessiert. Die Gäste aus Polen nutzten die Gelegenheit um zwei der größten Notunterkünfte Berlins zu besuchen, die auch oft polnischen Staatsbürgern Obdach bieten.

    Besuch der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz I. Aigner in Warschau

    Am 11. März 2010 in Warszawa traf sich die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz I. Aigner mit dem polnischen Minister für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung M.Sawicki zusammen.

    Während des Treffens wurden u.a. die Themen der Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik nach dem Jahr 2013 sowie der Bodenschutzlinie besprochen. Beide Minister begrüßten die Tätigkeit der deutsch-polnischen Arbeitsgruppe Bio-GEPOIT im Bereich Bioenergie.

    Offizielle Eröffnung des Chopin-Jahres 2010 in Deutschland: Adam Makowicz und Krzysztof Trzaskowski „Chopin für Zwei Klaviere - Klassik und Jazz"

    Am 17. März 2010 um 20.00 Uhr fand im Konzerthaus Berlin die offizielle Eröffnung des Chopin-Jahres in Deutschland statt. Aus diesem Anlass waren zwei Schirmherren dieser Veranstaltung - der polnische Minister für Kultur und Nationalerbe Bogdan Zdrojewski und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Staatsminister Bernd Neumann anwesend.

    Zwei ausgezeichnete Pianisten, Adam Makowicz und Krzysztof Trzaskowski, präsentierten Chopins Werke in einem ganz neuen Arrangement. Klassik und Jazz, zwei scheinbar verschiedene Konventionen, wurden in Einklang gebracht um den großen Komponisten zu ehren und über die Aktualität seiner Musik zu erinnern.

                       



     

     

    Der Stellvertretende Ministerpräsident Waldemar Pawlak auf der Messe für Informationstechnik CEBIT in Hannover

    Am 3 März 2010 besuchte Waldemar Pawlak Hannover, wo er die Messe CEBIT besichtigte und sich mit dem Ministerpräsidenten Niedersachsens Ch. Wulff traf.

    Der Stellvertretende Ministerpräsident Waldemar Pawlak machte sich mit dem Angebot der Messe bekannt, v. a. mit den 112 polnischen Ausstellern. Er schlug den Veranstaltern offiziell vor, dass Polen in 2-3 Jahren Partner der Veranstaltung sein könnte. Dieses Thema besprach er auch mit dem Ministerpräsidenten Niedersachsens Ch. Wulff, der den Vorschlag annahm und Hilfe anbot. Die beiden Politiker stellten fest, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen Polen und Niedersachsen bisher gibt.

     

    Gemeinsame Sitzung der parlamentarischen EU-Ausschüsse des Weimarer Dreiecks

    Vom 22. Februar bis zum 23. Februar 2010 in Berlin fand die gemeinsame Sitzung der parlamentarischen EU-Ausschüsse des Weimarer Dreiecks, d.h. Polens, Deutschlands und Frankreichs statt.

    Die Arbeit der Parlamentarier konzentrierte sich auf die aktuellen EU-Fragen, d.h. auf die Rolle der nationalen Parlamente auf der Basis der neuen rechtlichen Grundlagen des Vertrages von Lissabon, die EU-Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik sowie die Maßnahmen zur Krisenüberwindung und die neue EU-Wirtschaftsstrategie „Europa 2020".

     Diskussion über die aktuellen deutsch-polnischen Beziehungen

    Am 2. März 2010 im Sitz der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin fand die Diskussion über die aktuellen deutsch-polnischen Beziehungen statt mit der Teilnahme der Staatsministerin im Auswärtigen Amt C. Pieper und der Leiterin der Abteilung für West- und Nordeuropa im Außenministerium der Republik Polen A. Walter-Drop.

    Die Gastrednerinnen gingen dabei besonders auf die Zusammenarbeit im Rahmen des Weimarer Dreiecks und auf die Institutionalisierung der bilateralen Beziehungen auf verschiedenen Ebenen ein. Weitere Themen waren die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit auf den Feldern der Östlichen Politik, der Energiepolitik und der Innenpolitik der Europäischen Union

    Privatisierungspläne für das Jahr 2010

    Im Rahmen des Gesamtprogramms (2008-2011) der Privatisierung der Wirtschaft Polens sind für das Jahr 2010 über 600 staatseigenen Gesellschaften zur Privatisierung vorgesehen. Die wichtigsten zu privatisierenden Wirtschaftszweige umfassen die Energiewirtschaft, die Finanzinstitutionen und den Chemiesektor. Das Staatsschatzministerium (MSP) hat 29 Gesellschaften als Schlüsselprojekte für das Jahr 2010 ausgewählt.

    Die näheren englischsprachigen Auskünfte diesbezüglich befinden sich auf der Webseite des MSP http://www.msp.gov.pl/portal/en/6/766/Privatisation_plan_for_the_years_20082011.html

    Beiliegend die Liste der Schlüsselprojekte für das Jahr 2010:

     

    No.

    Company

    Branch

    Treasury's stake
    /stake for sale

    Procedure

    1.

    Enea S.A.

