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  • Polen dienen, Europa gestalten, die Welt verstehen

     

  • NACHRICHTEN

  • 25 März 2017

    Heute jährt sich zum 60. Mal die Unterzeichnung der Römischen Verträge, die das Fundament für die heutige Europäische Union legten, durch die Vertreter Belgiens, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs und der Niederlande im Kapitolinischen Museum.

    Polen war damals durch den Eisernen Vorhang von der freien Welt getrennt und konnte sich nicht dem präzedenzlosen Integrationsprojekt anschließen, dem der Wille zugrunde lag, die Folgen des Zweiten Weltkrieges zu überwinden, und die Entschlossenheit, ähnliche Kataklysmen in Zukunft zu vermeiden. Die nächsten Jahrzehnte brachten der größer werdenden Gemeinschaft europäischer Völker Ordnung, Sicherheit und Wohlstand. Nach dem Sturz des Kommunismus in unserem Teil Europas, den der Aufbruch der „Solidarność“ zur Freiheit inspiriert hatte, trat Polen 2004 der Europäischen Union bei und brachte sein politisches und wirtschaftliches Potenzial, sein reiches intellektuelles Erbe und den Europaenthusiamus und Unternehmungsgeist seiner Bürger mit ein.

     

     

    Das letzte Jahrzehnt war für die Europäische Union eine besonders schwierige Zeit. Eine komplexe Krise stellte ihre Funktionsmechanismen auf die Probe, und nicht immer waren wir imstande, diese Probe unbeschadet zu bestehen. Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen ist überzeugt, dass eine wirklich solidarische und integrierte Europäische Union in den nächsten Jahren ihres Bestehens ihren Mitgliedstaaten und deren Bürgern zur Erfüllung des Versprechens von Sicherheit und Wohlstand dienen kann. Allerdings müssen wir auf Einheit statt auf Antagonismen setzen, auf eine Union, die fähig ist, im globalen Wettbewerb zu bestehen, statt auf eine Union engerer Zirkel, auf eine Union, die ihre größte Errungenschaft, den Binnenmarkt mit seinen Freiheiten, entwickelt und keine Union, die der Versuchung des Protektionismus erliegt. Gefordert sind heute somit eine ehrliche Diagnose der Probleme, die die Europäische Union plagen, und Mut zur Durchführung der notwendigen Reformen. Polen zu einem solchen Gespräch auf der Grundlage der heute in Rom angenommenen Erklärung bereit.

     

     

    Büro des Pressesprechers

    Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten

     

     

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