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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen, treu sein

     

  • 2008

  • Werbebanner mit Neujahrswünschen an dem alten Botschaftsgebäude Unter den Linden in Berlin

    Am 19. Dezember 2008 um 12.00 Uhr wurde an dem alten Botschaftsgebäude Unter den Linden im Zentrum Berlins ein Werbebanner mit Neujahrswünschen angebracht: „Ein frohes Neues Jahr 2009 wünschen Nachbarn". Einen Bezug auf Polen bilden das Logo 2009, das auf die Besonderheit des kommenden Jahres anspielt, sowie die Internetadressen des Polnischen Instituts, der Botschaft der Republik Polen in Berlin, des Zentrums für Historische Forschung sowie des Polnischen Fremdenverkehrsamtes.

    Das Werbebanner ist ein Teil der Werbemaßnahmen, die mit den für Polen und Deutschland wichtigen Jahrestagen im Jahr 2009 verbunden sind

    Europäischer Bürgerrechtspreis für Herrn Prof. W.Bartoszewski

    Am 18. Dezember 2008 in Berlin fand feierliche Verleihung des Europäischen Bürgerrechtspreises der Sinti und Roma an Herrn Prof. W. Bartoszewski statt.

    Prof. Bartoszewski ist erster Preisträger der Sinti und Roma Auszeichnung. Er wurde für sein Engagement für die Anerkennung und Gleichstellung der Holocaust-Opfer der Sinti und Roma gewürdigt.

    Feierliche Verleihung des Förderpreises des Botschafters der Republik Polen

    Erstmals haben das Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften und die polnische Botschaft am 16. Dezember 2008 den Förderpreis des Botschafters der Republik Polen für herausragende innovative Dissertationen und Abschlussarbeiten aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften zur polnischen Geschichte und den deutsch-polnischen Beziehungen verliehen. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und des Dialogs insbesondere zwischen Vertretern der jüngeren Generationen beider Länder.

    Die internationale siebenköpfige Jury unter Vorsitz des polnischen Historikers und Direktors des Zentrums für Historische Forschung Berlin, Robert Traba, bewertete das fachliche Niveau der Arbeiten als ausgesprochen hoch. Unter den insgesamt 20 vorgeschlagenen Dissertationen und Magisterarbeiten, die innerhalb des akademischen Jahres 2007/08 an den Hochschulen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eingereicht worden waren, befanden sich eine Reihe von exzellenten historiographischen, kulturwissenschaftlichen und soziologischen Beiträgen. Traba hob hervor, dass „besonders die Vielfalt der Ansätze wie auch behandelten Themen und Fragestellungen beeindruckend waren". Die Forschungsthemen seien vorrangig im 20. Jahrhundert angesiedelt gewesen, wobei insbesondere die Problematik des Zweiten Weltkriegs und seiner Folgen einen Schwerpunkt darstellte. Darüber hinaus lagen beispielsweise Arbeiten über das Gesandtschaftswesen und den diplomatischen Dienst Sachsens im 18. Jahrhundert, das Jüdische Historische Institut in Warschau in der Nachkriegszeit oder auch über einen Vergleich der Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Deutschland und Polen vor. Der polnische Botschafter Marek Prawda zeigte sich erfreut über das große Interesse junger Deutscher an der Geschichte des Nachbarlandes.

    Die frühere Bundestagspräsidentin und amtierende Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung, Rita Süssmuth, nahm eine Würdigung des Förderpreises im Kontext der deutsch-polnischen Wissenschaftskooperationen vor. Im Vorfeld der Preisverleihung hielt Robert Traba seine Antrittsvorlesung als Honorarprofessor für Geschichte und Kultur Polens an der Freien Universität Berlin.

    Preisträger des Förderpreises des Botschafters der Republik Polen

    1. Preis in der Kategorie Dissertation

    Miriam Yegane ARANI:

    Fotografische Selbst- und Fremdbilder von Besatzern und Besetzten während des Zweiten Weltkriegs am Beispiel der Fotografien von Polen und Deutschen während der nationalsozialistischen Besatzung 1939-1945 in Poznań/ Posen und Wielkopolska/ Großpolen (sog. Reichsgau Wartheland)

    (Dissertation, Universität der Künste Berlin, 2008)

    2. Preis in der Kategorie Dissertation

    Jan MUSEKAMP:

    Zwischen Stettin und Szczecin. Metamorphosen einer Stadt zwischen 1945 und 2005

    (Dissertation, Kulturwissenschaftliche Fakultät der Europa-Universität Viadrina, 2008)

    3. Preis in der Kategorie Dissertation

    Hella DIETZ:

    Von der Opposition der Werte zu den Werten der Opposition. Eine pragmatische Rekonstruktion der zivilgesellschaftlichen Opposition in Polen

    (Dissertation, Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt, 2007)

    2 Förderpreise des Botschafters der Republik Polen in der Kategorie Magisterarbeit

    Roland BORCHERS:

    Die NS- ‚Volkstumspolitik'. Die Ermordung und Aussiedlung der lokalen Bevölkerung in den ersten Monaten des Zweiten Weltkriegs am Beispiel des Kreises Berent/ Kościerzyca in Danzig-Westpreußen/ Pomorze

    (Magisterarbeit, Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, 2008)

    Stephan STACH:

    Das Jüdische Historische Institut in Warschau 1947-1968

    (Magisterarbeit, Historisches Institut der Universität Leipzig, 2008)  

     

    Treffen der Innenminister aus Deutschland und Polen anlässlich des ersten Jahrestages des Beitritts Polens dem Schengen-Raum

    Am 14.Dezember 2008 in Zgorzelec und Görlitz trafen sich die Innenminister Polens und Deutschlands anlässlich des ersten Jahrestages der Osterweiterung des Schengen-Raumes.

    Beide Minister zogen positive Bilanz der Abschaffung der Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Polen sowie betonten, dass die Befürchtungen der in der grenznahen Gebieten lebenden Menschen grundlos waren. Sie wiesen auch darauf hin, dass sich die Zusammenarbeit der Länder des Schengen-Raumes gut entwickelt.

    Besuch des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten Radosław Sikorski in Deutschland

    Vom 5. bis zum 6. Dezember 2008 besuchte der Minister für Auswärtige Angelegenheiten Radosław Sikorski Deutschland.

    Während des Aufenthalts traf sich der Minister Sikorski am 5. Dezember in Berlin mit dem Bundesminister des Auswärtigen F.-W.Steinmeier. Beide Minister besprachen die wichtigsten europäischen und internationalen Fragen sowie den Stand der deutsch-polnischen Beziehungen. Sie hielten auch die Reden im Rahmen des XIII. Deutsch-Polnischen Forums. Am 6. Dezember fand der private Teil des Besuchs von Minister Sikorski statt. Er war bei dem Minister Steinmeier zu Hause zu Gast. Beide Minister fuhren auch nach Potsdam, wo sie Weihnachtsmarkt besuchten.

    XIII. Deutsch-Polnisches Forum

    Am 5. Dezember 2008 fand XIII. Deutsch-Polnisches Forum statt.

    Das Forum eröffneten offiziell die Ko-Vorsitzenden G.Schwan und I.Lipowicz. Die Diskussion konzentrierte sich auf die deutsch-polnischen Beziehungen nach der Erweiterung des Schengen-Raumes, Europäische Nachbarschaftspolitik sowie Grundlagen einer europäischen Sicherheitspolitik. Zum Schluss des Forums hielten der Minister für Auswärtige Angelegenheiten R.Sikorski und Bundesminister des Auswärtigen F.-W.Steinmeier die Reden.

    Gesprächsforum der Robert Bosch Stiftung "Deutschland und Polen in Europa"

    Vom 5. bis zum 6. Dezember 2008 fand in Berlin das Gesprächsforum der Robert Bosch Stiftung "Deutschland und Polen in Europa" statt.

    An dem Forum nahmen u.a.der Ministerpräsident des Landes Brandenburg M.Platzeck und die Ministerin für nationale Bildung K.Hall teil. Schwerpunktthema der Diskussion war "Bildung und Arbeitsmarkt - auf dem Weg zu einer europäischen Wissenschaftsgesellschaft".

    Seminar zu den deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen

    Am 2. Dezember 2008 organisierte die Botschaft der Republik Polen in Berlin in der Zusammenarbeit mit Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. ein Seminar, das den polnisch-deutschen Beziehungen gewidmet wurde.

    Der Botschafter Dr. Marek Prawda sprach über die aktuelle politische Situation in Polen und den Stand der deutsch-polnischen Beziehungen. Der Botschaftsrat Zbigniew Kostecki schilderte die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen mit der Berücksichtigung der Erscheinungen auf dem Arbeitsmarkt im Kontext der existierenden Beschränkungen beim Zugang zu dem deutschen Arbeitsmarkt. Das Seminar wurde vom Herrn Walter Momper, Präsidenten des Abgeordnetenhauses Berlin moderiert.

     

     

    Feierliche Übergabe des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der Republik Polen an Herrn Matthias Flügge

    Am 24.11.2008 wurde Herrn Matthias Flügge vom polnischen Gesandten Wojciech Pomianowski das Kavalierkreuz des Verdienstordens der Republik Polen feierlich überreicht.

    Herr Flügge beschäftigte sich als Kunstkritiker und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift „neue bildende kunst" mit der zeitgenössischen Kunst aus Mittel- und Osteuropa und darunter mit der Kunst aus Polen. Das Kunstmagazin „neue bildende kunst" widmete der Kunst aus dieser Region Europas viele Beiträge. Herr Flügge bahnte Kontakte zu polnischen Kulturinstitutionen und Künstlern an. Das Ergebnis seiner vielseitigen Tätigkeit war unter anderem die Mitte der 90-er Jahre von ihm organisierte Ausstellung unter dem Titel „Riß im Raum". Die im Martin-Gropius-Bau platzierte Ausstellung präsentierte die Positionen der zeitgenössischen Kunst aus Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei nach 1945. 2004 - im Jahre der EU-Erweiterung widmete er sich erneut diesem Thema. In der Akademie der Künste, derer Vizepräsident er jahrelang war, zeigte er in der Ausstellung „E.U. positive" die Werke der Künstler aus den Beitrittsländern. Durch seine Aktivitäten trug er dazu bei, dass das Interesse an der Kunst aus Polen wuchs.

    Zu der Feierstunde versammelten sich 50 Personen. Die Laudatio hielt der Künstler Mark Lammert.

    29. Sitzung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit

    Vom 19. bis zum 20. November 2008 in Berlin fand 29. Sitzung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit statt. Die Sitzung führten die Kovorsitzenden der Kommission - P.Stachańczyk, der Unterstaatssekretär im Ministerium für Innere Angelegenheiten und Verwaltung und R.Mafael, Beauftragter für Grundsatzfragen der EU-Außenbeziehungen sowie der Beziehungen zu den Mitgliedstaaten der EU im Auswärtigen Amt.

    Im Mittelpunkt der Gespräche standen u.a.:

    • - Fragen der grenznahen Zusammenarbeit der medizinischen Rettungsdienste;
    • - künftige Entwicklung der Wasserstraßen im Grenzgebiet;
    • - Verbesserung der Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Polen;
    • - Zusammenarbeit der Polizeien und Zolldienste;
    • - illegale Mülltransporte.

    Die Kommission wurde auch über die geplante grenznahe und regionale Zusammenarbeit im Rahmen der Oder-Partnerschaft informiert. Die Sitzungsteilnehmer besprochen die Frage der neuen Arbeitsformel der Kommission, die zur größeren Effizienz und Effektivität beitragen soll. Man stellte fest, dass die nächste Sitzung der Kommission findet im September 2009 in Szczecin.

    Feierliche Übergabe des Verdienstkreuzes in Gold an Frau Dr. Stefanie Peter, 18.11.2008

    Am 18. November 2008 wurde in der polnischen Botschaft Frau Dr. Stefanie Peter ausgezeichnet. Das Verdienstkreuz in Gold wurde ihr durch den polnischen Botschafter, Dr. Marek Prawda übergeben.

    Frau Peter ist mit Polen seit frühen 90er Jahren verbunden. Ihre Aktivitäten reichen von journalistischen Beiträgen über Polen für die deutschen Zeitungen über Projektarbeit bis zur wissenschaftlichen Tätigkeit. Ihre Dissertation schrieb sie über die polnische Gedächtniskultur und den Katholizismus in Polen. An der Europa-Universität Viadrina arbeitete sie an der Fakultät für Kulturwissenschaften. 2004-2007 leitete sie das von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Büro „Kopernikus". Begleitend zum Deutsch-Polnischen Jahr ging die Tätigkeit des Büros weit über die Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres hinaus. Dank der Aktivitäten des Büro „Kopernikus" wurden viele Kontakte zwischen deutschen und polnischen Kultureinrichtungen und Künstlern aus verschiedenen Regionen Deutschlands und Polens hergestellt. Die Publikation „Alphabet der polnischen Wunder" mit über 130 Beiträgen zu Polen ist eins der Ergebnisse dieser Arbeit. Zurzeit arbeitet Frau Peter im Auftrag des Goethe-Institutes und in Kooperation mit dem Polnischen Institut in Berlin im Projekt der Städte Berlin, Warschau und Bombay unter dem Titel „Verheißung der Stadt".

    Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe „Europa - ein unvollendetes Abenteuer"
     


    Am 20. November 2008 organisierten das Polnische Institut Berlin und die Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund eine Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe „Europa - ein unvollendetes Abenteuer: Die EU und die USA nach den amerikanischen Wahlen - neuer Präsident, neue Perspektiven" mit Janusz Onyszkiewicz, Verteidigungsminister a.D. und Stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, Dr. Gunter Pleuger, Präsident der Europa-Universität Viadrina und Botschafter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen a.D. sowie William Boston, US-Korrespondent in Deutschland, u.a. für Wall Street Journal, AFP und Reuters. Die Disskusion moderierte Gerd Appenzeller, Redaktionsdirektor Der Tagesspiegel

    Verleihung des Preises der Deutschen Gesellschaft an Prof. Władysław Bartoszewski

    Am 12. November 2008 in Berlin wurde der Preis der Deutschen Gesellschaft für Verdienste um die europäische Verständigung an Herrn Prof. Władysław Bartoszewski übergeben.

    W.Bartoszewski wurde für seinen Einsatz um die Vermittlung zwischen Christen und Juden sowie zwischen Polen und Deutschen geehrt. Laudatio hielt der ehemalige Bundespräsident R. von Weizsäcker.

    Treffen des Ministerpräsidenten Donald Tusk mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank

    Am 12. November 2008 in Frankfurt am Main traf sich der polnische Ministerpräsident D.Tusk mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank J.-C.Trichet.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen der Einführung der Währung Euro in Polen.

    Masowische Tage in Sachsen-Anhalt

    Vom 5. bis zum 8. November 2008 in Magdeburg fanden Masowische Tage statt, die von dem Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff in Anwesenheit von dem Vizemarschall der Wojewodschaft Masowien Stefan Kotlewski eröffnet wurden.

    Auf dem Programm stand die feierliche Eröffnung der Jahrestagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband unter dem Motto "Nachbarschaft in der Mitte Europas" von dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt W.Böhmer und von dem Marschall der Wojewodschaft Masowien A.Struzik. Es waren auch zahlreiche Arbeitstreffen, Präsentationen der Wojewodschaft und Konferenzen sowie Ausstellungen geplant. Zum Abschluß der Masowischen Tagen in Sachsen-Anhalt fand ein Flügel-Konzert in der Ausführung von Karol Radziwinowicz statt

     Einweihung der Günter-Särchen-Straße in Magdeburg

    Am 4. November 2008 in Magdeburg erfolgte die feierliche Benennung einer der Hauptstraßen der Stadt nach Günter Särchen, einer der größten Vorreiter für die deutsch-polnische Verständigung und Versöhnung.

    G.Särchen war ein Mitbegründer der "Aktion Sühnezeichen". In den 60er Jahren setzte er sich für die deutsch-polnische Verständigung ein. Er organisierte die Pilgerfahrten der deutschen Jugend nach Polen sowie die Polenseminaren in Magdeburg und bereitete die Hefte über die östlichen Nachbarn Deutschlands vor.

    Der 2004 verstorbene G.Särchen wurde für seine Verdienste durch die polnischen Auszeichnungen gewürdigt

    Feierliche Übergabe des Verdienstkreuzes in Silber an Herrn Thomas Krüger, Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung und des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der Republik Polen an Herrn Stephan Stroux, Regisseur, am 29.10.2008

    Am 29.10.2008 in der Botschaft der Republik Polen fand die feierliche Übergabe des Verdienstkreuzes in Silber an Herrn Thomas Krüger und des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der Republik Polen an Herrn Stephan Stroux statt.