    Energy

    76.48%/67.05%

    Sale on the WSE/negotiations

    2.

    Tauron Polska Energia S.A.

    Energy

    88.65%/10-35%

    Sale on the WSE

    3.

    PGE Polska Grupa Energetyczna S.A.

    Energy

    85%/10-35%

    Sale on the WSE

    4.

    Energa S.A.

    Energy

    91.28%/82.63%

    Negotiations

    5.

    ZE PAK S.A. (Zespół Elektrowni Pątnów-Adamów-Konin S.A.)

    Energy

    50%/50%

    Negotiations

    6.

    EC Zabrze S.A. (Elektrociepłownia Zabrze S.A.)

    Energy

    100%/85%

    Negotiations

    7.

    LW Bogdanka S.A.

    Hard coal mine

    60.53%/51%

    Public offer

    8.

    KWB Adamów S.A. (Kopalnia Węgla Brunatnego Adamów S.A.)

    Lignite mine

    100%/85%

    Negotiations

    9.

    KWB Konin S.A. (Kopalnia Węgla Brunatnego Konin S.A.)

    Lignite mine

    100%/85%

    Negotiations

    10.

    WZK Victoria S.A. (Wałbrzyskie Zakłady Koksownicze Victoria S.A.)

    Coke works

    100%/85%

    Negotiations

    11.

    The Warsaw Stock Exchange (GPW
    w Warszawie S.A.)

    Stock exchange

    98.82%/51%-73.82%*

    To be decided

    12.

    The Mint of Poland (Mennica Polska S.A.)

    Securities

    31.64%/31.64%

    Public procedure

    13.

    First Chemical Group: Ciech S.A., ZAK S.A. and ZAT S.A. (Zakłady Azotowe w Tarnowie S.A.)

    Chemical

    36.68%/36.68%, 86.28%/85%, 52.56%/52.15%

    Negotiations

    14.

    ZA Puławy S.A. (Zakłady Azotowe Puławy S.A.)

    Chemical/nitrogen works

    50.68%/50.12%

    Public procedure

    15.

    Zakłady Chemiczne Police S.A.

    Chemical works

    59.41%/59.23%

    Public procedure

    16.

    Grupa Lotos S.A.

    Petroleum

    53,19%/**

    Lock-up**

    17.

    KiZCS Siarkopol S.A. (Kopalnie i Zakłady Chemiczne Siarki Siarkopol
    w Grzybowie S.A.)

    Sulphur mine
    and works

    100%/85%

    Public procedure

    18.

    ZGH Bolesław S.A. (Zakłady Górniczo-Hutnicze Bolesław S.A.)

    Metallurgy
    /mining

    100%/85%

    Sale on the WSE
    /negotiations

    19.

    Centrozłom Wrocław S.A.

    Metallurgy/metal processing

    100%/85%

    Negotiations

    20.

    BGŻ S.A. (Bank Gospodarki Żywnościowej S.A.)

    Banking

    37.2%/37.2%

    Council of Ministers consent
    /negotiations

    21.

    TP S.A. (Telekomunikacja Polska S.A.)

    Telecommunications

    4.15%/4.15%

    Sale on the WSE

    22.

    Poznań International Fair (Międzynarodowe Targi Poznańskie Sp. z o.o.)

    International fair

    60%/up to 60%

    To be decided

    23.

    Ruch S.A.

    Press & FMCG distributor

    56.86%/up to 56.63%

    Sale on the WSE
    /negotiations

    24.

    Dipservice w Warszawie S.A.

    Property management

    100%/up to 85%

    To be decided

    25.

    TON Agro S.A. (Towarzystwo Obrotu Nieruchomościami Agro S.A.)

    Property management

    100%/up to 100%

    To be decided

    26.

    H. Cegielski Poznań S.A.

    Machine

    100%/85%

    Negotiations

    27.

    Nitroerg S.A.

    Defence

    100%/85%

    Auction

    28.

    Intraco S. A.

    Services/property management

    100%/up to 85%

    To be decided

    29.

    GAT S.A. (Gliwicka Agencja Turystyczna S.A.)

