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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen, treu sein

     

  • EHEFRAU DES BOTSCHAFTERS

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    Julia Przyłębska, die das Amt der Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs der Republik Polen innehat, unterstützt ihren Gatten bei der Erfüllung seiner Mission als Botschafter.

    Sie wurde am 16. November 1959 in Bydgoszcz geboren.

    1982 schloss sie ihr Studium an der Fakultät für Recht und Verwaltung der Adam-Mickiewicz-Universität Posen ab. Während des Studiums war sie im Unabhängigen Studentenverband (NZS) aktiv.

    In den Jahren 1984-1988 absolvierte sie das Rechtsreferendariat und Assessorat am Woidwodschaftsgericht Posen. Von 1988 bis 1991 war sie Richterin am Amtsgericht Posen in der Zivilkammer für nichtstreitiges Verfahren.

    In den Jahren 1991-1998 war sie zunächst als abgeordnete Richterin und anschließend als Richterin am Woiwodschaftsgericht Posen in der Sozialversicherungskammer tätig. Von 1990 bis 1992 war sie Personalratsvorsitzende im Bezirk des Woiwodschaftsgerichts Posen. In den Jahren 1990-1997 war sie Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Woiwodschaftswahlausschusses in Posen.

    Von 1998 bis 2001 war sie, nachdem sie für die Dauer einer Beschäftigung im diplomatischen Dienst das Richteramt aufgegeben hatte, als Konsulin und Diplomatin in der Botschaft der Republik Polen in Köln und Berlin tätig.

    2001 wurde sie nach Einreichung des Antrags durch den Landesrat für Gerichtswesen durch Beschluss des Präsidenten der Republik Polen Richterin am Bezirksgericht Posen und kehrte zur Rechtsfindung an die 7. Sozialversicherungskammer zurück.

    2003 verzichtete sie erneut auf das Richteramt und nahm eine Diplomatentätigkeit in der Botschaft der Republik Polen in Berlin auf.

    Als Vertreterin der Botschaft der Republik Polen war sie Mitglied der Verhandlungsgruppe über Entschädigungen für Zwangsarbeit. Sie war verantwortlich für die Zusammenarbeit des Anwalts für öffentliches Interesse mit dem Bundesbeauftragen für die Stasi-Unterlagen, stellte die Kontakte zwischen den Behörden her und koordinierte später die Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken. Sie gehörte dem Team für die Informationsbeschaffung polnischer Bürger aus dem Archiv in Arolsen an. 2006 betrieb sie die Rückgabe der 1939 von der polnischen Regierung für den Bau des Polnischen Instituts in Berlin erworbenen Liegenschaft. Für das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten erstellte sie juristische Analysen im Bereich des nationalen und internationalen Rechts. In den Jahren 2005-2007 koordinierte sie die Gespräche über Entschädigungen für Maßnahmen des Dritten Reiches und die Anerkennung der polnischstämmigen Gruppe in Deutschland (Polonia) als nationale Minderheit.

    Der Verband jüdischer Kriegsveteranen der Republik Polen und Geschädigten des Zweiten Weltkrieges zeichnete sie mit einer Medaille aus.

    2007 kehrte sie auf Beschluss des Präsidenten der Republik Polen Lech Kaczyński in das Richteramt am Bezirksgericht Posen in der 8. Sozialversicherungskammer zurück.

    Ab 2009 war sie stellvertretende Vorsitzende und ab dem 1. Juli 2015 Vorsitzende der Arbeits- und Sozialversicherungskammer.

    Sie nahm an europäischen Praktika und Konferenzen über nationales und europäisches Recht teil.

    Im Dezember 2015 wurde sie vom Sejm der Republik Polen zur Richterin am Verfassungsgerichtshof gewählt und am 21. Dezember 2016 vom Präsidenten der Republik Polen zur Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs ernannt.

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