    Thomas Krüger, geb. in der ehem. DDR engagierte sich als DDR-Bürger in der Kirche von Unten, pflegt bereits vor 1989 Kontakte zu polnischen Oppositionellen und interessierte sich für die polnische Kultur. Nachdem er 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wurde, initiierte er, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Wege zum Nachbarn", über Polen und deutsch-polnische Beziehungen. Themen der Veranstaltungen waren Politik, Gesellschaft und Geschichte. Thomas Krüger beteiligte sich an vielen dieser Treffen persönlich als Referent oder Moderator. 2005 im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres unterstützte die bpb die 29. Leipziger Jazztage. Gast dieser Veranstaltung war Polen und polnische Musik. Die Konzerte erfreuten sich großen Erfolgs beim Publikum und Medien. Bald wird auf Initiative von Herrn Krüger das bpb-Portal http://www.eurotopics.net/ um die Informationen in der polnischen Sprache erweitert.

    Stephan Stroux unternahm erste Kontakte zu Polen im Jahre 1966, als er eine Ko-Regieassistenz mit Erwin Axer bei der Inszenierung des Stückes über Auschwitz „Ermittlung von Peter Weiss" führte. Seine damaligen Erfahrungen eines Deutschen in Polen prägten seine spätere Arbeit in anderen Kulturen. Er lernte es mit den Augen der anderen ihre Welt zu sehen und auf diese Weise sowohl andere Kulturen als eigene Kultur zu respektieren. Einzelne Projekte führten ihn erneut nach 2000 in den deutsch-polnischen Kontext. 2005 wurde er durch das Goethe Institut dazu aufgefordert Projekte im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres durchzuführen. Es entstand der multimediale Spektakel „Virtuelle Brücke in der Weichsel" über den Warschauer Aufstand. Die Inszenierung haben in Warschau Tausende Zuschauer miterlebt. Die Mitglieder der Gruppe „Bando", die in Warschau mitgewirkt hat, bereitete für die Feierstunde eine kurze musikalische Performance. Für die Zukunft plant Herr Stroux weitere deutsch-polnische Projekte.

    Feierliche Übergabe des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der Republik Polen an Herrn Wolfgang Peter Templin



    Am 17.10.2008 in der Botschaft der Republik Polen fand die feierliche Übergabe des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der Republik Polen an Herrn Wolfgang Peter Templin, einen ehemaligen Oppositionellen in der DDR statt. Herr Templin war seit seinem Aufenthalt in Polen, Mitte der 70er Jahre, mit der polnischen Opposition verbunden. Nach seiner Rückkehr in die DDR unterhielt er Kontakte zu polnischen Kollegen und engagierte sich in die Arbeit der in der DDR tätigen informellen Gruppen. 1986 gründete er mit anderen deutschen Kollegen Initiative Frieden und Menschenrechte. Die Initiative leistete einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Wende in Mittel- und Osteuropa. Ende der 80er Jahre wurde Herr Templin für staatsfeindliche Tätigkeit aus der DDR ausgewiesen. Nach der Wende beteiligte er sich an der Vorbereitung des deutschen Runden Tisches. Herr Templin betonte immer die Rolle der polnischen Opposition in der Vorbereitung der Wende und der Reformprozesse in Mittel- und Osteuropa. Auch heute ist er im deutsch-polnischen Kontext aktiv, schreibt über die deutsch-polnischen Beziehungen, organisiert Diskussionen und Konferenzen zu diesem Thema und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur weiteren Annäherung zwischen Deutschland und Polen.

    Text der Rede von Basil Kerski, Chefredakteur des Magazins DIALOG, auf Wolfgang Peter Templin

    Feierliche Übergabe des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der Republik Polen an Frau Wanda Fethke-Großmann

    Am 16.10.2008 wurde Frau Wanda Fethke-Großmann das Kavalierkreuz des Verdienstordens der Republik Polen übergeben.

    Frau Fethke-Großmann ist Witwe des 1980 verstorbenen Regisseurs, Jan Fethke, der in Deutschland und in Polen tätig war. Jan Fethke schuf in Deutschland vor dem Krieg u. a. folgende Filme: „Mutter Krausens Fahrt ins Glück" und „Jenseits der Straße". Frau Fethke-Großmann unterstützte ihren Mann als Regisseur und arbeitete mit ihm bei Dreharbeiten. Nach seinem Tod initiierte sie zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an Herrn Fethke und nahm an vielen teil, um die Erinnerung an ihn und seine künstlerische Tätigkeit aufrechtzuerhalten. Sowohl Herr Fethke als auch Frau Fethke-Großmann beteiligten sich aktiv am Leben der in Deutschland lebenden Polen und unterstützten auf diese Weise die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen. Frau Fethke-Großmann nimmt weiterhin am polnischen Leben in Berlin teil.

    Deutsch-polnische Konferenz über die Zusammenarbeit der Familienrichter und Mediatoren

    Vom 13. bis zum 16. Oktober 2008 fand an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder deutsch-polnische Konferenz über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Familienrichter und Mediatoren im Bereich des Familienrechtes statt.

    Die Konferenz wurde von der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und von dem polnischen Justizminister Prof. Zbigniew Ćwiąkalski eröffnet. Man besprach die Gesetzgebung und die Praxis der Lösung der Familienkonflikte in Deutschland und in Polen sowie das Thema der Kinderentführungen durch Eltern. Man stellte auch die Effekte der Kooperation von deutsch-polnischen Mediatoren vor.

    Wir trauern um Peter Bender

     


     

    Mit grosser Trauer haben wir die Nachricht vom Tod Peter Benders, des unermüdlichen  Verfechters der Willy-Brandt-Ostpolitik und treuen Begleiters und Förderers der deutsch-polnischen Annäherung aufgenommen.

    Peter Bender ist 1923 in Berlin geboren. Sein berufliches Leben fing er 1954 als Journalist an. In den Jahren 1961-1970 war er Redakteur und Kommentator beim WDR, 1970-1988 dessen Berlin-Korrespondent. Seit 1973 bis 1975 war Peter Bender auch als ARD- Korrespondent (Hörfunk) in Warschau tätig, was sich auf der Ebene der deutsch-polnischen Beziehungen auf eine überzeugende Art und Weise widerspiegelte und ihn zu einer wichtigen Persönlichkeit innerhalb  der deutsch-polnischen Beziehungen machte. Denn Peter Bender gehörte sowohl  damals als auch später zu den hartnäckigsten Verfechtern der deutsch-polnischen Versöhnung und Annäherung.  

    Unser Beileid gilt der nächsten Familie von Peter Bender, die nun seinen Verlust zu beklagen hat, ebenso allen Angehörigen und Freunden.  Wir wünschen allen viel Kraft, um diesen Verlust zu ertragen.

    Wir alle, Polen und Deutsche,  haben ihm viel zu verdanken und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

     

     

    Karl-Dedecius-Preis der Robert Bosch Stiftung für polnische Übersetzer deutscher Literatur und deutsche Übersetzer polnischer Literatur
     


    Robert Bosch Stiftung verleiht den Karl-Dedecius-Preis 2007
    an Martin Pollack und Tadeusz Zatorski

     


    Der zum dritten Mal verliehene Karl-Dedecius-Preis der Robert Bosch Stiftung für polnische und deutsche Übersetzer geht 2007 an Martin Pollack und Tadeusz Zatorski. Beide werden für herausragende Übersetzungen ausgezeichnet und für ihre Vermittlungsarbeit zwischen den Nachbarländern geehrt. Die Preisträger waren von einer deutsch-polnischen Jury unter dem Ehrenvorsitz von Karl Dedecius vorgeschlagen worden. Der Preis ist mit je 10.000 Euro dotiert und wird abwechselnd in Deutschland und Polen verliehen. Die diesjährige Preisverleihung veranstaltet das Deutsche Polen-Institut am 1. Juni 2007 in Darmstadt.   M e h r ....

    Besuch des Ministerpräsidenten Donald Tusk in Berlin

    Am 9. Oktober 2008 besuchte der polnische Ministerpräsident D. Tusk Berlin.

    Ministerpräsident Tusk traf sich mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Vorbereitungen des Europäischen Rates im Oktober 2008.

    Treffen des Bundestagspräsidenten N.Lammert mit dem Sejmmarschall B.Komorowski

    Vom 11. bis zum 12. Oktober 2008 in Gdańsk traf sich der Bundestagspräsident N.Lammert mit dem Sejmmarschall B.Komorowski.

    Bundestagspräsident Lammert und Marschall Komorowski besprachen den Vorschlag, am Reichstagsgebäude eine Gedenktafel, die den Beitrag der polnischen Gewerkschaft "Solidarność" für die Überwindung der europäischen Teilung würdigen soll, zu enthüllen. Sie sprachen auch über die Konzeption, einen Teil der Mauer der Werft in Gdańsk nach Berlin herbeizuholen. Sie erwogen die Möglichkeit die Treffen der Präsidien des Bundestages sowie des Sejms zyklisch zu organisieren. Das erste Treffen ist im November 2008 in Kreisau geplant. Das Thema des Gesprächs war auch die Idee die Treffen der unteren Kammern der Parlamente aus den Ländern des Weimarer Dreiecks zyklisch zu organisieren. Das erste Treffen ist im 2010 geplant

    Verdienstorden für Lee-Elisabeth Hölscher-Langner

    Am 6. Oktober 2008 zeichnete der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland H.Köhler die Frau Lee-Elisabeth Hölscher-Langner mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse in Anerkennung ihrer Verdienste um die polnischen Überlebenden des Holocaust aus.

    Lee-Elisabeth Hölscher-Langner setzt sich seit langem in Kraków und Umgebung für die ehemaligen KZ Auschwitz-Häftlinge. Sie arbeitete mit dem Maximilian-Kolbe-Werk und der Aktion Sühnezeichen zusammen, um Hilfsprojekte für die Holocaust-Opfer durchzuführen. Sie schuf auch ein Ort karitativer Hilfe, an dem sich Auschwitz-Überlebende und freiwillige Helfer treffen und austauschen

    Besuch des Staatssekretärs für europäische Integration Mikołaj Dowgielewicz in Berlin

    Am 1. Oktober 2008 besuchte der Staatssekretär für europäische Integration Mikołaj Dowgielewicz Berlin.

    Minister Dowgielewicz fuhr die politischen Konsultationen mit den hochrangigen Vertretern des Bundeskanzleramtes und des Auswärtigen Amtes durch. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Vorbereitungen des Europäischen Rates im Oktober 2008 sowie das Energie-Klima-Paket und die Zukunft des Lissabon-Vertrages. Minister Dowgielewicz traf sich auch mit den Vertretern der führenden deutschen Think Tanks

    Dankesrede von Herrn Prof. Władysław Bartoszewski aus Anlass der Verleihung des Kasseler Bürgerpreises „Das Glas der Vernunft"

    Am 28.September 2008 bekam Herr Prof. Władysław Bartoszewski den Kasseler Bürgerpreis "Das Glas der Vernunft".  Anbei finden Sie die Dankesrede von Herrn Prof. Bartoszewski:

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Hilgen,

    verehrte Mitglieder des Kuratoriums der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Kasseler Bürgerpreises,

    liebe Laudatorin und Gäste!

    Ich habe heute die Ehre, einen besonderen Preis in Empfang zu nehmen, dessen Bezeichnung allein mich bereits zu einigen Reflexionen verleitet. Besonders ist er für mich schon deswegen, weil ich zwar zugegebenermaßen zahlreiche Auszeichnungen in meinem Leben erhalten habe, hauptsächlich jedoch als Europäer, Brückenbauer und Verfechter des Dialogs. Den Preis der Vernunft zu bekommen ist jedoch auf gewisse Art schwerwiegender und im höchsten Maße verpflichtend. So sagte doch Johann Wolfgang von Goethe: „Alles Große und Gescheite existiert in der Minorität. Es ist nie daran zu denken, dass die Vernunft populär werde. Leidenschaften und Gefühle mögen populär werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitze einzelner Vorzüglicher sein". Ich selbst stimme dieser Ansicht nur begrenzt zu, nicht zuletzt deshalb, weil zur Vernunft eine Dosis Demut gehört.

    Es ist wahr, dass die Menschen leichter von der manchmal leider gekonnt gesteuerten bzw. fehlgeleiteten Leidenschaft zu verführen sind, was seit jeher den willkommenen Nährboden für populistischen Gedankengut darstellt. Die Vernunft steht nicht bloß wenigen Auserwählten zur Verfügung, sondern bildet eine der fundamentalsten menschlichen Eigenschaften.

    Sie braucht nur besondere Pflege und Bedingungen, um gedeihen zu können, denn ihre Stimme ist bekanntlich oft leise und somit leicht zu überschreien: von lauten Rufen, Parolen und von Slogans (ein in letzter Zeit modischer Ausdruck aus dem Werbevokabular)

    Die erwähnte Bezeichnung des heutigen Preises halte ich an sich für  sehr zutreffend und inspirierend, weil das Glas und die Vernunft - obwohl zwei Begriffe etwas unterschiedlicher Natur, der erste von materiellem Charakter, der zweite von eher abstraktem Wesen wenn auch mit durchaus realen Folgen - viel miteinander gemeinsam haben. Allem voran die Transparenz,Vernunft, genauso wie Glas, setzt klare Sicht voraus. „Der hat doch eine Mattscheibe", sagt man umgangsprachig von jemandem, der nicht klar denkt, sich unvorhersehbar, kurz: unvernünftig verhält. Und überhaupt: wo blinder Hass, blinde Eifersucht oder blinder Fanatismus die Oberhand gewinnen, kann von der Vernunft meistens keine Rede sein. Vernunft ist also zunächst eine von Vorurteilen bzw. Klischees ungetrübte Wahrnehmung. Ungetrübt heißt nicht unbedingt objektiv, obwohl der

    grosse Erich Fromm Vernunft als die „Fähigkeit objektiv zu denken" bezeichnete. Doch ob dies möglich ist, bezweifelte bereits Immanuel Kant. Und als Kant in Königsberg an der „Kritik der reinen Vernunft" arbeitete, so meinte er keineswegs - wie es der heutige Sprachgebrauch voreilig suggerieren würde - eine kritische, also negative, Auseinandersetzung mit rationalem Benehmen, sondern postulierte eben die Unmöglichkeit unvoreingenommener Erkenntnis oder anders: Wahrnehmung.

    Die Welt und unsere Mitmenschen betrachten wir stets notwendigerweise durch ein Prisma - hier liegt die Analogie zum Glass erneut auf der Hand.

     Durch ein Prisma, welches von Erfahrung, Erziehung und Kultur bedingt wird. Vernunft ist somit das Resultat eines Lebensweges, oder besser gesagt: eine Lebensaufgabe.

    Sie kann nicht oder zumindest sehr schwer absichtlich erlernt werden. Sie ist eine Begabung und entwickelt sich am besten unter Bedingungen, die sehr zutreffend mit den Worten von Voltaire zu definieren wären: „Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, dass sie selbst denken". Und selbstständig die Wahl treffen, würde ich hinzufügen. Denn Vernunft offenbart sich am deutlichsten in unseren Entscheidungen. In meiner Muttersprache heißt das Äquivalent für Vernunft „Rozsądek" und hat buchstäblich mit „Abwegen", „Abschätzen" oder „Überlegen" zu tun. Mit der Suche nach angemessener Verhaltensweise in bestimmten Situationen. Nach Problemlösungen und Antworten auf die Herausforderungen des täglichen Lebens. Doch wodurch charakterisiert sich eine solche vernünftige Lösung? Der große deutsche Physiker, Carl Friedrich von Weizsäcker, einer der ersten Träger dieses Preises, hatte dafür eine schöne Definition gefunden: „Verstand dient der Wahrnehmung der eigenen Interessen, Vernunft ist Wahrnehmung des Gesamtinteresses". Zugespitzt formuliert, ist es also die Vernunft, die uns alle als Gesellschaft zusammenhält.