    Services/tourism

    100%/100%

    Auction

    * new privatisation strategy to be developedas

    ** a 180-day lock-up as part of a transaction finalised in January 2010

    Deutsch-polnisches Rundtischgespräch in Berlin

    Am 11. Februar 2010 fand in Berlin das Rundtischgespräch zur Förderung der deutschen Minderheit in Polen und der polnisch-stämmigen Mitbürger in Deutschland statt. Der Staatssekretär im BMI Ch. Bergner lud seinen polnischen Amtskollegen T. Siemoniak zum Gespräch unter dem Titel "Bilanz und Perspektiven des deutsch-polnischen Freundschafts- und Nachbarschaftsvertrages von 1991" ein. Beiden Staatssekretären ging es vor allem darum, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, deren Belangen das Gespräch dienen sollte, nämlich die Vertreter des Konvents der Polnischen Organisationen in Deutschland und des Bundes der Polen in Deutschland sowie des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen. Mit am Tisch saßen außerdem Mitarbeiter des Innen- und des Außenministeriums und der Kanzlei des Ministerpräsidenten der Republik Polen sowie der polnischen Botschaft in Deutschland, des Auswärtigen Amtes, des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Bundesministeriums des Innern.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Analyse der Situation der polnischen Gruppen in Deutschland und der deutschen Minderheit in Polen. Insbesondere wurden die Erwartungen der polnischen Gruppe und der deutschen Minderheit sowie Wege zu einer weiter vertieften Zusammenarbeit thematisiert. Es soll als Beginn eines langen Prozesses verstanden werden. Dieser Prozess soll mit Hilfe einer zu entwickelnden "Roadmap" konstruktiv gestaltet werden, die vor allem regelmäßige weitere Zusammenkünfte im Format dieses ersten Treffens vorsieht. Inhaltlich wird die Errichtung einer Arbeitsgruppe für den Themenkreis der Erinnerungskultur, der Rehabilitierung der Opfer des Nationalsozialismus und der Entwicklung des Status der polnischen Gruppe in Deutschland angestrebt. Außerdem ist eine vertiefte Erörterung der Möglichkeiten des schulischen Sprachunterrichts in beiden Ländern geplant sowie die Entwicklung von Projekten, die sich für eine deutsch-polnische Gemeinschaftsförderung eignen.

     

     

    Abschied von Krzysztof Skubiszewski

    Am 8. Februar 2010 starb Krzysztof Skubiszewski, der erste Außenminister Polens nach 1989.

    Lange Jahre war er das Gesicht des demokratischen Polens im Ausland. Ein humorvoller Polyglott und freiheitsliebender Intellektueller aus dem Umfeld der Solidarność entschied sich in der Regierung des ersten nichtkommunistischen Ministerpräsidenten Polens T. Mazowiecki anzutreten. Die deutsch-polnische Versöhnung war ihm ein besonderes Anliegen. Er verhandelte die Verträge zwischen Deutschland und Polen mit und prägte den Begriff der "deutsch-polnisschen Interessengemeinschaft". Er war auch ein Mitgründer des Weimarer Dreiecks

     

    Unterstaatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Dr. Marian Zalewski besuchte „ Fruit Logistica 2010" und „Freshconex 2010"

    Am 3. Februar 2010 besuchte der Unterstaatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Dr. Marian Zalewski Berlin um an „ Fruit Logistica 2010" und „Freshconex 2010" teilzunehmen.

    Dr. Marian Zalewski eröffnete feierlich zusammen mit dem Präsident des Verbandes den Polnischen Gärtnern, Herrn Mirosław Maliszewski und dem Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Herrn Dr. Marek Prawda, den polnischen nationalen Stand. In diesem Jahr nahmen an den Messen schon 45 polnischen Firmen teil.

     

    Minister Sawicki auf der Internationalen Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau 2010 „Grüne Woche"

    Am 14. Januar 2010 besuchte polnische Delegation vom Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung unter der Leitung von Minister M. Sawicki Berlin. Das Ziel des Besuches war die feierliche Eröffnung der Internationalen Landwirtschaftsmesse „Grüne Woche" 2010.

    Am 15. Januar 2010 besuchte Minister Sawicki den polnischen Stand, wo er die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz I. Aigner empfing.

    Das 2. politische Treffen der Oderpartnerschaft

    Am 13. Januar 2010 fand in Potsdam auf Einladung vom Ministerpräsidenten Brandenburgs Matthias Platzeck das 2. politische Treffen der Oderpartnerschaft statt.

    Die am Treffen teilnehmenden Marschälle und Woiwoden von Niederschlesien, Lubuskie, Großpolen und Westpommern und Ministerpräsidenten von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, der Oberbürgermeister von Berlin und der Vertreter Sachsens beim Bund, sowie die Ko-Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für Regionale und Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Stellvertreter des Botschafters der Republik Polen in Berlin und der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau sprachen sich für die Erarbeitung konkreter Schritte für die stärkere Kooperation in den Bereichen Verkehr, Wissenschaft und Forschung bis Herbst dieses Jahres.

    Tomasz Niewodniczański ist gestorben

    Am 3. Januar 2010 in Bitburg starb Tomasz Niewodniczański, ein Kunstsammler, der seine Sammlung alter polnischer Karten und Handschriften von unschätzbarem Wert dem Warschauer Schloss schenkte.

    Polnische Botschaft hat in tiefer Trauer vom Tode von T. Niewodniczański erfahren.

    Freya von Moltke ist gestorben

    Am 1. Januar 2010 starb in den USA Freya von Moltke, eine deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Mitglied des Kreisauer Kreises, Schriftstellerin. Seit 1990 mit der Stiftung Kreisau verbunden, die sich mit dem internationalen Jugendaustausch befasst.

    F. von Moltke wurde u.a. mit dem Adam-Mickiewicz-Preis für Versöhnung und Zusammenarbeit in Europa 2009 ausgezeichnet. Polnische Botschaft hat in tiefer Betroffenheit vom Tode von F. von Moltke erfahren.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Print Print Share: