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  • WIRTSCHAFT

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    Deutschlands Wirtschaftswachstum bleibt trotz der Krise in Europa und den mit dem Zustrom von Immigranten verbundenen Kosten auf einem stabilen Niveau. Die konsequente Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, die sich seit einigen Jahren auf eine das Wirtschaftswachstum fördernde Konsolidierung der öffentlichen Finanzen sowie auf Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen des schwachen Eurozonenwachstums auf die deutsche Volkswirtschaft konzentriert, hat auch 2015 sichtbare Ergebnisse in Form eines höheren Wachstumstempos des BIP und eines weiteren Rückgangs der Arbeitslosenquote gezeitigt.

     

    Dank der besseren Lage auf dem Arbeitsmarkt (die Arbeitslosenquote ging von 6,7% im Jahr 2014 auf 5,0% in 2015 zurück) und der zunehmenden Binnennachfrage betrug 2015 das Wachstum des deutschen BIP 1,7% (1,6% in 2014).

     

    2015 war ein weiterer Rekordanstieg der deutsch-polnischen Handelsumsätze zu verzeichnen, beim Export wie beim Import. Polen hat sich 2015 auf der Liste der wichtigsten Handelpartner Deutschlands ein weiteres Mal verbessert und nimmt nun Platz 7 ein (2014 Platz 8 und 2013 Platz 11), vor u.a. Belgien, der Schweiz und Spanien. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug der Handelsaustausch zwischen Deutschland und Polen 96 Mrd. Euro, wovon 52 Mrd. Euro auf Exporte nach Polen entfielen (Platz 8 auf der Liste der deutschen Ausfuhren) und 44 Mrd. Euro auf Importe aus Polen (Platz 6 auf der Liste der deutschen Einfuhren.

     

    Nach vorläufigen Angaben des polnischen Hauptstatistikamts (GUS) beliefen sich die Handelsumsätze zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland auf 88,5 Mrd. Euro (+9,6%), davon entfielen 48,5 Mrd. Euro auf polnische Exporte (+11,2%) und 40,0 Mrd. Euro auf Importe (+7,8%). Der Handelsaustausch schloss mit einem Überschuss für Polen in Höhe von 8,5 Mrd. Euro ab.

     

     

    Handelsumsätze zwischen Deutschland und Polen 2012-2015 (in Mio. Euro)

     

     

    2012

    2013

     

    2014

     

    2015*

     

    Dynamik

    2014/2013

    Export

    36.057,0

    38.887,5

    43.618,9

    48.495,5

    111,2

    Import

    32.835,8

    34.005,7

    37.098,7

    40.003,9

    107,8

    Umsätze

    68.892,8

    72.893,2

    80.717,6

    88.499,5

    109,6

    Saldo

    +3.221,2

    +4.881,8

    +6.520,3

    +8.491,6

    *

     

          Quelle: *geschätzte Daten des Wirtschaftsministeriums

     

     

    Nach deutschen Daten in der vierstelligen Codierung des Internationalen Warenverzeichnis für den Außenhandel (SITC) waren die wichtigsten Warengruppen im polnischen Export in die Bundesrepublik 2015 Maschinen und Anlagen (35,2%) sowie sonstige industrielle Erzeugnisse (17,9%) und andere Fertigprodukte (17,0%), darunter elektronische Geräte (7,5%), Möbel (6,3%), chemische Erzeugnisse (6,3%) und agrarische Nahrungsmittel (10,3%).

     

    Den wertmäßig größten Anteil am polnischen Export nach Deutschland hatten 2015 Kraftfahrzeuge und Autoteile (6,3 Mrd. Euro), agrarische Nahrungsmittel (4,4 Mrd. Euro) sowie Maschinen (3,1 Mrd. Euro).

     

    Im polnischen Import aus der Bundesrepublik waren die wichtigsten Warengruppen Apparate (35,8%) und andere industrielle Erzeugnisse (18,3%), darunter Fahrzeuge sowie Fahrzeugteile und –zubehör (11,2%), Erzeugnisse der chemischen Industrie (14,3%) und andere Fertigwaren (11,4%).

     

    Den wertmäßig größten Anteil am polnischen Import aus Deutschland hatten 2015 Kraftfahrzeuge und Autoteile (5,7 Mrd. Euro), Maschinen und Anlagen (5,6 Mrd.) sowie Erzeugnisse der chemischen Industrie (5,3 Mrd. Euro).

     

    Schätzungsweise 40.000 Firmen sind auf polnischer Seite am Handelsaustausch beteiligt. Im Laufe der letzten Jahre ist zu beobachten, dass polnische Unternehmen zunehmend aktiver mit eigenen Waren auf den deutschen Markt gehen.

     

     

    Quelle: Abteilung für Handel und Investitionen, Botschaft der Republik Polen in Berlin