    Wenn die Vernunft eine durchaus verbreitete, nur bloß weniger oder mehr ausgeprägte, menschliche Veranlagung ist, so meinte ich dieses oft unbewusste aber trotzdem vorhandene Bewusstsein der gemeinsamen Zugehörigkeit, sei es in der unmittelbaren oder in der breiter verstandenen Familie. Der Traum von Einheit Europas konnte dank diesem Bewusstsein realisiert werden, wobei natürlich zunächst das entschlossene Engagement einiger Querdenker notwendig war, um den Stein der Vereinigung ins Rollen zu bringen. Dass sich die Vernunft ausbreiten und menschliche Massen ansprechen kann, wurde sehr schön 1989/90 sichtbar. Die Friedensbewegungen verschiedener Jahre, die Wende in Mittel- und Osteuropa, der damalige Enthusiasmus und der entfesselte Freiheitswille sind für mich beste Illustrationen der Worte des italienischen Schriftstellers Alberto Moravia: „Vernunft - das ist so etwas wie ansteckende Gesundheit" und zugleich ein Beweis dafür, dass Vernunft und Gefühle nicht unbedingt Gegensätze bilden müssen. Auch die Vernunft kann ihren Ausdruck durch positive Leidenschaft finden. Es gibt eine dazu passende Anekdote von Heinrich Heine, wenn ich mich gut erinnern kann: „Nimm dich in acht, sagte einst ein Demagoge zu einem großen Patrioten, wenn das Volk in Wahnsinn gerät, wird es dich zerreißen. Und dieser antwortete: Nimm dich in acht, denn dich wird das Volk zerreißen, wenn es wieder zur Vernunft kommt." Doch leider dürfen die Demagogen und Populisten doch ziemlich lange Ruhe bewahren, denn nach Bertold Brecht ist „kein Vormarsch so schwer, wie der zurück zur Vernunft".

    Anschließend, möchte ich meine heutige kurze Dankesrede mit den - ein wenig ironischen - Worten des englischen Philosophen und Essayisten Samuel Buttler pointieren: „Wenn man sich von der Vernunft lange genug leiten lässt, kommt man zu ganz unvernünftigen Schlussfolgerungen". Um dies zu vermeiden, überlasse ich die Schlussfolgerungen Ihnen und beschränke mich darauf den Organisatoren von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Kasseler Bürgerpreises nochmals für den für mich einzigartigen Preis, der Laudatorin für ihre Würdigung und den Gästen für die Anwesenheit bei der Verleihung herzlich zu danken. Und, um dem Aufruf von  alten Horaz zu folgen, wagen wir es, unsere Vernunft zu gebrauchen!

    Ich fühle mich als alter, dadurch ein erfahrener Europäer. Vor 86 Jahren an der Weichsel geboren in der Beamtenfamilie ausgewachsen war ich von Anfang an kein Amerikaner, Australier, Afrikaner und kein Asiate, sonder aus Gottes Willen schlicht ein Europäer wie wir alle.

    Ich möchte heute, hier in Kassel, an dieser Stelle, inmitten Europas meiner festen Überzeugung Ausdruck geben: die Vernunft soll unsere beiden Völker nicht verlassen, weder Heute, noch in kommenden Generation.

    Vergessen wir das nie, dass wir alle Geiseln unseres Gewissens sind.

    Debatte mit Beteiligung von Minister Władysław Bartoszewski und Präsident des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering.

    Am 29. September 2008 in Hauptrepräsentanz der Deutschen Telekom AG in Berlin fand im Rahmen der Reihe „Doppelgedächtnis: Debatten für Europa" das bereits vierte Treffen statt. Es diskutierten Minister Władysław Bartoszewski und Präsident des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering. Anbei finden Sie die Ansprache von Herrn Bartoszewski.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    liebe Gäste der heutigen Veranstaltung!

    Im Unterschied zu den Naturwissenschaften entzieht sich der Gegenstand der Geschichtsforschung einer objektiven Betrachtung. Der französische Philosoph Théodore Jouffroy hat gesagt: „Der Schlüssel zur Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen." Auch der Schlüssel zum Gedächtnis liegt in uns. Das macht jeden Akt der Erinnerung zu einer sehr persönlichen Angelegenheit. 

    Das Sprichwort „Des einen Freud´ ist des anderen Leid" gilt oft für die Geschichte genauso, wie für unsere Alltagserfahrungen. Es beschreibt zum Teil die Natur des Doppelgedächtnisses und widerspiegelt verschiedene mögliche Betrachtungsweisen derselben, scheinbar der gleichen Ereignisse. Beim Umgang mit der Geschichte, und vor allem mit der Erinnerung, machen wir jedoch meistens einen üblichen Fehler: wir sprechen über unsere Geschichtsauffassung - über unser Gedächtnis - und betrachten es dabei so, als wäre es allgemeingültig und für alle Anderen verpflichtend. Vielleicht verführt uns dabei ein wenig der eigene, natürliche Egoismus. Vielleicht auch der übliche Sprachgebrauch, wo das Wort Geschichte - im Sinne Historie - in Singular vorkommt, was automatisch suggeriert, es gäbe tatsächlich nur eine Geschichte. Die „Wahre Geschichte". Alles andere wären dann bloß Missinterpretationen oder eine Verfälschung. Doch vielleicht benehmen wir uns dabei wie ein rücksichtsloser Autofahrer, der sich mit seinem verengten Vorstellungsvermögen für alleinigen Herrscher der Straße hält?

    Das menschliche Gedächtnis hat ein wundervolles und wundersames Wesen zugleich. Es beinhaltet persönliche Erlebnisse und Episoden. Es lässt unzählige Formen, unzählige Facetten und Interpretationsmöglichkeiten zu. Im Grunde lebt das, was wir als Geschichte bezeichnen von ihrer Vielfalt. Und sie lebt tatsächlich! Problematisch wird es jedoch, wenn Geschichte zu politischen Zwecken gebraucht wird. Denn sie kann genauso gut verbinden, wie Denkmauern errichten und Konflikte auslösen. „Die Geschichte der Menschheit wäre vernünftigen verlaufen, wenn man nicht die Menschen, sondern die Ideen belehrt hätte, dass es süß und ehrenvoll ist, wenn sie für das Vaterland sterben", pflegte deutscher Lyriker, Gregor Brand und Autor von Aphorismen, zu behaupten.

    Dass Menschen aufgrund unterschiedlich erlebter Erfahrungen eigene Geschichtsauffassungen ausarbeiten, ist also verständlich. Das geschieht freilich auch im Fall solcher Traumen wie z. B. Krieg oder Totalitarismus. Die gesamte Nachkriegsgeschichte Europas ist von solchem mentalen Äquivalent des eisernen Vorhangs durchtrennt. Das Problem ist jedoch nicht das Doppelgedächtnis, das uns heute als Motto dieser Veranstaltung beschäftigt, sondern dass es oft wenig unternommen wird, verschiedene geschichtliche Perspektiven einander zugänglich und füreinander verständlich zu machen. Um vielleicht dabei auch voneinander zu lernen. Denn Geschichte hat ebenfalls ein Potenzial, um zur Dialogplattform zu werden.

    Aufgrund meines Alters gehöre ich zur Generation, die verschiedene Schattenseiten der Geschichte erleben musste und damit auch jene Erfahrungen gesammelt hat, die unsere heutige Wirklichkeit - auch unser deutsch-polnisches Verhältnis - nach wie vor prägen. Diese Erfahrungen waren Gott sei Dank nicht allen hier anwesenden gegeben. Wir alle jedoch sind nun Zeugen und aktive Teilnehmer eines neuen - eines geschichtlichen - Kapitels des vereinten Europas und der Versuche einer neuen Sicht darauf, was wir unsere Geschichte nennen. Die Überwindung des bislang existierenden europäischen Doppelgedächtnisses ist eine sehr schwierige Aufgabe. Ich bin auch nicht unbedingt davon überzeugt, ob ein ausschließlich gemeinsames Gedächtnis, eine gemeinsame Erinnerung, tatsächlich sinnvoll und erwünscht wäre. Die Geschichte Europas als Teil seines vielfältigen multikulturellen und multinationalen Charakters wird und sollte eine Verflechtung unterschiedlicher Perspektiven bleiben. Es wäre auch nicht möglich, dass die gleichen Ereignisse analogisch wichtige Rolle an unterschiedlichen Orten und für unterschiedliche Menschen spielen.

    Was ich jedoch für bedeutend halte, ist die Herausbildung eines gewissen europäischen historischen Bewusstseins. Dieses Bewusstsein soll vor allem solche Elemente beinhalten, die für alle relevant sind - genauso wie unabhängig von kultureller oder nationaler Zugehörigkeit eine konkret definierbare Wertehierarchie als Grundlage europäischer Identität existiert. Wesentlich erscheint mir dabei, dass die Annäherung der geschichtlichen Wahrnehmung sowohl durch Betonung der Gemeinsamkeiten erfolgt, als auch durch entsprechende Berücksichtigung der bestehenden Kontroversen bzw. entgegengesetzten Sichtweisen. Durch die Förderung der seltenen Fähigkeit, mit den Augen des Anderen zu sehen. Daher kann und darf sich die europäische historische Identität nicht bloß darauf begrenzen, Kulturbände oder Etappen der Prosperität und Einheit zu akzentuieren. Genauso wichtig, oder wichtiger, ist der Mut, schwierige Themen anzusprechen. Die Erfahrungen des Krieges und des Totalitarismus bilden einen integralen Bestandteil der europäischen Geschichte und des europäischen Gedächtnisses. Sie prägen und manchmal belasten noch heute unsere Relationen. Sie sind dafür verantwortlich, dass wir gelegentlich aneinander vorbeireden. Dass wir uns missverstehen. Und sie müssen deswegen als Ausgangspunkt für gelungene Kommunikation und gegenseitige Verständigung im Kontext des vereinten Europas diesen.

    Eine Schlüsselaufgabe in gemeinsamer Thematisierung der Geschichte ist eben das, was ich als „Europäisierung der traumatischen Erfahrungen" bezeichne: indem man sie zum Gegenstand des Dialogs und des Gedankenaustausches macht. Ein prominentes Beispiel dafür ist und bleibt natürlich Auschwitz - ein Begegnungsort, Oświęcim, unweit des Lagergeländes, der seiner ursprünglichen Rolle zum Trotz heute der menschlichen Annäherung im Angesicht der Erinnerung an die furchtbar erlebte Tragödie dient. Wichtig bei diesem Prozess ist, dass sich geschichtlicher Dialog nicht nur auf Gedenken beschränkt. Die Gedächtnisstätten haben oft die Schwäche, dass sie den falschen Eindruck der Endgültigkeit und der Finalität eines geschichtlichen Kapitels erwecken. Vergangenheit wirkt dort, als wäre sie tatsächlich vergangen und abgeschlossen. Dabei verwischen sie manchmal den Bezug auf gegenwärtige Probleme. Kurz gesagt: sie tragen in sich oft eine unsichtbare Gefahr, indem sie uns der Verantwortung entledigen. Als Aufgabe der Gedächtnisstätten wird oft Erinnern und Warnen definiert. Damit sie tatsächlich realisiert werden kann, ist es notwendig, dass diese Orte auch den heutigen Generationen aktiv dienen. Das kann übrigens genauso an Schulen oder in Bibliotheken geschehen, wo immer es Gelegenheit gibt zur Vorstellung und Diskussion der differenten Geschichtswahrnehmung.

    Die Form und Qualität unserer Zukunft hängt unmittelbar mit der Einstellung zur Vergangenheit und mit der Fähigkeit, jene Probleme zu lösen, die mit Geschichte zu tun haben. Auch an dieser Stelle wäre nochmals Richard von Weizsäcker zu zitieren: „Jede Zeit nimmt erst mal ihre eigenen Herausforderungen ernst. Das soll sie ja tun. Ich finde nur, dass der Blick auf die Geschichte diesen Herausforderungen gegenüber eine wirkliche Erleichterung ist".

    Die Thematisierung schwieriger historischer Erfahrungen und die Überwindung darin verankerter Vorurteile hat für die Zukunft vorrangige Bedeutung. Die Beziehungen zwischen Völkern, genauso wie zwischen einzelnen Menschen, können sich nur auf Basis der Achtung, der Diskussion, des Gedankenaustausches und der Kompromissbereitschaft bei der Suche nach Problemlösungen entwickeln. Gedächtnis und Dialog, im Gegensatz zum Vergessen und Verdrängen, bilden die Bedingung der gutnachbarschaftlichen Koexistenz. Amerikanischer Schriftsteller, Philosoph und Literaturkritiker spanischer Herkunft George Santayana meinte dazu pointiert: „Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen". Daher ist es so wichtig, dass sich das vereinte Europa, frei von Totalitarismus und frei von trennenden Mauern, aber keineswegs völlig immun gegen die Gefahr der Wiederholung tragischer historischer Fehler, sich die eigene Geschichte erzählen kann und erzählen will. Erzählen und zuhören, und in Konsequenz die in vieler Hinsicht immer noch bestehende Barriere des Unwissens und des Fremdgefühls überwinden kann.

    Unser gegenwärtiges Verhältnis zueinander hängt in einem großen Maße damit zusammen, wie wir uns mit den Schattenseiten der Vergangenheit auseinandersetzen.

    Unwissen, Ignoranz und die erwähnte Vernachlässigung halte ich übrigens für die größte Gefahr im Zusammenhang mit dem Gedächtnis. Bewusste Verfälschung der Geschichte bringt auf Dauer keine Resultate, das zeigt in Polen das Beispiel der aus ideologischen Gründen jahrzehntelang planmäßig verschwiegenen Ermordung in Katyń uns anderswo polnischer Offiziere durch das sowjetische NKWD. Vergessen auf Befehl funktioniert nicht. Vergessen aus Ignoranz aber schon. Es heißt also, das Interesse an der Geschichte zu fördern und zu stärken. Auch den Willen, über historische Themen zu reden, sogar wenn es sich dabei um heftige Diskussionen handeln sollte.

    Die Fähigkeit, die Bereitschaft und der Wille zum Dialog sind beste Mittel gegen Ignoranz und Unwissen. Und bestmögliche Garantie, stets präsente Vorurteile zu eliminieren. Der historische Dialog zwischen Deutschland und Frankreich konnte viel früher anfangen als im deutsch-polnischen Fall. Polen und Deutsche haben solche Chance im Grunde erst seit 1989. Jedoch ist es eine bedauernswerte Tatsache der letzten Dutzend Jahre, dass geschichtliche Debatten in unseren Ländern größtenteils getrennt geführt wurden, was nur unnötig zur Festigung des Doppelgedächtnisses beigetragen hat. Viele Kontroversen im gegenwärtigen deutsch-polnischen Verhältnis haben damit zu tun. Unsere politischen und wirtschaftlichen Beziehungen verlaufen einwandfrei. Dennoch, im Schatten der guten Zusammenarbeit sind historisch bedingte Ressentiments aufgewachsen, die aus Vernachlässigung oder fehlender Bereitschaft zur Konfrontation unterschiedlicher Geschichtsperspektiven resultieren. Im Grunde bestand bislang der deutsch-polnische historische Dialog aus zwei vorbeigehenden Monologen. Mit Konsequenzen müssen wir heute umgehen. Das ist bester Beweis, dass jede Auseinandersetzung mit der Geschichte gemeinsam erfolgen sollte. Ohne Angst vor schwierigen und unbequemen Themen.

    In vielen Sprachen gibt es Sprichwörter, die einen meiner Meinung nach falschen Umgang mit der Geschichte propagieren. Es heißt, alte Wunden sollen nicht aufgekratzt werden, schlafende Geister der Vergangenheit sind in Ruhe zu lassen. Europäische Geschichte hat es nun leider an sich, dass Wunden und Geister einen untrennbaren Teil von ihr bilden. Damit sie tatsächlich vernarben und für immer einschlaffen können, brauchen sie entsprechende, nicht immer schmerzfreie Aufmerksamkeit.

    Anlässlich der Debatte von Herrn Prof. W.Bartoszewski und Herrn Präsident H.-G.Pöttering erschien am 29. September 2008 in der Tageszeitung "Die Welt" der Gastkommentar von Herrn Botschafter Marek Prawda, den Sie anbei finden können:

    Ohne Solidarność hätte es kein 1989 gegeben

    Was uns verbindet

    Im September 1989 wurde die erste nicht kommunistische Regierung in Warschau vor eine außenpolitische Probe gestellt: In die Botschaft der Bundesrepublik in Warschau strömten Flüchtlinge aus der DDR, die auf Umwegen in den anderen deutschen Staat gelangen wollten. Die Warschauer Regierung, damals noch eine Insel in der kommunistischen Umgebung, stellte sich die Frage: Wie erfüllt man eine selbstverständliche humanitäre Pflicht gegenüber den Flüchtlingen, ohne die Nachbarn zu provozieren und zugleich eine historische Chance für sich selbst und für die Region zu verspielen? Die „illegalen Besucher" aus der DDR wurden in Ferienheime der Gewerkschaft Solidarność einquartiert. Die Ostberliner Presse bezichtigte uns unterdessen der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der DDR. Manche Staatsmänner in der Region machten sich auf den Weg, um uns „brüderliche Hilfe" zur Rettung des Kommunismus zu leisten. Der Vorsitzende der Solidarność-Fraktion im Sejm, Bronisław Geremek, sprach offen über das Recht Deutschlands auf Vereinigung, wofür er heftig kritisiert wurde. Auch in Deutschland. Nach den freien Wahlen am 4. Juni 1989 galt schon für uns das Prinzip: Ohne vereinigtes Deutschland kann es kein unabhängiges Polen geben.

    Nach einigen Wochen nahm die Flüchtlingsepisode ein gutes Ende, die Berliner Mauer fiel bald. Die Deutschen wurden damit zu den ersten Benefizienten der polnischen „Unruhestifterei", die eigentlich schon 1980 richtig begann. Und wir Polen haben von den Deutschen, vor allem nach 1981, während des Kriegsrechts, eine einmalige Solidaritätswelle erfahren, die wirklich die Massen erfasste. Dies gibt nun den Polen und Deutschen eine seltene Gelegenheit, im Jahre 2009 eine gemeinsame, positive Geschichte zu erzählen. Vor allem darüber, dass die Mauer nicht von alleine gefallen ist, sondern, dass dem politischen Umbruch von 1989 eine faszinierende Geschichte der Oppositionsbewegungen in unserer ganzen Region voranging.

    Volker Schlöndorff hat in seinem Film über die Streiks in der Danziger Werft unlängst gezeigt, wo die Wurzeln dieses neuen Gemeinschaftsgefühls zu finden sind: in Danzig, Prag, Budapest, Ostberlin. Die Geschichte interessiert uns nicht wegen der Geschichte, sondern wegen der Zukunft. Damit wir, die neuen EU-Mitglieder nicht nur als Quelle von Sorgen, sondern als Quelle positiver Energie angesehen werden. Wir freuen uns sehr über das Zusammenwachsen unseres Kontinents. Eines Tages werden wir vielleicht sogar unsere Erinnerungen vereinigt haben 

    Treffen mit Herrn Professor Bohdan Osadczuk, Kennern der polnisch-ukrainischen Beziehungen und Vorstellung der Publikation „Ein ukrainischer Kosmopolit mit Berliner Adresse. Gespräche mit Bohdan Osadczuk"

    Am 17.09.2008 veranstaltete die polnische Botschaft das Treffen mit Professor Bohdan Osadczuk, einem langjährigen Fürsprecher der polnisch-ukrainischen Annäherung. Professor Osadczuk befasst sich seit Jahren als Historiker und Publizist mit polnisch-ukrainischem Verhältnis. Lange Zeit arbeitete er mit verschiedenen Institutionen und meinungsbildenden politischen Magazinen, u. a. mit der bekannten polnischen Exil-Zeitschrift - Pariser „Kultura".

    Der Anlass zum Treffen gaben zwei Ereignisse. Zum ersten der 88. Geburtstag von Professor Osadczuk und zum anderen die zweite Ausgabe des Buches „Ein ukrainischer Kosmopolit mit Berliner Adresse. Gespräche mit Bohdan Osadczuk" in der polnischen Sprache. Die Autoren, Basil Kerski, Chefredakteur des deutsch-polnischen Magazins DIALOG und Andrzej St. Kowalczyk, Essayist und Publizist, führten mit Professor Osadczuk Gespräche, die die Grundlage für diese Publikation gebildet haben.

    Während der Veranstaltung stellte B. Kerski Professor Osadczuk als Kosmopoliten, der sich mit großem Geschick zwischen Ost und West bewegt. Andrzej Dąbrowski, polnischer Herausgeber der zweiten Ausgabe und Direktor des Osteuropa-Kollegs in Wrocław erzählte über seine Kontakte mit Prof. Osadczuk und Erfahrungen der jungen polnischen Osteuropaexperten, die mit Prof. Osadczuk zusammengearbeitet haben. Prof. Arnulf Baring sprach über die Vorlesungen von Prof. Osadczuk an der Freien Universität in Berlin. Als Spezialgast nahm an dem Treffen Adam Michnik, Chefredakteur der polnischen Tageszeitung „Gazeta Wyborcza" teil.  

    Forschung für Nachhaltigkeit - Treiber für Innovationen

    Vom 23. bis 25. September 2008 findet in Berlin das Forum zum Thema „Forschung für Nachhaltigkeit - Treiber für Innovationen" (FONA) statt. Die Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen, Frau Minister Orłowska, wird auf Einladung von Bundesministerin Annette Schavan zur Eröffnung des FONA-Forums 2008 nach Berlin kommen.

    Es ist das 5. FONA-Forum, auch im letzten Jahr war Polen hochrangig vertreten. Es ist beabsichtigt, ein Memorandum of Understanding oder eine gemeinsame Erklärung zur bilateralen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung für die Nachhaltigkeit zu unterzeichnen. Die Veranstaltung gibt Gelegenheit, polnische Initiativen für Entwicklung und Einsatz von Umwelttechnologien zu unterstreichen und einem breiten Fachpublikum aus Wissenschaft, Wirtschaft und Forschungsadministration vorzustellen. Es werden rund 600 Teilnehmer aus vielen Fachdisziplinen erwartet. 

    Feierliche Übergabe des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der Republik Polen an Herr Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum in Berlin

    Am 16.09.2008 wurde Herrn Dr. Hermann Simon, dem Direktor der Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum in Berlin das Kavalierkreuz des Verdienstordens der Republik Polen übergeben.

    Dr. Simon entstammt einer jüdischen, seit Generationen in Berlin lebenden Familie. Seit vielen Jahren pflegt er Kontakte zu polnischen Institutionen und Museen und ist darum bemüht den deutsch-polnischen und den jüdisch-polnischen Dialog zu intensivieren. Er initiiert Publikationen, in denen die Schicksale der Juden, unter anderem der polnischen Juden, dargestellt werden („Anna und Leon"). 2005 organisierte er in Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Museum in Auschwitz, eine bewegende Ausstellung „Die Kunst in Auschwitz 1940-1945", auf der Werke der Häftlinge gezeigt worden sind. In seinem Grußwort betonte der Botschafter, dass wir unsere eigene Kultur besser verstehen lernen, wenn wir uns auf andere Kulturen öffnen. Laudatio hielt Herr Werner Krätschell, langjähriger Freund der Familie.

    Besuch des Staatspräsidenten a.D. Lech Wałęsa in Deutschland

    Vom 12. bis zum 14. September 2008 und am 19.September 2008 hielt sich der Staatspräsident a.D. Lech Wałęsa in Deutschland auf.

    Am 12. September 2008 hielt L.Wałęsa die Rede im Mittel-und Osteuropazentrum in Frankfurt am Main. Am 14. September 2008 in Mainz hielt L.Wałęsa Vorlesung zum Thema "Perspektiven für Mittel- und Osteuropa aus meiner Sicht" und traf sich mit dem Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz Kurt Beck. Am 19. September 2008 wurde ein Vortrag von L.Wałęsa an der Universität Iserlohn geplant.

    Besuch des Ministerpräsidenten D. Tusk in Niedersachsen



    Am 5. September 2008 stattete der Ministerpräsident der Republik Polen, Donald Tusk, einen Besuch in Bersenbrück und Osnabrück ab. Chef der polnischen Regierung kam nach Deutschland auf Einladung des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering. Der Schwerpunkt des Besuchs wurde auf die Fragen der Europapolitik gelegt. Der Ministerpräsident D. Tusk und der Präsident H.G. Pöttering nahmen auch an einer Diskussion mit Jugendlichen in einem der Gymnasien in Niedersachsen teil.    

    V. Polnisch-Sächsisches Wirtschaftsforum

    Am 4. und 5. September 2008 fand das V. Polnisch-Sächsische Wirtschaftsforum in Dresden statt. Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung war Bau.

    Die Organisatoren dieser 2-tägigen Veranstaltung waren das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH. Kooperationspartner war das polnische Wirtschaftsministerium. Die Teilnahme hochrangiger Vertreter der beiden Ministerien als auch aus Behörden der Woiwodschaft Niederschlesien versprachen eine interessante Veranstaltung

    Besuch von dem Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Andrzej Kremer in Deutschland

    Am 4. September 2008 besuchte der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Andrzej Kremer Berlin um politische Konsultationen durchzuführen.

    A.Kremer führte politische Kosultationen mit den Vertretern des Auswärtiges Amtes und des Kanzleramtes durch

     

     

    Besuch von Staatssekretär in der Kanzlei des Ministerpräsidenten Prof. Władysław Bartoszewski in Dresden

    Vom 3. bis 5. September 2008 besuchte der Staatssekretär in der Kanzlei des Ministerpräsidenten Prof. Władysław Bartoszewski Dresden.

    Prof. Bartoszewski traf sich mit dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Stanislaw Tillich. Es gab auch Gespräche von Prof. Bartoszewski mit dem sächsischen Landtagspräsidenten E.Iltgen, mit dem Staatsminister für Kultus Prof. Dr. R.Wöller und mit dem Staatsminister des Innern A.Buttolo.

    Besuch der Delegation der Kanzlei des Ministerpräsidenten in Berlin

    Vom 3. bis 4. September 2008 besuchte die von dem Chef der Kanzlei des Ministerpräsidenten Tomasz Arabski geleitete Delegation der Kanzlei Berlin.

    Minister Arabski traf sich mit dem Chef des Kanzleramtes T. de Maiziere. Es gab auch Gespräche der Delegation im Kanzleramt

    Kranzniederlegung-Volkspark Friedrichshain

    Anlässlich des 69. Jahrestages des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges fand am 1. September 2008 um 11.00 Uhr am Denkmal des Polnischen Soldaten im Volkspark Berlin- Friedrichshain die feierliche Kranzniederlegung statt.

    An dem Festakt nahmen die Vertreter des Präsidialamtes, des Bundeskanzleramtes, des Auswärtigen Amtes, des Deutschen Bundestages sowie des Bezirksamtes Friedrichshain teil. Im Namen des Botschafters der Republik Polen in Berlin legte einen Kranz die chargé d'affaires a.i. Agnieszka Walter-Drop nieder.  

     

    Festveranstaltung anlässlich der Verleihung des Adam-Mickiewicz-Preises an Prof. Władysław Bartoszewski

    Am 29. August 2008 fand in Weimar die Festveranstaltung zur Verleihung des Adam-Mickiewicz-Preises für Verdienste um die deutsch-französisch-polnische Zusammenarbeit an Prof. W. Bartoszewski statt.

    Der Preis wird alljährlich vom Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Stefan Wolf, und dem Präsidenten des Komitees zur Förderung der deutsch-französisch-polnischen Zusammenarbeit e.V. (‚Weimarer Dreieck'), Prof. Klaus-Heinrich Standke verliehen.

    Gemeinsam mit Prof. Bartoszewski erhielten den Preis auch Prof. Dr. Rudolf von Thadden, Ehrenpräsident der Stiftung Genshagen, sowie Prof. Dr. Jérôme Vaillant von der Universität Lille. Die Laudatio hielt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages Ruprecht Polenz. Nach der Preisverleihung nahmen die Preisträger an einer Diskussion zum Thema „Dialog zwischen den Generationen: 1968 - Junge Leute und Demokratien in Deutschland, Frankreich und Polen" teil.

    Der Adam-Mickiewicz-Preis wurde anlässlich des 15. Jahrestages der Gründung des Weimarer Dreiecks, am 29.8.2006, zum ersten Mal verliehen. Die ersten Preisträger waren die drei Gründungsväter des Weimarer Dreiecks, die damaligen Außenminister Roland Dumas, Hans-Dietrich Genscher und Krzysztof Skubiszewski. Im vergangenen Jahr wurden gemeinsam das Deutsch-Polnische und das Deutsch-Französische Jugendwerk ausgezeichnet.

    27. Sitzung des Ausschusses für grenznahe Zusammenarbeit

    Der Unterstaatssekretär des polnischen Gesundheitsministeriums Adam Fronczak nahm vom 27. bis 28. August 2008 an der 27. Sitzung des Ausschusses für grenznahe Zusammenarbeit der Polnisch-Deutschen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit teil. Das zentrale Thema der Gespräche war der Gesundheitsschutz.

    Der Sitzung ging am 27. August ein Deutsch-Polnisches Treffen der Arbeitsgruppe für Bearbeitung des Rahmenvertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Gesundheitsrettung voran. 

     

    Stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Polens Waldemar Pawlak zu Besuch in München

    Am 31. Juli 2008 besuchte Stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Polens Waldemar Pawlak München.

    Minister Pawlak nahm - mit der Wirtschaftsministerin Bayerns Emilia Müller und der Delegation aus der Woiwodschaft Łódź - an dem polnisch-bayerischen Wirtschaftstag teil, der von der Industrie- und Handelskammer München, der Abteilung für Handel und Investitionen der Botschaft der RP und dem Generalkonsulat in München sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie organisiert wurde.

    Bronisław Geremek stirbt bei Autounfall

    Der frühere polnische Außenminister Bronisław Geremek (76) ist am Sonntag, dem 13. Juli, bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

    Geremek, von Beruf Professor für mittelalterliche Geschichte, war ein wichtiger Mitstreiter von Lech Wałęsa und der Gewerkschaft "Solidarność". Er galt zudem als einer der Vorreiter der polnischen Demokratiebewegung.
    Von 1997 bis 2000 war er Außenminister, seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments. Seit 2006 präsidierte er überdies die in Lausanne ansässige Stiftung Jean Monnet für Europa. Für seine Verdienste um die europäische Einigung wurde er 1998 mit dem Karlspreis ausgezeichnet; er war auch Mitglied der frazösischen Ehrenlegion.

    Bundesminister Steinmeier zum Tod von Bronisław Geremek am Rande des Mittelmeerunion-Gipfels in Paris:

    „Die Nachricht vom Tod Bronisław Geremeks erfüllt mich mit tiefer Trauer. Wir verlieren mit ihm einen aufrechten Politiker und Freund, der Zeit seines Lebens mutig für die Freiheit seines Heimatlandes stritt. In Deutschland erinnern wir uns dankbar, wie er als Außenminister engagiert und beharrlich dafür arbeitete, das deutsch-polnische Verhältnis auszugestalten und zu vertiefen. Der Platz seines Landes war für ihn immer in der Mitte Europas. Die europäische Einigung war ihm ein Herzensanliegen, für das er bis zuletzt als Europaparlamentarier wirkte.Unser Mitgefühl ist in dieser schweren Stunde bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen."

    Die Trauerfeierlichkeiten für den früheren Außenminister der Republik Polen, Herrn Prof. Bronisław Geremek fanden am 21. Juli 2008 statt. Die Trauerfeier begann mit einem Gottesdienst in der Johanneskathedrale in der Warschauer Altstadt um 12.00 Uhr. Die feierliche Beisetzung fand anschließend um 14.30 Uhr auf dem Powązki-Friedhof statt.

    Die Botschaft der Republik Polen in Berlin dankt für die zahlreichen im Konolenzbuch der Botschaft und in den zahlreichen Briefen zum Ausdruck gebrachten Bekundungen der Trauer und der Würdigung des Lebenswerkes von Prof. Bronisław Geremek.

    Besuch des Außenministers Radosław Sikorski in Deutschland

    Am 12. Juli 2008 besuchte R.Sikorski Deutschland und traf sich mit dem deutschen Außenminister F.-W.Steinmeier. Beide Minister nahmen an der Verleihung der Abiturzeugnisse am Deutsch-Polnischen Gymnasium in Löcknitz teil.

    Stipendien für Polenforscher

    Zum zweiten Mal  werden in diesem Jahr vom Museum für Geschichte Polens Stipendien vergeben. Das Stipendiumangebot richtet sich an Ausländer, die sich mit der polnischen Geschichte beschäftigen bzw. beschäftigen wollen. Die Stipendien werden an Autoren der besten Projekte aus den Bereichen Bildung und Forschung vergeben. Um das Stipendium des Historischen Museums  kann man sich mehrmals bewerben. Die Jury setzt sich aus namhaften polnischen Historikern zusammen

    Das 9.  Poesiefestival in Berlin

         Am 5.07.2008 beginnt in der Berliner Akademie der Künste (Hansaviertel) das 9. Poesiefestival. Über 150 Künstler aus 25 Ländern präsentieren  ihre Dichtung in Verbindung mit Musik, Theater und Medienkunst. Die Poeten lesen in ihrer Muttersprache und ohne Übersetzung. Es erscheint  auch eine Anthologie mit den deutschen Fassungen der Texte zum Mit- und Nachlesen. Unter den Poeten tritt auch ein polnischer Schriftsteller, Essayist und Lyriker Adam Zagajewski auf. Mit Antje Krog aus Südafrika und Johannes Kühn aus Deutschland stellt er sich die Frage, wie sich das Schreiben verändert, wenn man älter wird- literarisch, philosophisch und persönlich. Und natürlich werden sie aus ihren Werken lesen.  

    Mehr: http://www.literaturwerkstatt.org/

     

    Das Kavalierkreuz des Verdienstordens der Republik Polen für Herrn Professor Klaus Gerhard Saur
     


    Am 25.06.2008 in der Botschaft der Republik Polen in Berlin wurde Herr Professor Klaus Gerhard Saur mit dem Kavalierkreuz des Verdienstordens der Republik Polen ausgezeichnet. Professor Saur ist ein Verleger, der seit über vierzig Jahren die polnischen Universitäten, Bibliotheken und weitere Einrichtungen mit deutschen Publikationen versorgt. Dafür hat er verschiedene Programme und Projekte entwickelt. Im Laufe der Jahre schickte er nach Polen in Form von Schenkungen und mit großzügigen Rabatten unzählige Bände. Für Tausende von Publikationen handelte er mit den Verlagen großzügige Rabatte aus. Von der deutschen Regierung erhielt er dafür finanzielle Hilfen. Dank seinem Engagement konnten Leser, Studenten und Wissenschaftler Zugang zu Büchern bekommen, die damals in Polen nicht publiziert wurden. Professor Saur ist in diesem Bereich bis heute tätig. An der feierlichen Übergabe nahmen ca. 45 eingeladene Gäste - Vertreter des Hochschul- und Verlagswesen teil. Die Laudatio hielt Professor Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Institutes.


    Wojciech Pomianowski, Gesandter der RP, Prof. K. G. Saur mit Gattin und eingeladene Gäste


    Laudatio von Prof. Klaus-Dieter Lehmann, Präsidenten des Goethe-Instituts



    W. Pomianowski, Prof. K. G. Saur


    Blumen für Frau Saur


    Prof. K. G. Saur mit Gattin und Gästen

    Link auf die Internetseiten des Magazins: „Buchmarkt - das Ideemagazin für den Buchhandel" www.buchmarkt.de

    Józef Szajna ist tot

    Im Alter von 86 Jahren ist in Warschau der weltberühmte Bühnenbildner, Theaterregisseur, Maler und Graphiker, ehem. Häftling der Konzentrationslager in Auschwitz und Buchenwald Józef Szajna gestorben.

    Seine letzte Ausstellung in Deutschland wurde im Jahre 2007 in Berlin präsentiert. Dazu: http://www.berlin.polemb.net/index.php?document=324

    Mehr zu Józef Szajna: http://www.kunstdunst.de/szajna.htm; http://www.3pytania.pl/deutsch/galer2.html

    Verleihung des Europäischen Kultur- und Kommunikationspreises



    Am 20.06.2008 wurden Prof. Władysław Baroszewski, Beauftragter des Premierministers Polens für den Internationalen Dialog und  Prof. Dr. Gesine Schwan, Viadrina-Präsidentin mit dem „Europäischen Kultur- und Kommunikationspreis" der Europäischen Kulturstiftung „Pro Europa" geehrt. Damit soll das stete Bemühen beider um Ausgleich und Verständigung gewürdigt werden.
    An demselben Tag ehrte die Stiftung Adam Michnik, Chefredakteur der Gazeta Wyborcza, mit dem „Peter-Galliner-Medienpreis".

    Die Feierstunde fand an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/O. statt.

     

     

     

    1. Deutsch-Polnische Medientage in Potsdam



    Vom 18. bis 20. Juni 2008 finden im Potsdam, im Kongresshotel am Templiner See, die 1. Deutsch-Polnischen Medientage unter dem Motto „Die Politik-Medien-Maschine: Deutschland und Polen im Spiegel der europäischen Berichterstattung" statt. Sie werden von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der Robert Bosch Stiftung sowie dem Land Brandenburg organisiert.

    Am 19. Juni 2008 im Schlosstheater im Neuen Palais von Potsdam-Sanssouci wird die Bekanntgabe der Preisträger und feierliche Verleihung des 11. Deutsch-Polnischen Journalistenpreises erfolgen. Festredner ist Prof. Władysław Bartoszewski, der polnische Regierungsbeauftragte für den Internationalen Dialog.
    Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis 2008 prämiert die besten Beiträge, die über das jeweilige Nachbarland fair und offen berichtet haben und die im Vorjahr in Hörfunk, Fernsehen oder Printmedien gesendet, gedruckt oder im Internet veröffentlicht wurden. Das Preisgeld für jede Kategorie beträgt 5.000 Euro.

    Weitere Informationen: http://www.medientage.org/

     

    Besuch der Bundeskanzlerin A.Merkel in Gdańsk

    Am 16. Juni 2008 traf sich Ministerpräsident Donald Tusk mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Gdańsk.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle bilaterale, europapolitische und internationale Fragen. Beide Politiker sprachen über den Vorschlag der Ost-Partnerschaft der EU mit den Ländern Osteuropas, über die Zukunft des Vertrages von Lissabon sowie über die Reduzierung der CO2-Emmissionen.  

     

    Deutsche und polnische Diplomaten spielen Fußball
     


    Am 8. Juni 2008 fand ein gesellschaftliches Fußballspiel zwischen den Mannschaften der Botschaft der Republik Polen und des Auswärtigen Amtes statt. Die Vertreter der polnischen Botschaft konnten das spannende Spiel mit einem 3:1 Sieg für sich entscheiden. Das erste Tor schoss der Botschafter, Marek Prawda. Schade, dass das Ergebnis eine Stunde später in Klagenfurt anders war...  

    Fußannschaft der Botschaft der RP in Berlin
    Auf dem Foto stehend von links: Zbigniew Buńczyk, Piotr Buras, Roman Witkowski, Jacek Przepiórkowski, Artur Gołębiowski, Tomasz Orłowski, Paweł Rosik, kniend von links: Miłosz Pazdan, Wiesław Wirowski, Marek Wieruszewski, Michał Bubula, Marek Prawda, Tomasz Dąbrowski

     

    Polnische Beteiligung an Green Ventures 2008 - Deutschlands größte Kooperationsbörse für Unternehmen der Umwelt- und Energietechnik
     


    Vom 4. - 6.06.2008 haben sich 152 Firmen aus 31 Ländern in Potsdam im Rahmen der Kontaktbörse, einem Workshop über Möglichkeiten der polnisch - deutschen Zusammenarbeit bei der Erzeugung und Nutzung von Biomasse und Bioenergie sowie bei Exkursionen zu innovativen Unternehmen in der Region Berlin - Brandenburg, getroffen.

    Aus Polen, das Partnerland der diesjährigen Green Ventures war, nahmen 21 Firmen und einige kommunale Einrichtungen der Stadt Opole, der Partnerstadt von Potsdam, an dem Treffen teil.

    Während eines festlichen Empfangs für die Teilnehmer der Green Ventures am 5.6.2008 richteten Herr Dr. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland als Vertreter des Partnerlandes und Herr René Kohl, Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam sowie Herr Jann Jacobs, Oberbürgermeister der Stadt Potsdam als Vertreter der Gastgeber Grußworte an die geladenen Gäste.

     

    7. internationale IHK-Begegnungswoche "Ostwestfalen meets Poland"



    Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Dr. Marek Prawda sprach zur Eröffnung der 7. internationalen IHK-Begegnungswoche "Ostwestfalen meets Poland" am 2. Juni und hielt ein Statement zur Veranstaltung "Business meets Diplomacy" am selben Tag.

    Die Veranstaltungswoche war vor allem gekennzeichnet durch viele Seminare und Vorträge rund um die Themenbereiche des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Austauschs beider Länder. Workshops wie "Mittelstand trifft Mittelstand", "Business meets Diplomacy" oder "Praxisberichte hautnah" gaben den Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft die Gelegenheit zum gegenseitigen, ausgeprägten Kennenlernen und Erfahrungsaustausch. Zahlreiche Fachvorträge aus verschiedenen Gebieten wie Steuern und Recht für Mittelständler, Bankwesen, Logistik und sogar erneuerbare Energien bewiesen hohe Qualität und die Bandbreite der Diskussionen. 

    Weitere Informationen zur 7. internationalen IHK-Begegnungswoche:
    http://www.ostwestfalen-meets.com/

    Besuch des Staatspräsidenten a.D. Lech Wałęsa in Deutschland



    Der Staatspräsident a.D. Lech Wałęsa hielt sich vom 24. bis zum 26. Mai 2008 auf Einladung der Stiftung Schloss Neuhardenberg in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutsch-Polnischen Gesellschaften und dem Deutsch-Polnischen Magazin DIALOG in Deutschland auf. Im Rahmen des Besuches nahm er an zwei Podiumsdiskussionen teil: am Samstag in Wolfsburg zusammen mit dem CDU-Generalsekretär a.D. H. Geißler z.T.: „Entwürfe, Umstürze und das Vertrauen in den Aufbruch", am nächsten Tag in Neuhardenberg zusammen mit R. Süssmuth z.T.: „Keine Freiheit ohne Solidarität. Menschenwürde und gesellschaftliche Solidarität in Europa".     

    Offizielle Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage des Sodawerkes in Staßfurt 
     


    In Staßfurt (Sachsen Anhalt) sind am 23. Mai 2008 neue Schwersodaanlage des Sodawerkes Staßfurt und neue Müllverbrennungsanlage der Energie- und Verwertungszentrale EVZA offiziell in Betrieb genommen worden.

    Die offizielle Eröffnung der neuen Produktionsanlagen in Staßfurt hat im Beisein des polnischen Botschafters in Deutschland, Marek Prawda, des Wirtschaftsministers des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, des Europaabgeordneten, Karl-Heinz Florenz, des Vorstandsmitglieds der Firma Ciech S.A. und Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Soda Deutschland Ciech GmbH, Kazimierz Przełomski, des Präsidenten des Sodawerkes Staßfurt, Jochen Ohm sowie des Aufsichtsratchef bei RETHMANN AG & Co. KG, die Muttergesellschaft der Firma EVZA, Norbert Rethmann, stattgefunden.

    Sodawerk Staßfurt ist die größte polnische Investition in Deutschland im Jahr 2007. Der Investor ist die CIECH Gruppe, eines der größten europäischen Unternehmen der Chemiebranche. Der Chemiekonzern CIECH ist ein Unternehmenszusammenschluss von über 30 Firmen und gehört demselben zu den 100 größten Handelsunternehmen in Polen.  Das in Staßfurt hergestellte kalzinierte Soda ist das Hauptprodukt der CIECH Gruppe.


    Eröffnung der Veranstaltung, Festrede des Botschafters Dr. Marek Prawda


    Gruppenfoto


    Botschafter Dr. Marek Prawda in Gespräch mit Kazimierz Przełomski, Vorstandsmitglied
    von Ciech SA und Vorsitzender des Aufsichtsrates v. Soda Deutschland Ciech


    Botschafter Dr. Marek Prawda in Gespräch mit Kazimierz Przełomski, Vorstandsmitglied
    von Ciech SA,Vorsitzender des Aufsichtsrates v. Soda Deutschland Ciech und Bernd Fleichenberg,

    Irena Sendler, die Mutter der Holocaust-Kinder, gestorben

     

    Irena Sendler, , die im Zweiten Weltkrieg 2500 jüdischen Kindern das Leben rettete, ist im Alter von 98 Jahren in Warschau gestorben. Zu den ersten, die ihre Trauer ausdrückten, gehörten der Ex-Präsident der Knesset und ehemalige israelische Botschafter in Warschau, Shevach Weiss, sowie der letzte lebende Anführer des Aufstandes im Warschauer Ghetto, Marek Edelman. Dem Talmud zufolge rette derjenige, der ein Menschenleben rette, die ganze Welt, sagte Weiss der Zeitung "Gazeta Wyoborcza". "Irena Sendler hat Tausende von Welten gerettet", so der Ex-Botschafter. Als er sie getroffen habe, habe er den Eindruck gehabt, "dass ich es hier mit Heiligkeit zu tun habe". Edelman erklärte in einem Radiointerview, Sendler sei "ein großer Mensch, eine Person mit einem großen Herzen" gewesen und könne ein "Beispiel für uns alle" sein. "Irena Sendler hat die Zukunft des jüdischen Volkes gerettet", sagte Piotr Kadlcik, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinden Polens, der Radionachrichtenagentur IAR.

    Ende 1942 schloss sich Sendler der Widerstandsbewegung „Żegota" an. Es war der Codename für den Rat für die Unterstützung der Juden (poln. Rada Pomocy Żydom), eine Untergrundorganisation im deutsch besetzten Polen von 1942 bis 1945. „Żegota" rettete ca. 75.000 polnische Juden und fälschte ca. 60.000 Dokumente, um Decknamen für Juden zu erstellen, damit sich diese unter die polnische Bevölkerung mischen konnten. Sie stand unter der Schirmherrschaft der polnischen Exilregierung.

    In Koffern, die von der Feuerwehr oder der Müllabfuhr transportiert wurden, oder unter dem Mantel versteckt schaffte Irena Sendler heimlich jüdische Kinder aus dem Ghetto, die sie in katholischen Familien oder Klöstern unterbrachte. Sendler wurde im Oktober 1943 von der Gestapo festgenommen. Auch unter Folter weigerte sie sich auszusagen.

    Ähnlich wie Oskar Schindler war Sendler lange Zeit wenig bekannt. 1965 wurde sie vom Holocaust-Institut in Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern" geehrt. 1991 erhielt sie die israelische Ehrenbürgerschaft. In Polen wurde Irena Sendler 2003 die höchste Staatsauszeichnung, der Orden des Weißen Adlers, verliehen. 2006 schlugen Polen und Israel Sendler gemeinsam als Kandidatin für den Friedensnobelpreis vor.

    Mehr:
    http://www.dzieciholocaustu.org.pl/ PL
    http://www.usakowska-wolff.com/sendler.htm DE

     

    Gedenkstele für die Opfer des "Generalplan Ost" feierlich enthüllt

    Am Freitag, dem 9.5.2008, wurde auf dem Gehweg am Kurfürstendamm 140-143, 10709 Berlin eine Gedenkstele für die Opfer des "Generalplan Ost" feierlich enthüllt.

     

    Die Stele wurde nach einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von der Gedenktafelkommission der BVV gemeinsam mit dem Kulturamt und der Wall AG unter Zusammenarbeit der Stiftung "Topographie des Terrors" und der Polnischen Botschaft realisiert.

    Am Kurfürstendamm 140-143 befand sich ab 1939 das "Reichskommissariat für die Festigung des deutschen Volkstums", eines von zwölf SS-Hauptämtern. Hier wurde 1941-1942 der "Generalplan Ost" entwickelt.

    Der Plan sah vor, fünf Millionen Deutsche im annektierten Polen und im Westen der Sowjetunion anzusiedeln. Die slawische und jüdische Bevölkerung dieser Gebiete sollte unterworfen, vertrieben oder ermordet werden. Damit waren bis zu 50 Millionen Menschen von Vernichtung durch unmenschlich harte Arbeitsbedingungen, Verhungern sowie Deportationen und Mord bedroht.

    Der "Generalplan Ost" wurde im Distrikt Lublin in Polen am weitesten realisiert. Bei der angeordneten "Eindeutschung" der Kreise Zamosc und Lublin wurden ab November 1942 über 100.000 Menschen, darunter 10.000 Kinder, von SS-, Polizei- und Wehrmachtseinheiten aus 300 polnischen Dörfern vertrieben und viele von ihnen in Konzentrationslagern ermordet.
    Der "Generalplan Ost" steht für den verbrecherischen Charakter der nationalsozialistischen Politik und die Skrupellosigkeit der Täter. Allein der Verlauf des Krieges hat dem Plan ein Ende gesetzt.

    Kranzniederlegung-Volkspark Friedrichshain
     


    Anlässlich des  63. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa fand am 8. Mai 2008 um 12.00 Uhr am Denkmal des polnischen Soldaten und des deutschen Antifaschisten in Berlin - Friedrichshain (Volkspark Friedrichshain, 10243 Berlin) die feierliche Kranzniederlegung statt. An dem Festakt nahmen Vertreter des Deutschen Bundestages, der Stadtbehörden Berlins, des Auswärtigen Amtes, des diplomatischen Corps sowie Delegationen der Landesregierung Brandenburg und des Bezirksamtes Friedrichshain teil.
    Im Namen des Botschafters der Republik Polen in der BRD legte einen Kranz der charge d´affaires a.i Wojciech Pomianowski nieder.  

    Prof. Władysław Bartoszewski besuchte Deutschland

    Vom 30. April bis 2. Mai 2008 besuchte Prof. Władysław Bartoszewski Deutschland.

    Am 30. April nahm Prof. W.Bartoszewski an dem Karlspreis-Europa-Forum in Aachen teil, wo er einen Vortrag über die neuen institutionellen Rahmen der EU hielt.

    Am 1. Mai beteiligte sich Prof. Bartoszewski an den Feierlichkeiten zur Karlspreisvergabe an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die im Aachener Rathaus stattfand.

    Am 2. Mai besuchte Prof. Bartoszewski Berlin, wo er an der Veranstaltung zum 50. Jahrestag der Aktion Sühnezeichen im Haus der Kulturen der Welt teilnahm.

    Am 3. Mai richtete u.a. Herr Botschafter der Republik Polen in Berlin Herr Marek Prawda ein Grußwort an die Teilnehmer der Jubiläumsveranstaltung der Aktion Sühnezeichen. 

    Besuch des Marschalls des Sejms der Republik Polen Bronisław Komorowski in Deutschland

    Am 21. April 2008 auf Einladung des Präsidenten des Bundestages, Herrn Norbert Lammert, besuchte der Marschall des Sejms Bronisław Komorowski Deutschland. 

    Während des Aufenthalts in Berlin führte B. Komorowski die Gespräche mit dem Präsidenten des Deutschen Bundestages N.Lammert sowie mit dem Vizekanzler und Außenminister F.-W.Steinmeier. 

    Besuch der Delegation des Fraktionsvorstandes der Bürgerplattform (PO) in Deutschland

    Am 21. April 2008 besuchte die Delegation des Fraktionsvorstandes der Bürgerplattform (PO) Berlin.

    Die polnischen Abgeordneten führten die Gespräche mit den hochrangigen Vertretern des Bundestages, mit den Vertretern der CDU/CSU-Fraktion sowie mit dem außenpolitischen Berater der Bundeskanzlerin A. Merkel Ch. Heusgen durch. Polnische Delegation traf sich auch mit den Vertretern der Konrad-Adenauer-Stiftung. 

    Podiumsdiskussion zum Thema Kurswechsel in den deutsch-polnischen Beziehungen

    Am 23. April 2008 in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Kurswechsel in den deutsch-polnischen Beziehungen statt, die von der Adalbert-Stiftung Krefeld und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde organisiert wurde.

    An der Diskussion nahmen Prof. Władysław Bartoszewski, Prof. Dr. Gesine Schwan, der Wissenschaftler Kai-Olaf Lang und der Korrespondent der Tageszeitung "Handelsblatt" in Warszawa Reinhold Vetter teil.  

    13. Sitzung des Deutsch-Polnischen Umweltrats in Poznań

    Zwischen 16. und 17. April 2008 in Poznań fand die 13. Sitzung des Deutsch-Polnischen Umweltrats, an der die Minister M.Nowicki und S.Gabriel teilnahmen.

    Während des Treffens besprach man die Hauptaspekte der ökologischen Politik beider Länder, die Kooperation im Bereich Klimaschutz, die CO2-Strategie für Kraftfahrzeuge, die Vorbereitungen Polens auf die 14. Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen (Poznań, Dezember 2008) sowie die Zusammenarbeit im Grenzgebiet und für den Schutz der Oder und der Ostsee. 

    Konferenz, die der Tätigkeitsaufnahme der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) vorausgeht

    Vom 10. bis zum 11. April 2008 fand in Berlin auf Initiative der deutschen Seite eine Vorbereitungskonferenz zur Tätigkeitsaufnahme der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien statt.

    An dieser Konferenz nahmen u.a. Vertreter des polnischen Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten sowie Vertreter des Wirtschaftsministeriums teil. Die Hauptaufgabe der Agentur besteht im internationalen Austausch von Informationen und Erfahrungen zum Thema erneuerbare Energien

     

     

    Konzert „CREDO" - Oratorium von Henri Seroka
    Am Samstag; 12. April 2008 - 20:00 Uhr
    Philharmonisches Orchester aus Kalisz/Polen
    Pomeranian Medical Academy Choir aus Stettin/Polen
    Dirigenten: Adam Klocek und Henri Seroka
    Sopran: Eva Nyakas
    Mezzosopran: Katarzyny Krzyżanowskiej 
    "CREDO". Ein fantastisches neuartiges Oratorium geht um die Welt.
    Wegen des großen Erfolges wurde „CREDO" am 12. April 2008 um 20 Uhr
    erneut im Berliner Dom aufgeführt.
    Mehr als 90 Musiker (Philharmonisches Orchester und Chor) wurden das sechs Stücke umfassende „CREDO" unter der Leitung
    des belgischen Komponisten Henri Seroka aufgeführt. Das von Henri Seroka erschaffene 45minütige Werk hatte im Jahre 2004
    seine Weltpremiere im Schloss an der Oper in Stettin/Polen, weitere Konzerte im königlichen Konservatorium Brüssel/Belgien,
    in der Philharmonischen Konzerthalle in Warschau/Polen usw. folgten.
    Großer Erfolg in Polen: „CREDO" ist die musikalische Grundlage des in jüngst Polen uraufgeführten neuen Kinofilms
    „In Gods little garden" mit bereits 30.000 verkauften DVDs innerhalb weniger Wochen.
    Weitere Informationen im Internet unter: http://www.henriseroka.com/

    11. Jahrespressekonferenz zum Thema „Stand der deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen, Ergebnisse im Jahr 2007 und Entwicklungsprognose für das Jahr 2008"

    Am 23. April 2008 um 10.00 Uhr fand in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund die 11. Jahrespressekonferenz zum Thema „Stand der deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen Ergebnisse im Jahr 2007 und Entwicklungsprognose für das Jahr 2008" statt. Die Konferenz wurde von der Abteilung für Handel und Investitionen und Wirtschaftsabteilung der Botschaft der Republik Polen in Berlin sowie der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund organisiert.

    Das Jahr 2007 war wieder ein Jahr, in dem eine weitere Steigerung des Handelsumsatzes zwischen Polen und der Bundesrepublik Deutschland notiert wurde. Damit bleibt Deutschland unverändert der wichtigste Handelspartner Polens. Über ein Viertel der polnischen Exporte sowie Importe wird dem deutschen Markt zugeteilt. Einen weiteren Zuwachs konnte man auch beim Kapital- und Investitionstransfer verzeichnen. Aus der Bundesrepublik Deutschland kommen etwa 16 Prozent der gesamten Direktinvestitionen in Polen. Im letzten Jahr ist die Anzahl der polnischen Investoren in der Bundesrepublik Deutschland gestiegen. Ebenso intensiv hat sich der Austausch in der Tourismusbranche entwickelt.

    Diesjährige Konferenz wird ebenfalls von den Wirtschaftsabteilungen der Generalkonsulaten der Republik Polen in BRD an den folgenden Tagen veranstaltet:

    Generalkosulat in Hamburg - 23. April um 10:30 Uhr

    Generalkonsulat in Leipzig - 23. April um 10:00 Uhr

    Generalkonsulat in Köln - 23. April um 10:00 Uhr

    Generalkonsulat in München - 29. April um 10:00 Uhr 

    die 5. berlin biennale für zeitgenössische kunst. 

    Der polnische Kultusminister Bogdan Zdrojewski eröffnete am 4. April 2008 um 18:00 Uhr die 5. berlin biennale für zeitgenössische kunst. Das Motto diesjähriger Biennale lautet: „When things cast no shadow".

    Die alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung internationaler zeitgenössischer Kunst, deren Idee 1995 auf der Biennale von Venedig entstand, wird von Adam Szymczyk und Elena Filipovic kuratiert, dauert bis 15. Juni 2008. Die Biennale ist in zwei Teile gegliedert: der Tag- und der Nacht-Teil und verläuft dieses Jahr unter dem Motto: When things cast no shadow. Die Künstlerische Leiter sind dieses Jahr die Kunsthistorikerin, Kritikerin sowie unabhängige Kuratorin Elena Filipovic und der 1970 in Polen geborene Adam Szymczyk, Direktor der Kunsthalle Basel. Szymczyk hat ausführlich über verschiedene KünstlerInnen in Büchern, Katalogen und Kunstmagazinen geschrieben und zeichnet verantwortlich für Ausstellungen in Polen, Schweden und der Schweiz. Er ist Mitglied des beratenden Boards des Museum für moderne Kunst in Warschau, ein Projekt, das 2005 ins Leben gerufen wurde.
    Andere polnische Akzente diesjähriger Biennale sind natürlich die polnischen Künstler, u.a. Cezary Bodzianowski, Anna Molska, Zofia Stryjeńska, Artur Żmijewski, oder Andrzej Żuławski.
    Mehr zum Programm: http://www.berlinbiennial.de/

    Das Goethe-Institut Warschau und das Museum für Moderne Kunst in Warschau präsentierten bereits am 16. Februar 2008 die 5. berlin biennale. Adam Szymczyk und Elena Filipovic, die KuratorInnen der Biennale, stellten das Projekt im Museum für Moderne Kunst in Warschau vor.

    Benefiz-Klavierkonzert in der Kaiser-Wilhelm-Kirche

     

     

    Am 3. April 2008 um 19:30 fand in Berlin in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ein Benefiz-Klavierkonzert statt. Der gesamte Erlös des Konzerts kam dem Erhalt des alten Turms der Kaiser-Wilhelm-Kirche zugute.

    Der weltbekannte Pianist - Alexander Gavrylyuk spielte Werke von Chopin, Skrjabin, Rachmaninow und Balakirew. Diese Veranstaltung wurde von der Fryderyk Chopin - Gesellschaft in Berlin - mit Unterstützung der Botschaft der Republik Polen und des Polnischen Instituts in Berlin- organisiert. Der Initiator und Förderer war „GASAG".

     

    Eröffnung des Projekts "Wir, Berliner!"

    Am 2. April 2008 fand im Roten Rathaus die Eröffnung des Projekts "Wir, Berliner!" statt. Von diesem Zeitpunkt an wurde dieses vielseitige Unternehmen offiziell in Gang gesetzt.

    Es ist ein Forschungsprojekt des Zentrums für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften Berlin, das mit einer Ausstellung im Jahre 2009 abgeschlossen werden soll. Die Ausstellung soll die 300-jährige Geschichte der polnischen Anwesenheit in Berlin darstellen: nicht nur Krieg und Leid, sondern auch das tägliche Leben, hervorragende Künstler und die Vielfältigkeit deutsch-polnischer Haltungen. Die Veranstaltung wurde von Monika Helbig, Staatssekretärin und Europabeauftragte des Landes Berlin, und von Herrn Botschafter der Republik Polen Marek Prawda eröffnet.

    Verabschiedung der Geschäftsführerin des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes Doris Lemmermeier

    Am 31. März 2008 fand im Deutsch-Polnischen Jugendwerk mit Sitz in Potsdam die Verabschiedung von Frau Dr. Doris Lemmermeier, die 10 Jahre lang die Funktion der DPJW-Geschäftsführerin ausgeübt hat, statt.

    An der Veranstaltung nahmen die Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport von Brandenburg, der Botschaft der Republik Polen in Berlin (darunter Herr Botschafter Marek Prawda) sowie vieler anderen polnischen und deutschen Nichtregierungsorganisationen, die mit dem Jugendwerk zusammenarbeiten, teil.  

    Besuch des Direktors der Europaabteilung in dem polnischen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten Jerzy Margański in Deutschland

    Vom 13. bis zum 15.März 2008 besuchte der Direktor der Europaabteilung in dem polnischen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten Jerzy Margański Deutschland um politische Konsultationen durchzuführen.

    Direktor Margański führte die politischen Konsultationen mit dem Stellvertretenden Leiter der Europaabteilung im Auswärtigen Amt R.Mafael durch. Er traf sich auch mit dem außenpolitischen Berater der Bundeskanzlerin A.Merkel Ch. Heusgen, mit der Koordinatorin für die Deutsch-Polnische Zusammenarbeit G.Schwan sowie mit der SPD-Bundestagsabgeordneten A.Schwall-Düren.

     

    Konferenz "Europäisches Parlament +/-50" in Warszawa

    Die Robert-Schuman-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament und der Konrad-Adenauer-Stiftung lädt anlässlich des 50. Jahrestages der ersten Sitzung des Europäischen Parlaments zu einer internationalen Konferenz „Das Europäische Parlament +/-50" ein, die vom 7 bis zum 10 Mai 2008 in Warszawa stattfinden wird.

    Während der Konferenz, die in Englisch gehalten wird, wird es Workshops und Vorlesungen geben, bei denen Teilnehmer Strategien und Entwicklung von Informationskampagnen im Vorfeld der Europawahlen 2009 lernen können. Es werden auch die wichtigsten Herausforderungen diskutiert, vor denen die Europäische Union in den nächsten Jahren stehen wird.

    An der Konferenz können Bürger aller EU-Mitgliedsstaaten im Alter von 20-30 teilnehmen, die sich aktiv mit der europäischen Integration und mit dem Aufbau der Zivilgesellschaft beschäftigen, Vertreter von NGOs, Jugendorganisationen, Medien, das akademische Umfeld sowie Assistenten der Mitglieder des Europäischen Parlaments.

    Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Frau Joanna Czerwińska bis zum 31. März 2008:

    Joanna Czerwińska

    j.czerwinska@schuman.org.pl

    Tel. +48 22 621 21 61, 621 75 55

    Fax: +48 22 629 72 14

    Änderungen im Zugverkehr auf der Strecke Warszawa – Berlin - Warszawa

    Änderungen im Zugverkehr auf der Strecke Warschau - Berlin - Warschau

    Wegen Modernisierungsarbeiten des Knoten um Berlin durch die Deutsche Bahn fahren Züge „EuroCity Berlin- Warszawa- Express" am 22. und 23. März 2008 nach dem geänderten Fahrplan via Berlin-Lichtenberg nach Berlin-Gesundbrunnen. Züge halten nicht in Frankfurt/Oder, Berlin Ostbhf. und Berlin Hbf.

    Von Warschau nach Berlin

    EC 46 Berlin-Lichtenberg: Ankufft 14.02 - Gleis 15
    Der Zug endet in Berlin-Gesundbrunnen um 14.15 - Gleis 7

    EC 44 Berlin-Lichtenberg: Ankunft 18.04 - Gleis 20
    Der Zug endet in Berlin-Gesundbrunnen um 18.18 - Gleis 7

    EC 40 Berlin Lichtenberg: Ankunft 23.03 - Gleis 15
    Der Zug endet in Berlin-Gesundbrunnen um 23.17 - Gleis 7

    Von Berlin nach Warschau

    EC 41 Berlin-Gesundbrunnen: Abfahrt 06.43 - Gleis 10
    Berlin-Lichtenberg Abfahrt 06.58 - Gleis 17

    EC 45 Berlin-Gesundbrunnen: Abfahrt 11.34 - Gleis 8
    Berlin-Lichtenberg Abfahrt 11.50 - Gleis 16

    EC 47 Berlin-Gesundbrunnen: Abfahrt 15.30 - Gleis 7
    Berlin-Lichtenberg Abfahrt 15.47 - Gleis 15
     


    Prof. Władysław Bartoszewski in Berlin

    Am 11. März 2008 besuchte Prof. Władysław Bartoszewski Berlin.

    Prof. W.Bartoszewski traf sich mit dem deutschen Aussenminister F.-W.Steinmeier und mit dem aussenpolitischen Berater der Bundeskanzlerin A.Merkel Ch. Heusgen. Er nahm auch an der Eröffnung der Ständigen Sekretariat der "Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research" bei der Stiftung "Topographie des Terrors" teil. Danach eröffnete Prof. W.Bartoszewski das deutsch-polnische Treffen, das dem gemeinsamen Geschichtslehrbuch gewidmet wurde.

     

     

    Treffen zum deutsch-polnischen Geschichtslehrbuch

    Am 11. März 2008 fand in der Botschaft der Republik Polen in Berlin ein Treffen statt, das einem deutsch-polnischen Geschichtslehrbuch gewidmet war. Am Treffen nahmen Vertreter der Ämter teil, die für das Projekt politisch verantwortlich sind: Unterstaatssekretär im Ministerium für nationale Bildung Krzysztof Stanowski und Bildungsminister von Brandenburg Holger Rupprecht sowie die Kovorsitzenden der deutsch-polnischen Schulbuchkommission Prof. Robert Traba und Prof. Michael Müller, die gleichzeitig Beauftragte beider Regierungen und für den Inhalt dieses Unternehmens verantwortlich sind.

    Das Treffen eröffnete Prof. Władysław Bartoszewski, der auf die Tragweite eines gemeinsamen Lehrbuchs hinwies. Das Wesentliche ist, dass das Lehrbuch eine praktische Anwendung in Schulen hat, denn nur so kann man es beiden Nationen ermöglichen, gegenseitig das Verstehen der Geschichte zu lernen. Eine offizielle Eröffnung des Projekts findet am 17. Mai 2008 im Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt.

     

    Besuch der Gesundheitsministerin Ewa Kopacz in Berlin

    Am 11. März 2008 fand ein Treffen zwischen Gesundheitsministerin Polens Ewa Kopacz und Bundesministerin für Gesundheit Ulla Schmidt statt.

    Während des Gesprächs wurde das Thema medizinischer Rettungsdienst angesprochen. Beide Ministerinnen einigten sich auf die Notwendigkeit eines gegenseitigen Informationsaustauschs u.a. über Krankentransportsysteme, Markierung von den privilegierten Fahrzeugen und Finanzierungsprinzipien der im Ausland in Anspruch genommenen Leistungen. In diesem Zusammenhang streben Deutschland und Polen eine schnellstmögliche Anfertigung eines bilateralen Abkommens. Ministerin E.Kopacz lud ihre deutsche Amtskollegin U.Schmidt nach Polen ein. Die Einladung wurde mit Vergnügen angenommen.

    Während des 4. Weltkongresses für Gesundheit - Europa 2008, der unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission und des Bundesministerium für Gesundheit organisiert wurde, nahm Ministerin E.Kopacz an einer Diskussion zum Thema "Anpassung der Gesundheitspflege an den demographischen Wandel" teil

    Treffen der Pressesprecher der Ministerpräsidenten der mit Polen grenzenden Bundesländer und der polnischen Pressesprecher von Marschällen und Wojwoden aus den grenznahen Wojwodschaften

    Am 3. März 2008 fand in der Botschaft der Republik Polen in Berlin das Treffen der Pressesprecher der Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen sowie des Senats von Berlin mit den Pressesprechern von Marschällen und Wojwoden aus den grenznahen Wojwodschaften statt.

    Während des Treffens sprach man über die Schaffung der Mechanismen der effektiven Zusammenarbeit der Pressensprecher beiderseits der Grenze, die den schnellen Informationsaustausch erleichtern könnte. Die Teilnehmer besprachen auch die Kooperationsmöglichkeit der Pressesprecher mit den Journalisten in beiden Ländern, vor allem im Fall der Konfliktsituationen im Grenzgebiet. Nach der Vereinbarung sollen die Pressesprecher mindestens einmal im Jahr zusammentreffen, um die wichtigsten Themen im Bereich der Medienzusammenarbeit im Grenzgebiet zu besprechen.  

     

    Teilnahme des Stellvertretenden Ministerpräsidenten und des Wirtschaftsministers Waldemar Pawlak an der Internationalen Messe CeBit 2008

    Vom 3. bis zum 4. März 2008 nahm die polnische Delegation unter der Führung des Stellvertretenden Ministerpräsidenten und des Wirtschaftsministers Waldemar Pawlak an der Internationalen Messe CeBit 2008 in Hannover teil.

    Am 3. März 2008 nahm der Stellvertretende Ministerpräsident W.Pawlak an der Eröffnungszeremonie der Internationalen Messe CeBit 2008 teil.

    Am 4. März 2008 nahmder Stellvertretende Ministerpräsident W.Pawlak an der Eröffnung des Forums über die Anwendungsmöglichkeiten der Informatik in der öffentlichen Verwaltung teil, die vom Bundesminister des Innern Wolfgang Schäuble und vom Präsidenten des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) August-Wilhelm Scheer vorgenommen wurde. Danach traf sich W.Pawlak mit den polnischen Ausstellern und besuchte ihre Ausstellungsstände. Nach dem Mittagessen mit dem Vorstand der Deutschen Messe traf sich W.Pawlak mit den Investoren aus Niedersachsen sowie mit den Vertretern der Medien. 

     

     

     

     

    Besuch des Finanzministers der Republik Polen Jan Vincent Rostowski in Berlin

    Vom 5. bis zum 6. März 2008 besuchte der Finanzminister der Republik Polen Jan Vincent Rostowski Berlin. Er wurde von der Delegation der Finanzministeriumsexperten in Fragen europäischer Finanzpolitik begleitet.

    Am 6. März 2008 traf sich der Minister Rostowski mit dem Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und mit dem Wirtschaftsberater von der Bundeskanzlerin A.Merkel Jens Weidmann. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die aktuellen Fragen der Zusammenarbeit im Rahmen der Europäischen Union - der Pakt für Stabilität und Wachstum, staatliche Investitionsfonds sowie die Vorbereitungen auf den kommenden Eu-Gipfel. Minister Rostowski traf auch mit den prominenten Persönlichkeiten der deutschen Politik und Wirtschaft in der Bertelsmann Stiftung zusammen.

     

    Vertrag über zwei neue Eisenbahn-Brücken nach Polen unterzeichnet

    Zwischen Deutschland und Polen werden zwei neue Eisenbahn-Brücken gebaut. Die Bauwerke über die Oder sowie die Lausitzer Neiße sollen zwei marode Brücken ersetzen, die die Züge derzeit nur mit gedrosseltem Tempo und verminderter Last eingleisig passieren können.

    Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und sein polnischer Kollege Cezary Grabarczyk unterzeichneten dafür am Dienstag (26.02.) in Frankfurt (Oder) einen Staatsvertrag. Im Anschluss starteten die Politiker symbolisch die Arbeiten für den Bau der neuen Oderbrücke in Frankfurt (Oder).

    Nach vier Jahren intensiver Arbeit sei ein Vertrag entstanden, der erstmals alle Belange des Baus und der Instandhaltung von 13 Eisenbahn-Grenzbrücken über Oder und Lausitzer Neiße zwischen beiden Staaten regele, sagte Tiefensee. Damit sei ein Tor für weitere Bauprojekte aufgestoßen worden.

    Die Oderbrücke ist Teil der Trasse Paris-Berlin-Warschau-Moskau und soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 fertig werden. Die Kosten von 25 Millionen Euro übernimmt der Bund. Grabarczyk sagte, Polen werde bis 2011 - pünktlich zur dortigen Fußball-Europameisterschaft - die Brücke über die Lausitzer Neiße bei Horka (Sachsen) neu bauen. Die meist vom Güterverkehr genutzte Brücke gehört zur niederschlesischen Magistrale Leipzig-Breslau (Wroclaw).

    Wegen der Bauarbeiten an der zweigleisigen Oderbrücke mit einer Gesamtlänge von 442 Metern muss der Abschnitt vom 17. Oktober bis 1. Dezember gesperrt werden, teilte die Deutsche Bahn mit. Der grenzüberschreitende Verkehr werde in dieser Zeit umgeleitet.

    Quelle: dpa

    Tagung zum Gedenken an Günter Särchen aus dem Anlass seines 80. Geburtstages

    Vom 29. Februar bis zum 2. März 2008 fand in Magdeburg eine von der Anna-Morawska-Gesellschaft organisierte Tagung zum Gedenken an Günter Särchen aus dem Anlass seines 80. Geburtstages statt. Als ein langjähriger Initiator der Polenseminaren und der Pilgerfahrten an die Orte der Konzentrationslager war Günter Särchen ein Wegbereiter der deutsch-polnischen Versöhnung.

    An der Tagung, über die der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Wolfgang Böhmer das Patronat übernahm, nahmen u.a. der ehemalige Ministerpräsident Polens T.Mazowiecki (ein Freund von G.Särchen) und der Botschafter der Republik Polen in Berlin M.Prawda teil.  

    Besuch des Staatssekretärs für europäische Integration Mikołaj Dowgielewicz in Berlin

    Am 28. Februar 2008 besuchte der Staatssekretär für europäische Integration Mikołaj Dowgielewicz Berlin. Während des Aufenthalts in Berlin traf er sich mit den hochrangigen Vertretern des Auswärtigen Amtes und Bundeskanzleramtes um die wichtigsten Themen zur europäischen Integration zu besprechen. Es waren auch die Treffen des Staatssekretärs Dowgielewicz mit den Bundestagsabgeordneten und mit den deutschen Journalisten geplant.

    Oscar für „Peter und der Wolf"



    Die Amerikanische Filmakademie hat in der Kategorie bester animierter Kurzfilm die britisch-polnisch-schweizerische Kooproduktion „Peter und der Wolf" mit einem Oscar ausgezeichnet. Der Film ist eine Koproduktion der Gesellschaft Se-ma-for Produkcja Filmowa in Łódź und der britischen Firma BreakThru Films. Regisseurin des Films ist die Britin Suzie Templeton.
    Die Meisterverfilmung und die Erfolge des Balletts von Sergej Prokofiew sind weitgehend Verdienst des polnischen Studios Se-ma-for, wo alle Arbeiten - Puppen, Dekorationen, Aufnahmen und digitale Postproduktion - durchgeführt wurden. Die Weltpremiere des Films "Peter und der Wolf" fand im September 2006 in London, in Royal Albert Hall, unter Beteiligung von fast siebentausend Zuschauern statt. Die Livemusik spielte The Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Marek Stephenson.
    Der Film hat schon viele Prestigepreise erhalten, u.a. den Hauptpreis, Annecy-Kristall, sowie den Preis des Publikums auf dem vorjährigen Internationalen Animationsfilmfestival Annecy, Frankreich. Die Weltpremiere des Films fand im September 2006 in London und die polnische am 22. April 2007 während des IV. Internationalen Animationsfestivals RE-ANIMACJA in Łódź, unter Beteiligung des Großen Symphonieorchesters der Artur-Rubinstein-Philharmonie unter der Leitung von Marcin Wróblewski, statt.

    Gewinner der 80. Academy Awards auf einen Blick

    Bester Film: „No Country For Old Men"
    Beste Hauptdarstellerin: Marion Cotillard („La Vie en Rose")
    Bester Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis („There Will Be Blood")
    Beste Nebendarstellerin: Tilda Swinton („Michael Clayton")
    Bester Nebendarsteller: Javier Bardem („No Country For Old Men")
    Beste Regie: Joel und Ethan Coen für „No Country For Old Men"
    Bester nichtenglischsprachiger Film: „Die Fälscher" („The Counterfeiters", Österreich)
    Bestes adaptiertes Drehbuch: Joel und Ethan Coen für „No Country For Old Men"
    Bestes Originaldrehbuch: Diablo Cody für „Juno"
    Beste Kamera: Robert Elswit für „There Will Be Blood"
    Bester Schnitt: Christopher Rouse für „The Bourne Ultimatum"
    Bestes Kostümdesign: Alexandra Byrne für „Elizabeth: The Golden Age"
    Bester Ton: „The Bourne Ultimatum"
    Beste Toneffekte: „The Bourne Ultimatum"
    Bestes Make-up: Didier Lavergne und Jane Archibald für „La Vie en Rose"
    Beste Spezialeffekte: Michael Fink, Bill Westenhofer, Ben Morris und Trevor Wood für„The Golden Compass"
    Beste Musik: Dario Marianelli für „Atonement" („Abbitte")
    Bester Song: „Falling Slowly" (Glen Hansard und Marketa Irglova - „Once")
    Bestes Set Design: Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo für „Sweeney Todd"
    Bester Animationsfilm: „Ratatouille"
    Bester Kurzfilm: „Le Mozart des Pickpockets"
    Bester animierter Kurzfilm: „Peter and the Wolf"
    Bester Dokumentarfilm: „Taxi to the Dark Side"
    Bester dokumentarischer Kurzfilm: „Freeheld"


     Treffen der Verkehrsminister aus Polen und Deutschland in Frankfurt an der Oder

    Am 26. Februar 2008 in Frankfurt an der Oder fand das Treffen des polnischen Infrastrukturministers Cezary Grabarczyk und des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wolfgang Tiefensee statt.

    Beide Minister sprachen u.a. über den Bau der Eisenbahnbrücken über die Oder und Neiße, über gegenseitige Projekte im Bahnbereich, über die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in der Gegend von Zittau und Schwedt, sowie über die Aufnahme der Zusammenarbeit im Bereich Bauwesen. Die Minister unterschrieben auch den Vertrag über den Bau und die Instandhaltung von Eisenbahnbrücken zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland. Beide Minister nahmen auch an dem feierlichen Beginn des Neubaus der Eisenbahngrenzbrücke bei Frankfurt an der Oder teil 

     

     

    Besuch des Stellvertretenden Ministers der Wirtschaft Eugeniusz Postolski in Berlin

    Am 22. Februar 2008 besuchte der Stellvertretende Minister der Wirtschaft Eugeniusz Postolski Berlin. Er wurde von der Delegation der Wirtschaftsministeriumsexperten in Fragen Energie begleitet. Der Besuch hatte zum Ziel den deutsch-polnischen Energiedialog wieder zu beleben.

    Der Stellvertretende Minister der Wirtschaft Eugeniusz Postolski traf sich mit dem Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Jochen Homann. An dem Gespräch nahmen auch die Vertreter des deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie der Wirtschaftsabteilung der Botschaft der Republik Polen in Berlin teil. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen der Sicherheit der Energielieferungen nach Europa, der Entwicklung des europäischen Energieinnenmarktes und der Ostsee-Pipeline.

     

    Sitzung des Kuratoriums der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung

    Am 21. Februar 2008 fand in Berlin eine Sitzung des Kuratoriums der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung statt. An der Sitzung nahm Prof. Władysław Bartoszewski teil.

    Besuch der polnischen Parlamentsdelegation in Berlin

    Vom 18. bis 20. Februar 2008 besuchte die polnische Parlamentsdelegation Berlin. Sie traf sich mit den hochrangigen Vertretern des Bundestages, des Kanzleramtes und des Auswärtigen Amtes. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die EU-Beziehungen im Verhältnis zu den östlichen Nachbarn

    Besuch des Generalsekretärs des Rates zum Schutz des Gedenkens an Kampf und Martyrium Andrzej Przewoźnik in Berlin

    Vom 15. bis 16. Februar 2008 besuchte der Generalsekretär des Rates zum Schutz des Gedankens an Kampf und Martyrium Andrzej Przewoźnik Berlin.

    Während des Aufenthalts in Berlin traf sich A.Przewoźnik u.a. mit dem Direktor der Stiftung "Topographie des Terrors" prof. Andreas Nachama. Er nahm auch an der Vorführung des für einen Oscar nominierten Films von A.Wajda "Katyń" im Rahmen des Filmsfestivals Berlinale teil

    Besuch des polnischen Kulturministers Bogdan Zdrojewski in Berlin

    Am 15. Februar 2008 war der Kulturminister Bogdan Zdrojewski in Berlin.

    Herr Minister Zdrojewski traf sich mit dem deutschen Staatssekretär für Kultur Bernd Neumann, um über die deutsch-polnische Kulturbeziehungen zu sprechen. Anschließend nahm B.Zdrojewski an der Vorführung des für einen Oscar nominierten Films von Andrzej Wajda "Katyń" im Rahmen des Filmsfestivals Berlinale teil

     

    44. Münchner Konferenz

    Vom 8. bis 10. Februar 2008 fand 44. Münchner Sicherheitskonferenz statt. Der Außenminister Radosław Sikorski vertrat Polen. Am 9. Februar 2008 nahm er an der Podiumsdiskussion über die Zukunft der NATO nach dem Gipfel in Bukarest teil.

     

     

    Die kanadisch-polnische Turzański-Stiftung ehrt das Deutsch-Polnische Magazin DIALOG

    Das Deutsch-Polnische Magazin DIALOG ist mit dem Ehrenpreis der kanadisch-polnischen Turzański-Stiftung ausgezeichnet worden.  Die Stiftung würdigt mit ihrem Preis die „herausragenden Verdienste [des Magazins] um die Setzung neuer Standards in den deutsch-polnischen Beziehungen".  „Durch die Veröffentlichung von klugen und von Vorurteilen freien Texten, die negative, historisch belastete Stereotype bewältigen, beteiligt sich die Zeitschrift an der Schaffung eines Klimas der gegenseitigen Akzeptanz und der Verständigung zwischen den Nationen", heißt es weiter in der Erklärung der Jury.   

    Die kanadisch-polnische Turzański-Stiftung wurde 1988 in Toronto von den Exilpolen Nelii und Władysław Turzański gegründet. Die Stiftung fördert weltweit die Vermittlung polnischer Kultur sowie die Arbeit polnische Künstler und Wissenschaftler. Sie zählt mittlerweile zu den renommiertesten Privatstiftungen von Auslandspolen. Neben der Redaktion des DIALOG wurden 2007 auch die Allensteiner Literaturwissenschaftlerin Prof. Beata Tarnowska, der Dichter Roman Chojnacki und der in den USA lebende Maler Andrzej Dudziński ausgezeichnet. Zu den bisherigen Preisträgern der Stiftung zählen u.a. der britische Historiker Norman Davies sowie die renommierten polnischen Schriftsteller Julia Hartwig, Stanisław Barańczak, Ryszard Kapuściński und Adam Zagajewski.    

     

     

    Besuch des polnischen Justizministers Zbigniew Ćwiąkalski in Berlin

    Am 12. Februar 2008 besuchte der polnische Justizminister Zbigniew Ćwiąkalski Deutschland. Während des Aufenthalts in Berlin traf er sich mit der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die wichtigsten Themen der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Bereich der Rechtssprechung sowie Konsultationen zum europäischen Recht.

     

    Pressemitteilung nach den deutsch-polnischen Gesprächen über historische Fragen in den bilateralen Beziehungen

    Am 5. Februar 2008 fanden in Warschau deutsch-polnische Gespräche über historische Fragen in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern statt. Die polnische Delegation wurde vom Staatssekretär in der Kanzlei des Ministerpräsidenten, Professor Władysław Bartoszewski und die deutsche vom Staatsminister im Bundeskanzleramt Bernd Neumann geleitet.

    Beide Seiten betonten die Bedeutung eines offenen historischen Dialogs für die deutsch-polnischen Beziehungen und die Notwendigkeit der Suche nach einer Weiterentwicklung der Zusammenarbeit, die der historischen Wahrheit dienen und Missverständnissen vorbeugen wird. Sie äußerten die Überzeugung, dass der deutsch-polnische historische Dialog einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des historischen Bewusstseins Europas leisten soll.

    Beide Seiten waren sich über die Notwendigkeit der Wiederbelebung des Europäischen Netzwerkes „Erinnerung und Solidarität" einig, das zu einem wichtigen Forum des europäischen historischen Dialogs werden sollte. Im Rahmen des Netzwerkes werden Projekte realisiert, die mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang stehen, das von den verheerenden Folgen totalitärer Herrschaft geprägt worden ist. Die deutsche Seite bekräftigte ihr Interesse an der Teilnahme an diesem Vorhaben und die Bereitschaft, es zu fördern. Besprochen wurde der mögliche Austausch von Ausstellungen.

    Die deutsche Delegation stellte das Konzept der von der Bundesregierung geplanten Dauerausstellung „Sichtbares Zeichen gegen Flucht und Vertreibung" vor. Die Absicht der deutschen Seite ist, den historischen Zusammenhang darzustellen und dabei auch die Deportation polnischer Bevölkerung zu berücksichtigen. Die polnische Seite beabsichtigt nicht,  sich an dem Vorhaben formell zu beteiligen, was eine Beteiligung  polnischer Historiker nicht ausschliesst.

    Es wurden auch die Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit bei den Projekten besprochen, die insbesondere der Geschichte des II. Weltkrieges gewidmet sind, darunter bei der Renovierung des Mahnmals auf der Westerplatte und bei der Vorbereitung des Projektes  eines „Museums von Krieg und Frieden im 20. Jahrhundert" in Danzig.

    Bernd Neumann                                                              Władysław Bartoszewski

    Polen schenken der Europäischen Union mehr Vertrauen

    Nach Angaben des Eurobarometers steigt das Vertrauen der Polen an die EU. 62% der Befragten geben es zu. Polen sind auch die größten Befürworte des künftigen EU-Erweiterung. Den Beitritt neuer Länder befürwortet 76% der Befragten.

    Wajdas Kriegsdrama "Katyń" für Oscar nominiert. Aufführungen auf der Berlinale

    Andrzej Wajda ist mit seinem Kriegsdrama "Katyń" in der Kategorie bester fremdsprachiger Film für einen Oscar nominiert worden. Das ist eine vierte Nominierung für Wajda. Im Jahr 2000 erhielt er einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk. "Katyń" erzählt von der Ermordung von ca. 20.000 polnischen Offizieren während des Zweiten Weltkriegs durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD. Bis 1990 war das Massaker in Polen ein Tabuthema.

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    Neben "Katyń" ist der britisch-polnische Trickfilm "Peter und der Wolf" ein Oscaranwärter. In der Kategorie "Beste Kamera" ist der polnische Kameramann Janusz Kamiński (Schmetterling und Taucherglocke / The Diving Bell And The Butterfly) erneut für den begehrtesten Filmpreis der Welt nominiert worden. Kamiński ist bereits zweifacher Oscarpreisträger (u.a. Schindlers Liste).  

    Neben der polnischen Produktion auch die österreichisch-deutsche Koproduktion Chancen: Der in den Babelsberger Studios gedrehte Film 'Die Fälscher' des Österreichers Stefan Ruzowitzky wurde ebenfalls nominiert. Er erzählt die wahre Geschichte einer Fälscher-Werkstatt der Nazis im KZ Sachsenhausen.



    „Katyń" wird demnächst auf der Berlinale gezeigt (außer Konkurrenz).

    Berlinale Palast, Marlene-Dietrich-Platz 1: 15.02., 09.00 / 16.30 Uhr (u.a. unter Anwesenheit des Polnischen Kulturministers Bogdan Zdrojewski und des Staatsministers Bernd Neumann).
    Urania, An der Urania 17: 16.02., 09.30 / 23.30 Uhr
    International, Karl-Marx-Allee 33:  16.02., 20.00 Uhr

    Filmrezensionen:

    Welt-Online 1
    Welt-Online 2
    Deutschlandfunk
    NZZ
    Thüringer Allgemeine
     

     

    Gleiche Chancen in Europa!“ 6. Treffen des deutsch-französisch-polnischen Jugendparlaments.

    Gleiche Chancen in Europa!" 6. Treffen des deutsch-französisch-polnischen Jugendparlaments.
    26.-31. Januar 2008, Stiftung Genshagen

    Zum sechsten Mal trafen sich Jugendliche (jeweils 20 Schülerinnen und Schüler) aus den Regionen Ile-de-France (Frankreich), Mazowien (Polen) und Brandenburg (Deutschland), um über aktuelle europäische Themen zu diskutieren und Spaß zu haben. Diese internationale Jugendbegegnung veranstaltet die Junge Europäische Bewegung Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit der Stiftung Genshagen und der Maison de l'Europe des Yvelines sowie mit der Unterstützung des Deutsch-Französischen und des Deutsch-Polnischen Jugendwerks in Genshagen/Brandenburg sowie des Landes Brandenburg. Die jungen Parlamentarier besuchten die Botschaft der Republik Polen und die Französische Botschaft in Berlin. Am 30.01.2008 wurden sie von der Vizepräsidentin des Brandenburgischen Landtages, Gerlinde Stobrawa, im Plenarsaal des Brandenburgischen Landtags empfangen, wo sie die von ihnen vorbereitete Resolution präsentierten. An dieser Abschlussveranstaltung nahmen teil: Staatssekretär Dr. Gerd Harms, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und bei der Europäischen Union, Waldemar Roszkiewicz, Mitglied des Vorstandes der Wojewodschaft Mazowieckie, Janine Haddah, Beauftragte für die internationale und europäische Angelegenheiten der Region Ile-de-France, Graham Paul, Gesandter der Französischen Botschaft sowie Vertreter der Botschaft der Republik Polen in Berlin, Gesandter-Botschaftsrat Wojciech Pomianowski.

    Weitere Informationen unter: http://www.junge-europaeische-bewegung.de/ 

     

    Ehrendoktorwürde der Katholischen Universität in Lublin für Prof. Władysław Bartoszewski

    Am 29. Januar 2008 fand die Festveranstaltung zur Verleihung der Ehrendoktorwürde der Katholischen Universität in Lublin an Prof. Władysław Bartoszewski statt.

    Prof. W.Bartoszewski wurde für sein konsequentes Zeugnis für Werte und für die Wahrheit über die polnische Zeitgeschichte, besonders über die deutsche Okkupation, den Warschauer Aufstand, die Hilfe für die jüdische Bevölkerung und die Opposition gegen den Totalitarismus geehrt.

     

     

     

    11. Europäischer Polizeikongress in Berlin

    Vom 29. bis 30. Januar 2008 fand in Berlin 11. Europäischer Polizeikongress statt.

    An diesem Kongress nahm die polnische Delegation teil, die aus den Vertretern des Ministerium für Innere Angelegenheiten und Verwaltung und der Hauptkommandantur der Polnischen Polizei bestand. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz stand das Thema "Europäische Sicherheitsarchitekturen: Informationstechnologie - Ermittlung - Einsatz".  

    Teilnahme des polnischen Botschafters, Dr. Marek Prawda an der festlichen Abschlussveranstaltung zum Projekt „STEP 21 - Weiße Flecken - Initiative für Toleranz und Verantwortung", 21. Januar 2008, Journalisten-Club im Axel Springer Verlag, Berlin



    Im Rahmen des Projektes „STEP 21 - Weiße Flecken" befassten sich 70 junge Redakteure aus Deutschland, Tschechien und Polen mit Ereignissen aus der Geschichte ihrer Länder während der Naziregime. Zehn Monate lang erkundeten die Jugendlichen zahlreiche Presseberichte aus der Zeit des 2. Weltkrieges, sprachen mit Zeitzeugen und recherchierten in Archiven. Ziel der Recherchen war, die weißen Flecken der Geschichte zu füllen und über die Ereignisse zu Berichten, die während der NS-Zeit zu Zwecken der Nazi-Propaganda oft verschwiegen oder verfälscht wurden. Die Arbeit der jungen Menschen begleiteten Pädagogen sowie Fachleute, die sie in die Geheimnisse der journalistischen und fotojournalistischen Arbeit eingeführt haben sowie ihnen die Kunst der Archivrecherchen näher brachten.

    Die erste Ausgabe der Zeitung im Rahmen des Projektes 2006/ 2007 unterstützte Präsident Horst Köhler. Die Schirmherrin der zweiten Auflage 2007/ 2008 war die Bundeskanzlerin Angela Merkel, der die Jugend während der Abschlussveranstaltung das erste Exemplar der Zeitung übergab. Nach dem Podiumsgespräch der Bundeskanzlerin mit den Jugendlichen wurden den Redaktionsteams die Urkunden übergeben.

    Jede nationale Gruppe hatte ihren Projektpaten. Der polnische Botschafter übernahm die Patenschaft über die polnische Gruppe während des ganzen Projektes. Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung übergab er vier polnischen Teams Urkunden, lobte ihre journalistische Redlichkeit und Engagement sowie die Themenauswahl.

    Die polnischen Redaktionsteams:
    Wrocław - „Festung Breslau"
    Warszawa - „Schule unter deutscher Okkupation"
    Olkusz - „Blutiger Mittwoch"
    Przemyśl - „Die geteilte Stadt"

    Die von jungen Redakteuren geschriebene Zeitung wird Schulen in Deutschland, Tschechien und Polen zur Verfügung gestellt und als Unterrichtsmaterial dienen. Die erste Ausgabe der Zeitung hat sich als Unterrichtsmaterial in deutschen Schulen hervorragend bewährt.

    Weitere Informationen über die Initiative können Sie auf den Internetseiten des Projektes finden: http://www.step21.de/

     

    Teilnahme der polnischen Delegation an der Internationalen Messe "Grüne Woche 2008"

    Vom 17. bis 19. Januar 2008 nahm die polnische Delegation unter der Führung des Ministers für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Marek Sawicki an der Internationalen Messe "Grüne Woche 2008" in Berlin teil.

    Am 17. Januar 2008 nahm Minister Sawicki mit den ihm begleitenden Personen an dem Empfang teil, der von dem Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit in ICC organisiert wurde. Die polnische Delegation beteiligte sich an der feierlichen Eröffnung der "Grüne Woche" und an dem Empfang für die ausländischen Gäste, der von dem Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Horst Seehofer organisiert wurde.

    Am 18. Januar 2008 Minister Sawicki in Begleitung von dem Botschafter Marek Prawda begrüßte den Bundesminister H.Seehofer, den Bürgermeister von Berlin K.Wowereit und den Vorsitzenden der Berliner Messe an dem nationalen Ausstellungsstand. Danach fanden die Treffen des Ministers Sawickis mit den Ministern für Landwirtschaft aus der Niederlanden, der Schweiz, Finnland und Litauen, sowie mit dem Minister für Landwirtschaft von Brandenburg Dietmar Woidke statt. An diesem Treffen nahmen auch die Vertreter der polnischen, mit Deutschland grenzenden Woiwodschaften teil. Um 15.00 Uhr im Pressezentrum fand die Pressekonferenz von dem Minister M.Sawicki statt. Am Abend nahm die polnische Delegation an den Empfängen teil, die von der Botschaft der Russischen Föderation und der Botschaft der Republik Ungarn organisiert wurden. Am Abend unterzeichneten die Landwirtschaftminister Polens M.Sawicki und Russlands A.Gordiejew eine Vereinbarung über die Wiederaufnahme der Importe polnischer Pflanzenprodukte.

    Am 19. Januar 2008 traff sich Minister M.Sawicki mit dem Minister für Agrarpolitik der Ukraine Jurij Melnyk und mit dem bayerischen Minister für Landwirtschaft Josef Miller. Danach nahm die Delegation an der I Internationalen Agrarministerkonferenz zum Thema "Globaler Wettbewerb um landwirtschaftliche Rohstoffe" teil 

    Sitzung der Ständigen deutsch-polnischen Arbeitsgruppe für Polnischunterricht und Polonistik in der Bundesrepublik Deutschland

    Am 17. Januar 2008 fand in Berlin die Sitzung der Ständigen deutsch-polnischen Arbeitsgruppe für Polnischunterricht und Polonistik in der Bundesrepublik Deutschland statt.

    Die polnische Seite vertrat der Unterstaatssekretär beim Ministerium für nationale Bildung, Herr Krzysztof Stanowski, dem die Ministerialabteilung für Internationale Zusammenarbeit untersteht und die Vertreter der Botschaft der Republik Polen in Berlin, der Generalkonsulate und der Polnischen Institute. Von der deutschen Seite nahmen an der Sitzung Vertreter diverser Ministerien teil, die in den einzelnen Bundesländern für Bildungsfragen, einschließlich des Polnischunterrichts im deutschen öffentlichen Bildungssystem zuständig sind. An der Sitzung nahm auch der Vertreter des Auswärtiges Amtes der Bundesrepublik Deutschland teil. Das Hauptaugenmerk der Sitzung wurde auf die polnische Sprache als Mutter- und Fremdsprache im deutschen öffentlichen Bildungssystem gerichtet . Des Weiteren wurden Themen wie der Polnischunterricht in der Berufsbildung, Lehrbücher für den Polnischunterricht und die Spezifik der Grenzregion auf die Agenda gebracht. 

    Besuch des polnischen Ministers für Umwelt, Herrn Prof. Dr. habil. Maciej Nowicki in Bonn

    Am 17. Januar 2008 wurde in Bonn das Abkommen zwischen der Regierung der Republik Polen und dem Sekretariat der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über die Klimaveränderung unterzeichnet. Diesem Abkommen wurden Beschlüsse des Kyoto-Protokolls bezüglich der XIV. Sitzung der Vertragsparteien im Rahmen der Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen, der IV. Sitzung der Vertragsparteien im Rahmen des Kyoto-Protokolls und der zusätzlichen XXIX. Sitzung zu Grunde gelegt. Das Abkommen wurde von dem Minister für Umwelt der Republik Polen, Herrn Prof. Dr. habil. Maciej Nowicki und dem Exekutivsekretär des UN-Klimasekretariats, Herrn Yvo de Boer unterzeichnet . 

    Großes Orchester der Feierlichen Hilfe auch in Berlin

    Am 13. Januar 2008 in Berlin fand XVI. Finale des Großen Orchesters der Feierlichen Hilfe statt.

    Für die Teilnehmer des Finales spielten die Musiker aus Polen, Deutschland und den Vereinigten Staaten. Die größte Attraktion der Versteigerung war ein Ball, mit dem die polnischen Fußballer während der Weltmeisterschaften in Deutschland im Jahr 1874 trainierten. Die Botschaft der Republik Polen in Berlin spendete die Gegenstände für die Versteigerung. Der Botschafter Marek Prawda war während des Konzerts dabei. Das Geldsammeln und die Versteigerungen brachten mehr als 2500 Euro 

    Spielzeit'europa 07|08 präsentiert ein Projekt des  polnischen Regissseurs Grzegorz Jarzyna

    MEDEA. Ein Projekt von Grzegorz Jarzyna
    10. - 12. Januar | 20.00 Uhr + 13. Januar | 14.00 Uhr
    Berliner Festspiele, Große Bühne

      

     

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